Königsplatz

Sehenswerte Plätze | Maxvorstadt, Universität

Königsplatz

Proplyäen auf dem Königsplatz Galerie

Auf dem Königsplatz treffen modernes Lebensgefühl, Klassizismus und Antike aufeinander. In der Glyptothek und der Antikensammlung, die dem Platz seinen monumentalen Charakter verleihen, ist Jahrtausende alte Kunst ausgestellt. Draußen sonnen sich Menschen auf der Wiese. Und in den Sommermonaten gibt es am Königsplatz Freilicht-Konzerte von Pop bis Klassik und Kino-Open-Airs. Den Auftrag zum Bau gab Ludwig I. im 19. Jahrhundert, fertiggestellt wurde der Platz schließlich von Leo von Klenze.

Sonnen, Relaxen und Open-Air-Events

Die Glyptothek auf dem Königsplatz, Foto: Katy Spichal

Die Grünanlagen und die Steintreppen am Königsplatz laden bei schönem Wetter viele Münchner und Touristen zum Sonnenbad ein. Gerade die Steinvorsprünge an der Glyptothek sind ein Geheimtipp: Hier fällt bis in den späten Abend die Sonne hin - ein gemütliches Plätzchen, wenn der Rest der Stadt schon im Schatten liegt. Im Juli und August gehört der Königsplatz bei schönem Wetter abends den Film-Fans. Beim Kino-Open-Air werden auf eine riesige Leinwand vor den Propyläen, dem großen Tor an der Westseite des Platzes, alte und neue Kino-Hits projiziert. Man kann bestuhlte Plätze erwerben oder es sich auf der mitgebrachten Decke mit Picknick bequem machen. Im Sommer ist der Königsplatz auch immer wieder Location für Open-Air-Events wie das Oben Ohne Open Air, das Tunix oder das Sportfestival.


Museen und Galerien

Die Staatlichen Antikensammlungen auf dem Königsplatz, Foto: Katy Spichal

Auch bei schlechtem Wetter hat der Königsplatz viel zu bieten. In der Glyptothek können Kunstinteressierte alt-griechische und römische Statuen - teils weltberühmte Originale - bewundern. Etruskische, römische und griechische Kleinkunst wie Schmuck und Vasen gibt es gegenüber in der Staatlichen Antikensammlung. Die Propyläen sind nicht begehbar, aber dennoch eine Besichtigung wert. Das 1862 fertig gestellte Tempeltor ist nach dem Vorbild der Propyläen der griechischen Akropolis entstanden. Hinter dem Tor befindet sich zur rechten Seite außerdem das Lenbachhaus, das unter anderem Gemälde der Gruppe "Blauer Reiter" ausstellt.
 


Insider-Tipps


M-WLAN - Kostenloses WiFi in München

M-WLAN HotspotAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann. Die "Free Wifi"-Standorte werden kontinuierlich ausgebaut. Derzeit gibt es M-WLAN hier: Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Karlsplatz Stachus, Gärtnerplatz, Mariahilfplatz, Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum. Auch am Coubertinplatz im Olympiapark, am Hauptbahnhof, Hohenzollernplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Mangfallplatz, Viktualienmarkt und am Willy-Brandt-Platz in der Messestadt West kann kostenlos im M-WLAN gesurft werden.

Wer sich in das drahtlose Netz einwählt, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen. M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.


Geschichte: Bauauftrag von Ludwig I.

Die Propyläen aus Sicht der Glyptothek, Foto: Katy Spichal

Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt der Architekt Karl von Fischer von König Ludwig I. den Auftrag, einen prachtvollen Platz am westlichen Ende der Brienner Straße zu bauen. Fischer konzipierte den Platz nach dem Vorbild der Akropolis in Athen. Die Fertigstellung des Platzes übernahm der Architekt Leo von Klenze. Entstanden ist ein städtebauliches Gesamtkunstwerk im Stil des europäischen Klassizismus: Mit den dorischen Propyläen, der korinthischen Antikensammlung und der ionischen Glyptothek gilt der Königsplatz als eines der Hauptwerke des ludovizianischen "Isar-Athen".


NS-Zeit: Zentraler Aufmarschort in München

Es gibt in München wahrscheinlich keinen Ort, der so sehr von den Nationalsozialisten für die Selbstdarstellung genutzt wurde, wie der Königsplatz. Bereits vor der Machtergreifung 1933 befand sich in der nahen Brienner Straße das sogenannte Braune Haus, die Parteizentrale der NSDAP, der Königsplatz war also bereits früh im Fokus der Nazis. Der Königsplatz war am 10.5.1933 einer der Orte, an dem die Nazis die Bücher ihnen unliebsamer Schriftsteller wie Erich Kästner oder Kurt Tucholsky verbrannten. 1935 wurden von den Nazis rund 20.000 Granitplatten verlegt, sodass der Königsplatz als zentraler Aufmarschort für Parteiveranstaltungen in München genutzt werden konnte. Zudem wurden dort „Ehrentempel“ für die Toten des „Hitlerputsches“ von 1923 errichtet. In der Arcisstraße wurde 1937 der „Führerbau“ eröffnet, der damals vor allem als Repräsentationsgebäude diente, und in dem sich heute die Hochschule für Musik und Theater München befindet.

Nach Kriegsende: Vom Parkplatz zur heutigen Erscheinung

Der Königsplatz wurde bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach Kriegsende wurden die „Ehrentempel“ von der US-Armee gesprengt. Danach wurde die Fläche die meiste Zeit als Parkplatz genutzt. Erst gegen Ende der 1980er Jahre begann man, den Königsplatz wieder in die Erscheinungsform des 19. Jahrhunderts zu bringen. Bis zur Jahrtausendwende wurden die Bauten generalsaniert.

Das könnte Sie auch interessieren

Aktuelle Veranstaltungen

8. Münchner Sportfestival

So, 02.07.2017, 10:00 Uhr

Oben Ohne Open Air

Sa, 08.07.2017, 13:00 Uhr

9 Bewertungen zu Königsplatz

5
9 Bewertungen
  • von am

    Einer der schönsten Plätze in München. Mit ganz viel Kultur!

  • von am

    Auch für Fotografen ist dieser Platz mit seiner beeindruckenden Architektur ein Leckerbissen!

  • von am

    Ich finde der Königsplatz ist einer der beeindruckendsten Plätze in München. Die Glyptothek und die Antikensammlung sehen sich auf den ersten Blick ja recht ähnlich, obwohl diese von zwei unterschiedlichen Architekten entworfen wurden, was man bei genauerem Hinsehen auch sofort merkt. Toll sind auch die Propyläen und die komplette Anordnung des Platzes. Im mittlerweile doch sehr bebauten München sind solche großzügigen Freiflächen sehr schön und werden auch rege genutzt. Bei Sonnenschein sind hier sämtliche Stufen der Museen zum Sonnenbaden belegt und die Wiese dient auch für sportliche Aktivitäten.

  • von am

    Der Königsplatz ist ein wunderschöner Ort zum Genießen. Die Glyptotheken sind sehr beeindruckend und abends stilvoll beleuchtet. Im Sommer lockt der Königsplatz mit vielen Veranstaltungen wie das Open-Air Kino oder zahlreiche Konzerte.

  • von am

    wunderschöne location! hier hat man echt das gefühl, dass man in einer echten metropole ist. die weiten flächen, der unbegrenzte blick in die ferne und eine geballte ladung kultur! in allen museen um den königsplatz war ich noch nicht, das muss ich nachholen. im sommer sitze ich hier gern nach vorlesungen und schau meine unterlagen durch oder verlier mich in kreativen gedanken.

  • von am

    Die Architektur der Gebäude rund um den Königsplatz ist sehr beeindruckend. Interessant sind auch die Ausstellungen, die sich in den Gebäuden befinden. Im Sommer findet hier auf dem Platz ein Kino-Open-Air statt, das vor der Kulisse dieser Gebäude immer wieder mein persönliches Sommer-Highlight ist.

  • von am

    Einer der schönsten Orte in München! Wer Zeit hat, sollte mal auf den Treppen sitzen und nichts tun.

Top