Münchner Stadtmuseum

Museen | Altstadt, Zentrum
Mo geschlossen
Geschlossen: 1. Mai 2017 (Maifeiertag), 24. Dezember 2017 (Heiliger Abend), 25. Dezember 2017 (1. Weihnachtstag) geöffnet: 12.00 - 18.00 Uhr, 31. Dezember 2017 (Silvester) geschlossen

Münchner Stadtmuseum

Wie sah München vor 300 Jahren aus? Was trugen die einstigen Adelsdamen? Und wie veränderten Nationalsozialismus und Krieg die Stadt? Das Münchner Stadtmuseum am St.-Jakobs-Platz zeigt alles, was man über München wissen muss. Dauerausstellungen zu Puppentheater / Schaustellerei, Musikinstrumenten, das Filmmuseum und wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Angebot.

Aktuell im Stadtmuseum

Sammlungen

, Foto: Münchner Stadtmuseum

Das Münchner Stadtmuseum verfügt über verschiedene Sammlungen von erheblichem historischen Wert: In der Sammlung "Angewandte Kunst" befinden sich Plastiken, Skulpturen und Möbel vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Sammlung Fotografie beinhaltet mehr als 850.000 Fotografien und zählt zu den führenden in Europa. Die Sammlung "Mode / Textilien / Kostümbibliothek" vereint Mode vom 16. Jahrhundert bis heute. Von den Sammlungen "Grafik / Gemälde", „Reklamekunst“, "Musik", "Stadtkultur / Volkskunde" und "Puppentheater / Schaustellerei" findet sich viel in den Dauerausstellungen sowie den wechselnden Sonderausstellungen wieder. Auch die "Valentin-Karlstadt-Sammlung", die im Valentin-Karlstadt-Musäum im Tal ausgestellt ist, gehört zum Münchner Stadtmuseum.

Dauerausstellungen

, Foto: Münchner Stadtmuseum

Neben Sonderausstellungen und kulturellen Veranstaltungen gibt es im Münchner Stadtmuseum vier Dauerausstellungen: In der Ausstellung "Typisch München!" veranschaulichen über 400 Exponate die Geschichte der Stadt München. An die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt erinnert die Ausstellung "Nationalsozialismus in München". Das Museum hält in der Ausstellung "Musik" rund 6.000 Instrumente und in der Ausstellung „Puppentheater / Schaustellerei“ eine 2.000 Quadratmeter große Sammlung an Marionetten, Papiertheater, alte Karussell-Tieren und vieles mehr bereit. Außerdem befinden sich rund 30.000 Portraits im Besitz des Münchner Stadtmuseums. Dank der Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek können 1.800 dieser Portraits der Öffentlichkeit in einer Onlinedatenbank zur Verfügung gestellt werden.

Klangkosmos in der Sammlung Musik

Musikinstrument Steel-Pan in der Sammlung Musik Münchner Stadtmuseum, Foto: Münchner Stadtmuseum

Annähernd 6.000 Musik- und Klanginstrumente aus aller Welt wollen in der Dauerausstellung „Musik“ des Münchner Stadtmuseums bestaunt und teilweise sogar angehört werden. Die aus der Privatsammlung des Münchners Georg Neuner (1904-1962) entstandene Auswahl stammt über die Hälfte aus nichteuropäischen Ländern. So mischen sich Tonflöten aus der Antike unter eine Kanonentrommel aus Nordthailand und Schwirrhölzer aus Neuguinea. Der 2012 neu eröffnete Eingangsbereich und das experimentierfreudige Klanglabor „Soundlab. 1“ laden die Besucher in die Welt des Klanges und der Akustik ein. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber Anfassen ein Muss.

Nationalsozialismus in München

Das Münchner Stadtmuseum beleuchtet in einer Dauerausstellung die Rolle Münchens als Ausgangsort der Entstehung des Nationalsozialismus. Dabei behandelt die Ausstellung die Zeitspanne zwischen 1918 und 1945. Der Standort als Parteizentrum, Münchens Verflechtung als Kunst- und Feststadt bei der ästhetischen Programmierung und Verharmlosung des NS-Regimes und die Bedeutung der bayerischen Metropole als Medien- und Rüstungsstandort werden ebenso berücksichtigt, wie Beispiele aus dem Widerstand, der sich in München formierte.
 

Puppentheater und Schaustellerei

, Foto: Münchner Stadtmuseum

Im dritten Obergeschoss des Münchner Stadtmuseums beginnt eine Reise durch die Puppentheatergeschichte seit dem 19. Jahrhundert. Hier bekommt der Besucher Einblicke in die verschiedenen Figurentechniken und findet Beispiele zum traditionellen Marionettentheater. Spannend sind auch die Errungenschaften und Geschichten um die Puppenmacher und -spieler, darunter der Münchner Schnitzer Walter Oberholzer. In einem weiteren Bereich werden Objekte zur Schaustellerei gezeigt, darunter auch viele Originale des Münchner Oktoberfests. Zu sehen gibt es zum Beispiel Schießbudeninventar, Walzenorgeln, Kuriositäten und die weltweit ältesten noch erhaltenen Karussell-Pferde.

Typisch München!

, Foto: Münchner Stadtmuseum

Ja, was ist denn nun typisch für München? Diese Ausstellung zeigt es. In fünf historisch gegliederten Abschnitten sind 400 Exponate ein Beispiel dafür, was München so reizvoll macht. Die bayerische Metropole blickt auf eine aufregende Zeit zurück. Diese Ausstellung handelt von Selbstfindung, Bier, Kunst und all den kulturellen Novitäten, die München im Laufe der Zeit für viele zur "heimlichen Hauptstadt" machte. Dabei ist es gerade Ziel der Ausstellung, unterschiedliche Reaktionen hervorzurufen und zur Diskussion anzuregen, denn München ist eben nicht für jeden gleich.

Filmmuseum

Das Filmmuseum ist seit 1963 Teil des Münchner Stadtmuseums. Ein breites Spektrum an Filmen, von frühen Schwarz-Weiß-Klassikern bis zu modernen Independent-Filmen und Dokumentationen werden hier archiviert, restauriert und der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Filmreihen zugänglich gemacht. Das Filmmuseum zeigt täglich ein wechselndes Programm an Filmen, teilweise sogar mit Podiumsdiskussionen und Rahmenprogramm. 165 Personen finden vor der Silberleinwand des Kinos, auf der auch 3D-Filme gezeigt werden können, Platz.

Geschichte

O. Zieher, Postkarte "Historisches Stadtmuseum München" , Foto: Münchner Stadtmuseum

Das Münchner Stadtmuseum wurde 1888 auf Initiative des Stadtarchivars Ernst von Destouches gegründet. Es war zunächst als Heimatmuseum angelegt. Neben den ursprünglich hauptsächlich grafischen Beständen kamen über die Jahre auch andere Objekte hinzu: Möbel, Mode und Alltagsgegenstände. So wuchs das Museum immer mehr und ist heute das größte kommunale Museum in ganz Deutschland. Die Räumlichkeiten, in denen sich das Münchner Stadtmuseum befindet, sind teilweise Jahrhunderte alte Gebäude, so z.B. das ehemalige Zeughaus, das im Jahr 1500 errichtet wurde. Das Gebäude daneben ist ein Nachbau des mittelalterlichen Marstalls aus dem Jahr 1977. Die Verwaltung sitzt im Ignaz-Günther-Haus, dem ehemaligen Wohnhaus (gebaut im 17 Jhd.) des Rokoko-Bildhauers Ignaz Günther (1725–1775).

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10 - 18 Uhr

 

  Gesamtes Haus   Dauerausstellungen
Personen ab 18 Jahren 7 €   4 €
Personen unter 18 Jahren   Eintritt frei  
Ermäßigt 3,50 €   2 €

 

Feiertags-Öffnungzeiten:

14. April 2017 (Karfreitag ) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
16. April 2017 (Ostersonntag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
17. April 2017 (Ostermontag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
1. Mai 2017 (Maifeiertag) geschlossen [da MONTAG]
25. Mai 2017 (Christi Himmelfahrt) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
4. Juni 2017 (Pfingstsonntag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
5. Juni 2017 (Pfingstmontag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
15. Juni 2017 (Fronleichnam) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
15. August 2017 (Mariä Himmelfahrt) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
3. Oktober 2017 (Tag der Deutschen Einheit) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
1. November 2017 (Allerheiligen) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
22. November 2017 (Buß- und Bettag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
24. Dezember 2017 (Heiliger Abend) geschlossen
25. Dezember 2017 (1. Weihnachtstag) geöffnet: 12.00 - 18.00 Uhr
26. Dezember 2017 (2. Weihnachtstag) geöffnet: 10.00 - 18.00 Uhr
31. Dezember 2017 (Silvester) geschlossen

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4 Bewertungen zu Münchner Stadtmuseum

4
4 Bewertungen
  • von am

    Nicht nur für München-Fans interessant, die möglichst viel über die Geschichte der Stadt erfahren wollen, und sicher ewig am Holzmodell des Mittelalterlichen München hängenbleiben. Mir hat es vor allem auch die Abteilung Fotografie angetan, mit stetig wechselnden Sonderausstellungen verschiedener Fotografen oder Themenbereichen. Habe schon einige Sonntage im Museum verbracht, aber nicht nur in den Ausstellungen, sondern auch im Museumsshop - ein Traum für Fans von Tröden und München-Schnick-Schnack. Und natürlich auch im Stadtcafé, wo man sich nach dem anstrengenden Museumstag zum Glück gleich stärken kann.

  • von am

    Das Münchner Stadtmuseum zeigt immer wieder umfangreiche Ausstellungen rund um die Geschichte Münchens. Die Ausstellungen sind oft sehr liebevoll gestaltet und kuratiert und präsentieren immer viel historisches Material. Die Ausstellung zum Nationalsozialismus in München ist sehr interessant. Besonders gerne schaue ich mir jedoch im dritten Stock des Museums die Puppen und Kuriositäten Ausstellung an. Hier werden Handpuppen und Marionetten aus vergangenen Zeiten gezeigt, aber auch Inventar alter Fahrgeschäfte der Wiesn, wie z.B. ein übergrosser King-Kong oder Teile eines Spiegelkabinettes. Am Ende der Ausstellung gibt einen besonderen Raum, der mit skurrilen Wachsfiguren bestückt ist, unter anderem eine Sleeping-Beauty und anderen Absurditäten. Wer Münchens Vergangenheit entdecken will sollte dem Stadtmuseum unbedingt einen Besuch abstatten.

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