Geschichte

Au

Der Stadtteil Au wurde 1854 nach München eingemeindet. Erstmals erwähnt wurde er 1340 als "Awe ze Gyesingen", das Land am Wasser. Ursprünglich war die Au ein Herbergenviertel für Handwerker, Kleingewerbetreibende, Arbeiter und Tagelöhner vor den Toren der Stadt. Die kleinen Herbergshäuser erinnern an die ärmlichen und beengten Lebens- und Arbeitsverhältnisse der damaligen Zeit.

In der Gründerzeit, insbesondere in den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Krieg von 1870/71, entwickelte sich die Au zu einer Arbeitervorstadt. Der Stadtteil expandierte, Wohnraum für die wachsende Zahl der Beamten, Angestellten und Arbeiter in der Stadt musste geschaffen werden.

Mit der Jahrhundertwende kamen genossenschaftliche Wohnungen dazu. Über die Hälfte des Häuserbestandes in der Au wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört.