Neues Schloss Schleißheim
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Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Nach dem Vorbild von Versailles wollte Kurfürst Max Emanuel in Schleißheim eine neue Residenz entstehen lassen. Ein Bau-Unglück, ein Krieg und die knappe Staatskasse ließen jedoch die Pläne schrumpfen. Und dennoch: Das Neue Schloss Schleißheim ist keine Billigversion, sondern eines der schönsten Schlösser Bayerns.
Kurfürst Max Emanuel durfte sich an der Wende zum 18. Jahrhundert Hoffnungen auf die Kaiserwürde machen. Seine Ambitionen als auch seinen Status wollte er mit einem prächtigen Residenzbau nach französischem Vorbild unterstreichen. Der Spanische Erbfolgekrieg erstickte jedoch nicht nur die Hoffnung auf die Kaiserkrone, sondern brachte zunächst auch die Bauarbeiten am Schloss Nymphenburg zum erliegen.
Im Winter 1700/1701 begannen die Bauarbeiten für den eigentlich als monumentale Residenz geplanten Schlossbau unter Enrico Zucalli. Letzterer hatte schon entscheidend am Bau der Münchner Theatinerkirche mitgewirkt. Der Rohbau war noch nicht abgeschlossen, als ein Bau-Unglück – die Gartenfassade stürzte ein – und das Exil des Kurfürsten (1704-14) nach seiner Niederlage im Spanischen Erbfolgekrieg die Arbeiten in Schleißheim vorläufig beendeten.
Seine großspurigen Pläne musste Max Emanuel nach der Rückkehr 1715 wegen unsicherer Finanzlage verwerfen. Das Neue Schloss wurde viel kleiner gebaut, als eigentlich geplant. Umgesetzt wurden nur der 300 Meter breite Haupttrakt mit einem dreigeschossigen Mittelbau. An Ausstattung der Innenräume haben unter anderem Johann Baptist Zimmermann und Cosmas Damian Asam mitgewirkt.
Beim Tod Max Emanuels Ende Februar 1726 war der Schlosskomplex noch nicht vollendet. Erst sein Sohn und Nachfolger, Karl Albrecht (reg. 1726-45), ließ nach und nach die fehlenden Marmorkamine, edlen Wandbespannungen, Täfelungen und Bodenbeläge ergänzen. Im Galerieraum können sich Besucher von den verworfenen Plänen des Schlosses in Bild machen. Ein großes Holzmodell zeigt das Neue Schloss, so wie es Max Emanuel gerne verwirklicht hätte, samt einer Ehrenhof-Anlage mit gewaltigen Seitentrakten, weiteren Pavillons und dem Alten Schloss auf der Westseite.
Foto: Zairon
Foto: Rufus46
April-September: Di-So 9.00 - 18.00 Uhr
Oktober - März: Di-So 10.00 -16.00 Uhr
Schöner Stall und Renatuskapelle (Pavillons bei Schloss Lustheim):
April-September: Di-So 9.00 - 18.00 Uhr
Oktober-März: geschlossen
Wasserspiele im Hofgarten:
April-Mitte September: in Betrieb tgl. 10.00 - 16.00 Uhr
Alle Objekte geschlossen: 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember
Lage:
Oberschleißheim liegt etwa 15 km nördlich der Münchner Innenstadt.
Nur eine halbe Stunde S-Bahn Fahrt von München entfernt. Ein sehr schöne Anlage, die immer einen Ausflug wert ist. Vor allem nicht so überlaufen wie das ein oder andere Schloss direkt in München.
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