Foto: Katy Spichal

Siegestor

Türme und Tore | Maxvorstadt, Universität

Siegestor

Das Siegestor in München auf der Leopoldstraße bei Nacht Galerie

Zugegeben: An den Arc de Triomphe in Paris kommt das Siegestor nicht ganz heran. Dennoch ist der Münchner Triumphbogen besonders nachts, wenn er beleuchtet ist, ein Blickfang. Hervor sticht die Quadriga: Sie zeigt die Bavaria umrahmt von vier Löwen. Das Siegestor ist die Grenze zwischen den Stadtteilen Schwabing und Maxvorstadt.

Das Siegestor in München auf der Leopoldstraße, Foto: Zyankarlo / Shutterstock.com

Doch das steinerne Tor ist noch mehr als das. Es markiert auch den Übergang von der Ludwigstraße zur Leopoldstraße. Außerdem bildet das Siegestor das nördliche Ende einer Sichtachse, die mit der Feldherrenhalle am Odeonsplatz beginnt. Nördlich des Siegestors beginnt die Leopoldstraße, die Haupt-Flaniermeile des Szeneviertels Schwabing.

Zwischen den Pappeln, die zu beiden Seiten der Straße stehen, sitzen Einheimische und Touristen im Café, essen Eis oder bummeln durch die Geschäfte. Der Triumphbogen, um 1840 von Ludwig I. bei dem Architekten Friedrich von Gärtner in Auftrag gegeben, sollte nach dem Vorbild des Konstantinbogens in Rom gestaltet werden.

 

Die Quadriga: Bavaria mit Löwen

Das Siegestor, Foto: Katy Spichal

Auf dem Siegestor sieht man stadtauswärtsblickend eine Bronzeskulptur der Bavaria mit vier Löwen. Die Bavaria modellierte Friedrich Brugger, die Löwen Johann von Halbig. Ihr Blick richtet sich nach Norden. Im 19. Jahrhundert waren zu dieser Zeit dort noch größtenteils Felder und Wiesen. Die Bavaria sieht also der bayerischen Armee entgegen, passend zum Widmungsspruch "Dem bayerischen Heere".

Auch die Quadriga wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Elmar Dietz kümmerte sich um die Restaurierung, sodass eine wiederhergestellte Version 1972 auf dem Siegestor angebracht werden konnte. Die Quadriga hat ein Gewicht von ungefähr 20 Tonnen.

Zum Frieden mahnend

Das Siegestor, Foto: Katy Spichal

An der Nordseite des Tores erinnert der Widmungsspruch an das siegreiche Ende der Befreiungskriege von 1815. Die Südseite ziert seit der Beendigung des Zweiten Weltkrieges der Schriftzug "Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend". An den Wänden sind mehrere Reliefs zu bewundern. In den unteren Reihen sind Kriegsszenen zu sehen, etwa Kämpfe zwischen Reitern und Soldaten.

Die höher liegenden Medaillons zeigen dagegen typische Bilder aus den bayerischen Bezirken. Die Inschrift an der Südseite des Tores soll daran erinnern, dass Krieg nicht nur Siege, sondern auch Tod und Zerstörung bringt. Das Siegestor ist somit auch ein Mahnmal.

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6 Bewertungen zu Siegestor

5
6 Bewertungen
  • von am

    Ein sehr beeindruckendes Bauwerk, mitten auf der Leopoldstraße. Schon der Weg vom Odeonsplatz zum Siegestor hat auf mich immer eine besondere Wirkung. Ein Gang durch das riesige Tor, gibt einem ein überwältigendes Gefühl. Mir kommt es immer so vor als würde ich die Tür nach München öffnen. Vor allem wenn die Sonne schon tief steht, hat man vom Siegestor eine tolle Sicht bis zur Feldherrnhalle.

  • von am

    Wenn am frühen Abend die Sonne schon tief steht und man vom Siegestor aus durch das gleißende Licht Richtung Feldherrenhalle blickt, weiß man: prachtvoller und romantischer geht es kaum. Die Ludwigstrasse erstrahlt dann in ihrem vollen Glanz und man ist beeindruckt von der Schönheit Münchens.

  • von am

    Das Siegestor befindet sich zwischen der Leopoldstraße und Ludwigstraße und ist damit ein zentraler Punkt in München. Das Tor ist sehr imposant und für München-Besucher auf jeden Fall eine Pflicht-Sehenswürdigkeit schon allein aufgrund seiner Geschichte.

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