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Asamkirche

Asamkirche München

Foto: Poco a poco

Bei einem Shoppingbummel durch die Sendlingerstraße kann es schon mal passieren, dass man an einer der beeindruckendsten Kirchen des Spätbarocks einfach vorbeiläuft. Denn trotz der reich verzierten Fassade fällt die Kirche dadurch, dass sie mitten zwischen den Häusern steht, kaum auf. Im Inneren erwartet einen ein Meisterwerk prunkvollen Barocks und filigranen Rokokos. Ursprünglich ist die Kirche dem heiligen Nepomuk geweiht und trägt daher auch den Namen Sankt Johann Nepomuk.

Die Gebrüder Asam und ihre eigene Kirche

Asamkirche

Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam waren zwei der berühmtesten Architekten und Stuckateure des bayerischen Barocks und wirkten an vielen Kirchen-, Kloster und Schlossbauten mit. Mit einer privaten Kirche nur für sich selbst wollten sie gleich neben ihrem Wohnhaus in der Sendlingerstraße ein persönliches Werk zu Ehren Gottes und zugunsten ihres Seelenheils schaffen. Von seinem Schlafzimmerfenster aus konnte Egid Quirin Asam übrigens direkt auf den Hochalter blicken.

Durch keine Vorgaben eines Bauherren eingeschränkt, ließen die beiden Künstler beim Bau und der Ausgestaltung der Kirche 1733-35 ihrem Genie freien Lauf. Der überschäumende Prunk im Inneren zeigt dies ebenso wie einige Außergewöhnlichkeiten: So ist die Kirche beispielsweise statt nach Osten nach Westen ausgerichtet und das Kreuz hängt wesentlich tiefer als üblich. Nach Protesten der Münchner Bevölkerung mussten die Brüder Asam die Kirche nach dem Bau dann gegen ihre ursprünglichen Pläne doch der Öffentlichkeit zugänglich machen.
 

Die Fassade


Zwischen Shops und Cafés erhebt sich plötzlich eine barocke Welt aus der Häuserfassade der Sendlingerstraße. Zwei wuchtige Felsen erwachsen aus dem Säulenkapitell des Eingangs. Über dem Portalgiebel wacht vor dem großen Ostfenster die Statue des heiligen Nepomuk. Ihm stehen Engel zur Seite und im Giebel darüber die göttlichen Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung.
 

Der prunkvolle Innenraum

Asamkirche München

Foto: Poco a poco


Auf einem sehr kleinen Raum von gerade mal 22 mal 8 Metern gelang den Brüdern hier ein Meisterwerk. Mit seinen übermäßig vielen Stuckaturen und Verzierungen auf so geringer Fläche überwältigt einen der Innenraum der Kirche. Besonders beeindruckend ist der Chorbereich, dessen Dreifaltigkeitsfiguren durch versteckte Fenster indirekt beleuchtet sind und von hinten erstrahlen. Über dem prunkvollen Hochaltar thront auf einem dreidimensional dargestellten Gnadenstuhl Gottvater mit der dreifachen, päpstlichen Tiara. Der Anblick gewinnt noch an Intensität, wenn Sie die Kirche morgens besichtigen: Dann fallen die Lichtstrahlen vom Ostfenster ein und mystifizieren die Architektur zusätzlich.

Vertikal ist der Innenraum in dreigeteilt, sinnbildlich für die barocke Weltanschauung: Der düstere unter Teil mit Sitzbänken gehört den Besucher und symbolisiert das irdische Leid. Der mittlere, in Weißtönen gehaltene Abschnitt ist dem Kaiser vorbehalten. Der oberste Abschnitt ist Gott gewidmet: Die prunkvolle Deckenmalerei, die das Leben des heiligen Nepomuk darstellt, suggeriert eine Öffnung zum Himmel und erstrahlt hell durch das Licht der Fenster.
 

Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung

Lage: Die Asamkirche liegt in der Sendlingerstraße zwischen dem Sendlinger Tor und dem Marienplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel: Zum Sendlinger Tor läuft man kanpp 3 Minuten. Hier halten die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U6 und U7 sowie die Trambahnen 16, 17, 18, 27 und 28 und der Bus 62. Zum Marienplatz sind es rund fünf Gehminuten. Dort halten alle S-Bahn-Linien, ebenfalls die U3 und U6 sowie der Bus 52.

Parken: Die Parkmöglichkeiten sind sehr beschränkt. Ein kostenpflichtiges Parkhaus befindet sich jedoch im Oberanger nahe des St.-Jakobs-Platzes.

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Asamkirche

Sendlingerstr. 32
80331 München

Anfahrt mit der

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