Hofbräuhaus
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Foto: Hofbräuhaus
"In München steht ein Hofbräuhaus…" - auch wenn das Münchner Original schon in Las Vegas und anderen Städten nachgebaut wurde, bleibt das imposante Neorenaissance-Gebäude am Platzl einmalig. Die Atmosphäre, die bayerische Kultur und internationales Flair vermischt, machen das Münchner Hofbräuhaus zu etwas ganz Besonderem.
Bis zu 35.000 Besucher strömen täglich in die riesige Trinkhalle im Erdgeschoss. Der Lärmpegel in der Schwemme, wie die Halle genannt wird, ist dementsprechend groß - erst recht, wenn die Blaskapelle aufspielt. Doch sowohl Touristen wie auch Münchner fühlen sich schnell wohl in dem bunten bayerischen und internationalen Treiben. Für Stammgäste gibt es sogar extra Regale, in denen sie ihre eigenen Bierkrüge einschließen lassen können.
Foto: Andrew Bossi
In der Schwemme ist mit rund 1000 Leuten immer was los. Hier sitzen Münchner und Touristen an langen Tischen nebeneinander, schunkeln zur Live-Musik und überwinden bei der ein oder anderen Maß sämtliche Sprachbarrieren. Fesche Frauen im Dirndl und stramme Männer in Lederhosen servieren dazu die passenden bayerischen Schmankerl. Das Obergeschoss ist in mehrere Räume aufgeteilt, die zusammen nochmal etwa 2500 Leute fassen. Wer es etwas ruhiger haben will, ist in den kleineren Stuben, wie dem Münchner Zimmer, dem Erkerzimmer, dem Bräustüberl oder dem Wappensaal genau richtig. Für festliche Anlässe bietet sich auch der Festsaal im Obergeschoss mit seinem neun Meter hohen Gewölbe an. Besonders schön und ebenfalls ruhig ist im Sommer der Biergarten im Innenhof.
Ausgerechnet München importierte einst Bier aus Sachsen und Kassel, denn bis ins 16. Jahrhundert wurde der Wittelsbacher Hof mit diesem Bier versorgt. 1589 entschied Herzog Wilhelm V. dann, ein eigenes Hofbräu zu errichten, das die Adelsfamilie und die Hofbediensteten mit dem Gerstensaft versorgen solle. Zunächst stand die neue Brauerei neben dem Alten Hof. Als die Bier-Nachfrage immer größer wurde, zog die Brauerei 1608 in ein größeres Gebäude an die heutige Stelle, dem so genannten Platzl. Alle Münchner Wirte schenkten bald das Hofbräubier aus. In das Hofbräuhaus hinein darf die Bevölkerung jedoch erst seit dem Jahr 1828, als Ludwig I. das Wirtshaus für alle zugänglich machte. Da der Andrang in das Biergewölbe ständig wuchs, zog 1896 die Brauerei vom Platzl in die Innere Wiener Straße, wo heute noch der Hofbräukeller mit seinem schattigen Biergarten steht. Am Platzl wurde stattdessen vom Architekten Max Littmann ein neues Gebäude im Stil der Neorenaissance errichtet, das ausschließlich der Bewirtung galt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört, konnte jedoch schon bis 1958 wieder rekonstruiert werden.
Foto: Hofbräuhaus München
Wer dieses Lied grölt, würde kaum an Berlin denken. Tatsächlich soll dem Komponisten Wilhelm Wiga Gabriel die Melodie zum Text seines Freundes Siegfried Richter jedoch im Berliner Café am Zoo eingefallen sein. 1936 wurde der Walzer dann zum Karnevalschlager und auch im Münchner Hofbräuhaus gespielt. Auch ein Schwarz-Weiß-Film ist nach dem Lied benannt. "In München steht ein Hofbräuhaus, doch Freudenhäuser müssen raus", sang 1981 die Spider Murphy Gang im Lied "Skandal im Sperrbezirk“. Das Zitat des alten Schlagers in diesem Zusammenhang sorgte zunächst für Unmut bei vielen Münchnern – inzwischen wird der Hit oft im Hofbräuhaus gespielt.
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