Schloss Nymphenburg
- Tel:
- (089) 179080
Foto: Shutterstock
Die Reise in die Zeit der bayerischen Monarchie ist ein Katzensprung: Gerade einmal 30 Minuten vom Marienplatz entfernt liegt das Schloss Nymphenburg. Der überladenen Märchenwelt Ludwigs II. im Schloss Neuschwanstein setzt Nymphenburg einen 500 m breiten Prachtbau entgegen - samt Park und Museen.
Blick von der Schlossterrasse
Der Trip in die Vergangenheit beginnt schon einige hundert Meter vor Schloss Nymphenburg. Zwei schattige Auffahrtsalleen weisen den Weg, dazwischen liegt der Nymphenburger Kanal, wo sich im Sommer Schwäne tummeln und im Winter bei knackigen Minustemperaturen Eisschützen ihre Stöcke schwingen. Mit jedem Schritt zum Schloss wächst die Gebäudefront, bis sich der knapp einen halben Kilometer breite Bau in seiner ganzen Erhabenheit präsentiert. Selten wird absolutistische Macht beeindruckender zur Schau gestellt, als hier. Vor hunderten Jahren staunten noch fürstliche Gäste über die opulente Pracht, heute sind es Touristen aus der ganzen Welt.
Ein ganzes Schloss als Geschenk? Kurfürst Ferdinand Maria muss wirklich überglücklich über die Geburt seines langersehnten Thronfolgers Max Emanuel gewesen sein. Denn Schloss Nymphenburg gab er allein deshalb 1664 als Präsent an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag.
So entstand Nymphenburg auf der grünen Wiese vor den Toren Münchens. Der ursprüngliche Entwurf eines schmucken Barrockschlosses stammt von Agostino Barelli. Später wurde der Bau im Stil von Rokoko und Klassizismus verändert. Vor allem Ferdinand Marias Sohn, Max Emanuel, erwies sich als eifriger Erweiterer und Umgestalter: Er beauftragte bekannte Architekten wie Enrico Zuccalli, Giovanni Antonio Viscardi und Joseph Effner mit umfangreichen Umbauarbeiten.
Max Emanuels Sohn, Kurfürst Karl Albrecht, gab die Rondellbebauung vor dem Haupttrakt in Auftrag. Sie galt zu ihrer Zeit als architektonische Sensation. Zusammen mit den Auffahrtsalleen, dem Kanal und der Brunnenanlage ergibt sich ein symmetrisch-harmonisches und imposantes Gesamtbild, das nicht nur in Bayern seinesgleichen sucht. Der Innenausbau der Wittelsbachischen Sommerresidenz - weit abseits des Innenstadttrubels um die Residenz am Max-Joseph-Platz - ist nicht minder spektakulär.
Das Geburtszimmer von Ludwig II.
Die zu ihrer Zeit meistgefragten Bildhauer, Stuckateure und Maler legten Hand an den Innenausbau von Schloss Nymphenburg: Unter François de Cuvilliés und Johann Baptist Zimmermann entstand ein Hauptwerk des höfischen Münchens. Am bekanntesten sind der über drei Geschosse reichende Steinerne Saal, die Schönheitengalerie von König Ludwig I., u.a. mit einem Bildnis seiner verhängnisvollen Affäre Lola Montez, und das Geburtszimmer von König Ludwig II., ganz in kräftig grüner Seide gehalten. Doch auch die vielen anderen Zimmer und Raumfolgen geben einen Einblick in den Prunk höfischer Lebensweise.
Kleine Brücke im romantischen Park
1792 wurde nicht nur der Englische Garten in München eröffnet: auch der Nympenburger Schlosspark außerhalb der Stadt- mauern durfte fortan vom ganzen Volk besucht werden. Ein Zugeständnis von Kurfürst Karl Theodor angesichts der Revolution in Frankreich; ähnliche Zustände hierzulande wollte er so verhindern. Der Park beginnt mit einer Anlage im strengen, symmetrischen französischen Stil, direkt unterhalb der prunk- vollen Freitreppe. Hier fanden 1972 die Olympia-Wettbewerbe im Dressurreiten vor wahrhaft königlicher Kulisse statt.
Der Rest des 229 Hektar großen Areals ist ein englischer Landschaftspark. Mit seinen kleinen Bachläufen, Kanälen, Kaskaden und Brücken, seinem verzweigtem Wegenetz, den künstlichen Seen, etlichen Figuren und Statuen und teilweise sehr versteckt liegenden kleineren Parkburgen und Schlösschen wirkt er an manchen Stellen wie ein verwunschener Märchenwald.
Die Badenburg im Schlosspark
Die Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg sind kleine Lustschlösschen mit erstaunlich komfortablen Räumlichkeiten. Die festliche Badenburg am Großen See im südlichen Parkteil und die exotische Pagodenburg am kleineren See, dem Pagodenburger See im nördlichen Parkteil, sind architektonische Schmuckstücke. Größer und prunkvoller ist die Amalienburg, ein Jagdschlösschen gleich in der Nähe des großen Schlosses, mit ihrem an Pracht kaum zu überbietenden Spiegelsaal.
Apollotempel am Badenburger See
Erwähnenswert sind noch die Marienklause, eine als heruntergekommene Ruine gestaltete Eremitage, und der Apollotempel - ein Monopteros mit zehn Säulen am Badenburger See, der ein wunderschönes Fotomotiv abgibt. Will man den ganzen Park mitsamt all seiner Burgen und Schlösschen besuchen, kann man getrost einen ganzen Tag damit verbringen - sollte aber gut zu Fuß sein. Vor allem da es da noch die Museen im Schloss gibt...
"Problem"- Bär Bruno beim Honigklau
Wissbegierige Kinder und Familien, Pferdeliebhaber, Porzellan- kenner und Freunde regionaler Kunst haben eines gemeinsam: Sie alle finden in Schloss Nymphenburg ein passendes Museum:
Nymarputtenschlitten im Marstallmuseum
Im und ums Schloss Nymphenburg kann man getrost mehr als nur einen Tag verbringen. Das ist schade für all jene, die nur kurz zu Gast sein können. Auf jeden Fall gesehen haben muss man das Schloss von Innen. Pflicht ist auch der Blick von der Freitreppe auf die Brunnen und Fontänen. Und vielleicht reicht es ja noch für einen wenigstens kurzen Spaziergang in der weitläufigen Parkanlage und eine kleine Stärkung im Schlosscafé im Palmenhaus.
Bitte beachten: Die Gebäude sind teilweise nur in der Sommersaison zu besichtigen. Im Winter hängt die Tragfähigkeit der Eisfläche von der Wetterlage ab. Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigene Gefahr!
Öffnungszeiten Schloss:
April - Mitte Oktober täglich: 9.00 - 18.00 Uhr
Mitte Oktober - März täglich: 10.00 - 16.00 Uhr
Letzter Einlass: ca. 20 min. vor Schließung
Geschlossen: 1. Januar, Faschingsdienstag, 24./25. und 31. Dezember
Gesamtkarte "Nymphenburg"
1. April bis Mitte Oktober: 11,50 Euro / 9 Euro ermäßigt
Mitte Oktober bis 31. März: 8,50 Euro / 6,50 Euro ermäßigt
(berechtigt zum Besuch des Schlosses, des Marstallmuseums mit Museum "Nymphenburger Porzellan" und der Parkburgen (Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause).
In der Wintersaison sind die Parkburgen geschlossen.
Einzeltickets:
Schloss Nymphenburg
6,- Euro / 5,- Euro ermäßigt
Marstallmuseum mit Museum "Nymphenburger Porzellan"
4,50 Euro / 3,50 Euro ermäßigt
Parkburgen
4,50 Euro / 3,50 Euro ermäßigt
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Bitte beachten Sie: Die Tragfähigkeit der Eisflächen im Nymphenburger Park hängt von der Wetterlage ab. Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigene Gefahr!
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wunderschön!
Der klassische Sonntagsspaziergang der Münchner Familien.
Kulturell ein tolles Ziel und zum Entspannen und Erholen ideal
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Ein Service der Landeshauptstadt München und der Stadtwerke München GmbH.