Städtische Galerie Lenbachhaus

Museen: Kunstmuseen | Maxvorstadt, Universität
Di geöffnet 10:00 - 20:00
Geschlossen: 24.12., am 31.12. ab 17 Uhr

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau

Das Lenbachhaus ist berühmt für die weltweit größte Sammlung zur Kunst des "Blauen Reiter" von Franz Marc, Wassily Kandinsky, August Macke, Paul Klee oder Gabriele Münter. Die städtische Galerie, zu der auch der Kunstbau im U-Bahnhof Königsplatz gehört, zeigt Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts und aktuelle Wechselausstellungen.

Aktuelles aus dem Lenbachhaus

Bilder aus dem Lenbachhaus

Dauerausstellung: Der Blaue Reiter

Der Blaue Reiter ist das Synonym für eine Künstlergruppe der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die von Wassily Kandinsky und Franz Marc begründete wurde. Zu der gleichnamigen Ausstellung im Lenbachhaus gehören Kunstwerke großer Malerei, darunter Franz Marc, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Gabriele Münter. Letzterer ist die Ausstellung zu verdanken. 1957, zu ihrem 80. Geburtstag, überließ sie dem Lenbachhaus 100 Exponate, darunter 25 eigene Gemälden, 90 Ölbilder ihres Mannes Kandinsky, etwa 330 seiner Aquarelle und Zeichnungen, seine Skizzenbücher, Hinterglasbilder und Druckgrafiken und zahlreiche Arbeiten auf Papier. Aber auch Werke bedeutender Künstler wie August Macke oder Marianne von Werefkin befinden sich darunter. Gabriele Münter hatte einst nach der Trennung von Kandinsky einen Großteil seiner Bilder nach einem Rechtsstreit 1920 behalten. Während der Nazi-Zeit versteckte sie die Kunstwerke im Keller ihres Hauses.

Weitere Sammlungen

Lenbachhaus

Die Sammlung „19. Jahrhundert“ behandelt den ursprünglichen Schwerpunkt des Lenbachhauses. In den ersten Jahrzehnten sammelte und zeigte die Galerie hauptsächlich Werke der Münchner Malerei aus dem 19. Jahrhundert und deutsche Kunst des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Sammlung „Neue Sachlichkeit“ beschäftigt sich hingegen mit der Kunst nach dem Ersten Weltkrieg. In Abgrenzung zum vorangegangenen Expressionismus brachten die Künstler der 1920er und 1930er Jahre ihre Tendenz der nüchtern-realistischen Wiedergabe der Wirklichkeit zum Ausdruck.

Als Provokation aber auch als Zeichen des Aufbruchs der Sammlung in neue Bereiche wurde 1979 der Erwerb der Arbeit des Künstlers Joseph Beuys verstanden, der weder seinen Lebens- noch Schaffensschwerpunkt in München hatte. Heute umfasst die Sammlung eine Vielzahl an Plastiken und Installationen aus unterschiedlichen Schaffensperioden Beuys‘. In der Sammlung „Kunst nach 1945“ werden neue Kunstrichtungen aber auch neue Medien wie Performance und Videokunst, sowie die Konzeptkunst aufgegriffen und anhand exemplarischer Künstler gezeigt.
 

In goldenem Glanz: Der Kubus

Seit der Wiedereröffnung im Mai 2013 erstrahlt das einstige Wohn- und Atelierhaus des Malerfürsten Franz von Lenbach mit seinem Messing verkleideten Neubau in hellem Glanz. Der golden leuchtende Kubus und ein weiteres Geschoss im Altbau sind dazu gekommen. Die denkmalgeschützte Villa ist zum Teil im Innern des Neubaus enthalten. Alle Ausstellungs- und Veranstaltungsräume wurden barrierefrei ausgebaut und modern ausgestattet. Innerhalb des Kubus erwartet die Besucher ein großes Foyer mit der Installation „Wirbelwerk“ vom Lichtkünstler Olafur Eliasson. Im Café und Restaurant "Ella" bekommen Museumsgäste eine Stärkung und genießen von der Terrasse einen einmaligen Blick auf den Königsplatz.

Lenbachhaus

Die Besucher können nun gezielt zu den einzelnen Sammlungen in zwei Etagen gelangen, ohne einem chronologischen Rundgang folgen zu müssen. Eine weitere Neuerung ist die ausgebaute Joseph-Beuys-Sammlung, die neben der berühmten Arbeit „zeige deine Wunde“ nun auch das Werk „vor dem Aufbruch aus dem Lager I“ und zahlreiche Skulpturen enthält. Der historische Garten wurde um einige bedeutende Skulpturen erweitert. Kulturreferent Hans-Georg Küppers nennt das neue Lenbachhaus ein „Wahrzeichen für München und die Kunst in München“.

Licht für die Kunst

Lenbachhaus

Mit der innovativen LED-Lichtkonstruktion, die der Künstler Dietmar Tanterl mit der Firma Osram entwickelt hat, setzt das Lenbachhaus neue Standards für die museale Beleuchtung. Damit ist es eines der ersten Museen, das ausschließlich mit Leuchtdioden und Tageslicht seine Kunstwerke ausleuchtet. Das künstliche Licht entspricht nahezu dem Tageslicht und seine variablen Lichtfarben setzen die Werke optimal in Szene.

Die Villa Lenbach

Lenbachhaus Alte Villa

Franz von Lenbach hatte einen Palast im Sinn, als er beschloss nahe dem prunkvollen Königsplatz eine Villa zu errichten. Zwischen 1887 und 1891 entstand das in L-Form angelegte Gelände, bestehend aus einem Atelierflügel und einem Wohntrakt. Der historische Garten vor dem Gebäude ist an die italienische Renaissance angelehnt. Den Entwurf zu seiner Prachtvilla ersann der Malerfürst Lenbach mit dem Münchner Architekten Gabriel von Seidl, aus dessen Feder auch das Bayerische Nationalmuseum, das Deutsche Museum und das Rondell am Stachus stammen. Auch bei der Innenausstattung war Lenbach nicht bescheiden. Antike Skulpturen und Kopien antiker Kunstwerke, Malereien, Gobelins und Teppiche zierten die Räumlichkeiten. 

Lenbachhaus

1912 wurden beide Trakte, Atelier und Haupthaus, miteinander verbunden. 1924 verkaufte Lenbachs Witwe sowohl das Gebäude als auch Teile des Inventars und Kunstwerke an die Landeshauptstadt München. Diese begründeten den ersten Bestand der Kunstsammlung des Lenbachhauses. 1927 beauftragte die Stadt den Architekten Hans Grässel mit dem Bau eines weiteren Gebäudeflügels im Norden gegenüber dem Ateliertrakt. Zwei Jahre später wurde das Lenbachhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Obwohl im Zweiten Weltkrieg große Teile des Hauses zerstört wurden, konnte bereits 1947 im Nordflügel wieder ausgestellt werden. 1957 dann beschenkte Gabrielle Münter die Stadt und das Lenbachhaus mit der einzigartigen Sammlung, die heute als der Blaue Reiter zu sehen ist.

Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus

Der Kunstbau ist der Städtischen Galerie im Lenbachhaus angeschlossen. Er wurde 1994 eröffnet und zeichnet sich vor allem durch seine besondere Räumlichkeit aus. Der Kunstbau liegt im Zwischengeschoss der U-Bahn-Station Königsplatz und sein Zuschnitt orientiert sich an dem des U-Bahnhofs. Die ungewöhnlichen Abmessungen tragen den gewachsenen räumlichen Ansprüchen moderner Kunst Rechnung. Die Werke zeitgenössischer Künstler wie Picasso und Kandinsky waren hier bereits zu sehen.

Weitere Infos zum Kunstbau

Der Chef des Lenbachhauses

Direktor des Lenbachhauses Matthias Mühling

Seit Anfang 2014 ist Matthias Mühling (geb. 1968) Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Der promovierte Kunsthistoriker war bereits seit 2005 Kurator für internationale Gegenwartskunst und als Sammlungsleiter im Lenbachhaus tätig. Mühling ist der Nachfolger von Helmut Friedel, der die Städtische Galerie von 1990 bis 2013 leitete.

BITTE BEACHTEN:

Die Sammlung 19. Jahrhundert wird neu eingerichtet und ist daher von Di, 13. Dezember 2016 bis Mo, 20. Februar 2017 nicht zugänglich.

WINTERFERIEN

Das Lenbachhaus und der Kunstbau sind während der Winterferien (Mo, 27. Februar–3. März 2017) durchgehend an allen Tagen, auch feiertags und montags von 10–18 Uhr (dienstags bis 20 Uhr) geöffnet.

Öffnungszeiten und Preise

Montag geschlossen
Dienstag 10 - 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Geschlossen: 24.12.
31.12. ab 17 Uhr

ELLA Restaurant & Café
Dienstag bis Samstag 9 - 1 Uhr
Sonntags 9 - 21 Uhr

Preise
Regulär: 10 Euro
Ermäßigt: 5 Euro
Unter 18 Jahren: freier Eintritt

8 Bewertungen zu Städtische Galerie Lenbachhaus

5
8 Bewertungen
  • von am

    Besser nicht am Sonntag kommen, und wenn, dann sehr früh. In Stoßzeiten am Nachmittag kann es leider etwas eng werden, vor allem beim Reiter.

  • von am

    Nach der Wiedereröffnung des Lehnbachhauses war ich natürlich neugierig und habe es gleich besucht. Der neue Teil von Sir Norman Foster gebaut hat mich mit dem Ausstellungsrundgang in den verschiedenen Stockwerken sehr positiv überrascht, denn man wird instinktiv durch das Raumsystem geleitet und kommt so immer automatisch zum Ende des Ausstellungsbereiches. Was ich ein wenig schade finde ist, dass das neue Cafe einem nicht mehr die Möglichkeit gibt im schönen Garten des alten Teil des Hauses zu sitzen und zu verweilen, sondern nun im neuen Teil des Hauses integriert ist. Da der Garten auch nicht mehr als Eingang dient, wirkt er nun ein wenig traurig. Leider ist auch der Flair der Ausstellungsräume im alten Teil des Gebäudes nicht mehr wie früher, da die Wände neu verputzt worden sind und man das Gefühl hat man befindet sich im Neubau. Auch der integrierte Teil der Aussenwand des alten Gebäudes im neuen Foyer hat die Anmutung einer Filmkulisse und scheint mir ein wenig unglücklich. Nichts desto trotz geht es ja um die Kunst und die wird in den neuen Räumlichkeiten sehr schön präsentiert. Allen die die Sammlung des Blauen Reiter, aber auch die Sammlung moderner Kunst nicht gesehen haben, sollten sich das Lehnbachhaus trotzdem unbedingt ansehen.

  • von am

    Ich war erst seit der Wiedereröfnung dort, davor leider nicht. Daher kann ich zu der Umgestaltung wenig sagen. Es gefällt mir aber von Innen wahnsinnig gut. Mag das Flair und trotz der traditionellen Art der Präsentation, bietet es eine tolle Atmosphäre in der grandiosse Werke gezeigt werden. Eintrittspreis finde ich zu hoch - und Sonntags keinen rabattierten Eintritt - das gibt bei mir die Minuspunkte. Und wie bei den meisten Museen - die Vermittlungsarbeit ist ausbaufähig.

  • von am

    Nach dem Umbau wieder besucht - ist Gewöhnungsbedürftig. blauer Reiter ist nun ganz oben - der alte Flair ist etwas dahin

  • von am

    Ich war seit der Eröffnung nun mittlerweile zwei mal im neuen Lenbachhaus. Sir Norman Forster hat echt ein Glanzstück vollbrancht. Die alte Villa ist nun freigestellt und der Garten mit Brunnen im alten Zustand wiederhergestellt (leider kein Zugang von der Straße mehr). Die neuen Ausstellungsräume sind großartig und die LED Beleuchtung lässt den \"Blauen Reiter\" und andere Werke neu erstrahlen.Leider ist die Zugänglichkeit vom Neubau zum alten Ateliers von Lenbach eingeschränkt. Auch die Ausschilderung des Treppenhaus im Mitteltrakt, war, zumindest zu meinem Besuch, sehr schlecht, da der Keller und das Dachgeschoss hier eine Sackgasse ist. Sobald aber die Museumspädaogik eröffnet wird ist das vielleicht abwendbar?

Top