Foto: Katy Spichal

Theatinerkirche (St. Kajetan)

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Theatinerkirche

Knallgelb liegt die Theatinerkirche am Odeonsplatz und sorgt damit für einen bunten Farbklecks in der Münchner Altstadt. Doch erst im Inneren entfaltet Sie ihre ganze barocke Schönheit, in dezentem Weiß. Nicht nur dieser Kontrast macht St. Kajetan zu einer der spannendsten Kirchen der Stadt.

Die Fassade der katholischen Hof- und Stiftskirche St. Kajetan, von den Münchnern allerdings Theatinerkirche genannt, gehört mit zu den schönsten der ganzen Stadt. Stolz reckt sie sich in kräftigem Gelb dem weiß-blauen bayerischen Himmel entgegen. Ihren Abschluss findet sie in den Kupferdächern der Türme und der mächtigen Kuppel. Es ist ein wahrlich prächtiger Bau, der an vielen Stellen der Stadt schon von weitem zu sehen ist.

Eine lange Geschichte - die Fassade der Theatinerkirche

Theatinerkirche am Odeonsplatz, Foto: Katy Spichal

Wie schon Schloss Nymphenburg wurde die Theatinerkirche als Dank für eine glückliche Geburt erbaut. Der spätere Kurfürst Max Emanuel war gerade erst geboren, als seine Mutter Henriette Adelheid von Savoyen 1662 die „schönste und wertvollste Kirche“ bei dem Italiener Agostino Barelli in Auftrag gab. Wenige Monate später begannen die Bauarbeiten. Wegen heftigen Auseinandersetzungen zwischen Barelli und dem Bauleiter übernahm Enrico Zucalli 1674 die künstlerische Leitung. Wieder gab es Diskussionen, und so blieb die Außenfassade der Theatinerkirche lange unvollendet. Erst rund 100 Jahre nach der Weihe entwarf François de Cuvilliés der Ältere 1765 eine Fassade im Stile des Rokokos mit nur leichten Veränderungen, die sein Sohn François de Cuvilliés der Jüngere vollendete.

Sanierung und neuer Anstrich

Sanierung der Theatinerkirche 2014, Foto: Katy Spichal

Die Vorderseite der Theatinerkirche verschwindet seit April 2014 für zwei Jahre hinter einem Baugerüst. Grund dafür sind aufwendige Sanierungsarbeiten durch den Freistaat Bayern. Außerdem erhält die Kirche einen neuen Anstrich. 2016 wandert das Gerüst auf die Rückseite. Insgesamt dauern die Bauarbeiten bis voraussichtlich Frühjahr 2019. Während dieser Zeit ist die Kirche aber für Besucher frei zugänglich.

Ganz in Weiß - der Innenraum

Theatinerkirche am Odeonsplatz, Foto: Katy Spichal

Beim Betreten des Innenraums sind die meisten Besucher zunächst überrascht. Er ist von der Farbgebung sehr schlicht, ganz in Weiß gehalten, und entstand ab 1674 unter Lorenzo Petri und Giovanni Viscardi. Das Spektakuläre ist die dekorative Ausgestaltung mit massiven Säulen, filigranem Stuck und der mächtigen Kuppel in 70 Meter Höhe. Eine stilistische Harmonie, wie sie nur selten zu finden ist. Von besonderer Wirkung ist der majestätische  Hochaltar mit seinen überlebensgroßen Statuen.

Die Fürstengruft


Neben der Kirche St. Michael und dem Frauendom ist die Theatinerkirche eine der wichtigsten Grablegen des bayerischen Herrscherhauses der Wittelsbacher. In der Fürstengruft sind insgesamt 49 Angehörige der Herrscherfamilie beigesetzt, darunter auch vier Kurfürsten, drei Könige, Prinzregent Luitpold und Kaiser Karl VII.

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4 Bewertungen zu Theatinerkirche (St. Kajetan)

5
4 Bewertungen
  • von am

    Sehr imposante Kirche, sehr sehenswert!

  • von am

    Beeindruckender Innenraum. Wahnsinn! Warum bin ich da nicht schon viel früher reingegangen? Wo ich doch fast täglich daran vorbeikomme...

  • von am

    Eine sehr schöne und beeindruckende Kirche. Ich habe hier zufällig einmal einen Gottesdienst miterleben dürfen, das ist in einer so großen Kirche wirklich etwas ganz besonderes. In der Kirche kann man vor dem Großstadttrubel am Odeonsplatz flüchten, die Ruhe genießen und sich auf das wirklich wichtige im Leben besinnen.

  • von am

    Für mich die schönste Kirche in ganz München! Wahnsinnig imposant, unglaublich schön gestaltet und ausgestattet und in einer einmaligen Lage. Der Kirchenraum ist komplett in weiß gehalten, zeitlos und wunderschön. Am Sonntag gibt es eine lateinische Messe, die besuche ich ab und an gerne. Aber auch außerhalb der Messzeiten zieht es mich ab und an an diesen andächtigen Ort. Manchmal zünde ich eine Kerze an, manchmal genieße ich einfach nur die Ruhe, während hinter den großen Türen das Leben pulsiert.

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