Bayerische Volkssternwarte
- Tel:
- (089) 406239
Foto: Volkssternwarte
Zum Greifen nah sieht sie aus und ist doch Millionen Lichtjahre entfernt: Die Andromeda-Galaxie rückt durch die Teleskope der Bayerischen Volkssternwarte ein Riesenstück näher. Doch nicht nur ferne Galaxien kann man in der größten Sternwarte Deutschlands im Münchner Süden betrachten - auch Ausstellungen und Vorträge bringen Licht ins Dunkel des Universums.
Foto: Volkssternwarte
Angefangen hat alles mit einer Zeitungsanzeige. Ein Hobbyastronom suchte andere Sternfreunde für regelmäßige Treffen – das war im Jahr 1946. Die kleine Gruppe von Amateuren mietete sich einen Vereinsraum von sechs Quadratmetern und eine Plattform auf dem Dach eines ehemaligen Luftschutzbunkers in München-Ramersorf. Durch ein mickriges Fernrohr von 50 Millimeter Optikdurchmesser beobachteten sie die Sterne. Heute stehen an dieser Stelle Teleskope mit 80 Zentimeter Durchmesser. Über 20.000 Besucher strömen jährlich auf die inzwischen 300 Quadratmeter große Beobachtungsplattform. Auch ein Planetarium, Dauerausstellungen und Vorträge weltbekannter Astronomen bietet die größte Sternwarte Deutschlands. Führungen über die Beobachtungsplattform, das Planetarium und die Ausstellungsräume werden werktags am Abend angeboten.
Mit einem Blick durch eines der Fernrohre tauchen die Besucher ein in eine andere Welt: Die Gebirgsketten und Krater des Erdmondes erscheinen vor dem Auge, die Monde des Jupiter wirken wie Murmeln vor der unbeständigen Oberflächenstruktur des riesigen Planeten. Für dieses Erlebnis muss es natürlich einigermaßen dunkel sein – die Sternwarte öffnet daher erst Abends. Da auch Wolken die Sicht behindern, bietet es sich an, bei gutem Wetter die Beobachtungsplattform zu besuchen. Zwei Spiegel- und zwei Linsenteleskope stellt die Sternwarte den Besuchern zur Verfügung. Für die abendlichen Führungen ist keine Anmeldung erforderlich, lediglich bei größeren Gruppen empfiehlt es sich, vorher unter (089) 40 62 39 Bescheid zu geben.
Foto: Volkssternwarte
Unabhängig von Tageszeit und Wetter wird hier an die kuppelförmige Decke der Sternenhimmel projiziert. Die aktuelle Position der Planeten, des Mondes und der Sonne werden sichtbar. Vielleicht finden Sie auch ihr eigenes Sternzeichen am Firmament. Das Planetarium bietet Sitzplätze für 32 Personen.
Foto: Volkssternwarte
Hat die Mondlandung eigentlich wirklich stattgefunden? Wie sind religiöser Glaube und astronomische Wissenschaft miteinander vereinbar? Astro-Forscher bieten regelmäßig Vorträge und Kolloquien zu Themen rund ums Weltall an. Im Ausstellungsraum, der stets Teil der abendlichen Führung ist, werden komplexe, astronomische Vorgänge anschaulich erklärt. Was schiebt sich bei einer Sonnenfinsternis nochmal vor die Sonne? Steht die Erde der Sonne näher als der Jupiter? Anhand übersichtlicher Modelle werden diese Fragen hier beantwortet.
Die Neugierde von Kindern ist groß. Darum kann eine Kindergeburtstagsfeier in der Volkssternwarte zum Erfolg werden. Gegen einen geringen Betrag kann der 60 Quadratmeter große Seminarraum für die Feier mit selbst mitgebrachten Speisen und Getränken gemietet werden. Bei einer gesonderten Führung können die Kinder all ihre Fragen an die Stern-Profis stellen. Mindestens 6 Jahre alt sollten die Kinder jedoch sein, um den Erklärungen folgen zu können. Ein Anmeldung ist unter (089) 40 62 39 möglich.
Montag - Freitag: ab 21.00 Uhr (April bis August) bzw. 20.00 Uhr (September bis März)
Die Führung dauert 1,5 bis 2 Stunden.
Bitte beachten Sie, dass die Volkssternwarte an gesetzlichen Feiertagen sowie vom 24.12. bis 01.01. geschlossen ist.
Erwachsene: 5 Euro
Schüler, Studenten, Azubis, Rentner: 3 Euro
Kinder unter 4 Jahren und Mitglieder: freier Eintritt
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Lage:
Die Volkssternwarte liegt im Münchner Osten im Stadtteil Ramersdorf.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Gegenüber der Sternwarte befindet sich die Bushaltestelle Anzinger Straße. Die Bushaltestelle erreichen Sie am besten, indem Sie mit den S-Bahnen oder der U5 zum Ostbahnhof und von dort mit einem Bus der Linie 155, 55 oder 145 drei Stationen fahren. Alternativ nehmen Sie die U2 zum Karl-Preis-Platz und fahren von dort mit einem Bus der Linie 155, 55 oder 145 Richtung Ostbahnhof eine Station bis zur Anzinger Straße.
Parkplätze:
In der Anzinger Straße und in der Rosenheimer Straße gibt es Parkmöglichkeiten. Wer hier nicht fündig wird, kann ins kostenpflichtige Parkhaus im Gebäudekomplex der Sternwarte fahren.
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