Freimann

Allianzarena Freimann Galerie

Freimann im Münchner Norden ist vor allem für ein Bauwerk weltbekannt: Die Allianz Arena ist das Fußballstadion des FC Bayern. Mit dem Englischen Garten, der Fröttmaninger Heide und der Oberen Isarau besitzt der Stadtteil außerdem bedeutende Naherholungsgebiete. Und die Studentenstadt ist das größte studentische Wohngebiet Deutschlands.

Allianz-Arena: Roter Fußballtempel

Allianz Arena rot beleuchtet, Foto: 381219166/Isaac Mok / Shutterstock.com
Foto: 381219166/Isaac Mok / Shutterstock.com

Ob man vom Norden nach München reinfährt oder die Stadt in nördlicher Richtung verlässt: Die Allianz Arena wird man in beiden Fällen nicht übersehen. Schon gar nicht, wenn es dunkel ist, denn dann leuchtet der Fußballtempel in der Farbe des FC Bayern (Rot). Das Stadion wurde am 19.5.2005 eröffnet. Hier fand auch der Auftakt der Fußball-WM 2006 zwischen Deutschland und Costa Rica statt. Seitdem tragen die Bayern ihre Heimspiele in der futuristischen Stätte aus. Bis zum Saisonende 2017 war die Arena auch Spielstätte des TSV 1860. Der Name Allianz Arena ist mittlerweile im Fußballjargon ein weltweit geläufiger Begriff.

, Foto:  Allianz Arena/B. Daucke, Montage: muenchen.de
Foto: Allianz Arena/B. Daucke, Montage: muenchen.de

Geplant wurde der Fußballtempel vom Schweizer Architektenbüro Herzog & de Meuron. Charakteristisch ist die Außenfassade, die aus 2.760 Folienkissen besteht, die durch Leuchstoffröhren erhellt werden können. Momentan bietet die Arena Platz für über 70.000 Zuschauer. Besonderes spektakulär ist es, wenn die Allianz Arena nicht in den gewohnten Farben Rot, Blau oder Weiß leuchtet, sondern etwa grün – wie in jüngster Zeit anlässlich des St. Patricks Day. Auch ein Besuch der FCB-Erlebniswelt im Stadion lohnt sich auf jeden Fall, denn hier kann man so einige Dinge erfahren, die möglicherweise dem eingefleischtesten Bayern-Fan noch neu sind.

Naherholung: Englischer Garten und Fröttmaninger Heide

Grillplätze an der Isar

Obwohl Freimann eigentlich eher für seine Industrie- und Wohngebiete bekannt ist, befinden sich hier einige schöne Naherholungsgebiete. Den Englischen Garten verbindet man meist eher mit Schwabing und dem Lehel, dabei liegt fast der komplette nördliche, zugegebenermaßen weniger belebte Teil in Freimann. Die Fröttmaninger Heide gehört ebenfalls teilweise dazu. Das Naturschutzgebiet hat eine reichhaltige Fauna und Flora und eignet sich perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang oder eine Radtour. Die Obere Isarau schließt an den Englischen Garten an. Hier gibt es noch einen hohen Baumbestand.

Shopping, Essen und Übernachten

Fröttmaninger Berg: Technik trifft Geschichte

Windrad Freimann, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Auch eine Besteigung des Fröttmaninger Bergs gegenüber der Allianz Arena lohnt sich. Auf dem Gipfel thront die von den Münchner Stadtwerken betriebene, weithin sichtbare Windkraftanlage. Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit liegt am Fuß des Berges. Hier steht die Heilig-Kreuz-Kirche, die älteste erhaltene Kirche auf Münchner Stadtgebiet, deren Ursprünge wohl auf das 9. Jahrhundert zurückgehen. In unmittelbarer Nähe steht auch die Kläranlage Gut Großlappen, deren Turmanlagen sehr futuristisch anmuten. Wegen der Geruchsentwicklung muss man sich übrigens keine Sorgen machen: Die Anlage gehört zu den modernsten Europas und faulige Gerüche sind kaum wahrnehmbar.

Studentenstadt: Größte Studierendensiedlung Deutschlands

Hochhäuser der Studentenstadt Freimann, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Wenn man von Fröttmaning aus Richtung Zentrum fährt, dann ist sie nicht zu übersehen: Die Studentenstadt. Sie besteht aus 14 Häusern, die knapp 2.500 Wohnplätze bieten. Damit ist die Studentenstadt die größte Studentensiedlung Deutschlands. Der Bau begann 1961 und war nach vier Bauphasen 1975 fertiggestellt. Die Studentenstadt ist in eine Altstadt und eine Neustadt geteilt. Der Klientel angemessen gibt es hier ein reges Nachtleben mit eigenen Kneipen und Diskotheken. Und auch kulturell ist einiges geboten mit dem StuStaCulum-Festival als jährlichem Höhepunkt.

Insidertipps für Freimann

  • Zum Radfahren oder Wandern ist der Weg am Schleißheimer Kanal perfekt: Ob man sich nach Norden in Richtung der Schlösser von Schleißheim orientiert oder in die südliche Richtung über den Auer Mühlbach bis zur Residenz – zu sehen gibt es in beiden Richtungen eine Menge…
  • Das Metropoltheater ist eine renommierte Adresse in der deutschen Theaterlandschaft. Es wurde beispielsweise 2008 mit dem Preis für das beste Off-Theater ausgezeichnet. Einen Besuch lohnt auch das zugehörige Café, denn hier finden oft spontan kleine Performances und Aufführungen statt.
  • Wer den Stadtteil einmal genauer kennenlernen möchte, sollte sich auf den KulturGeschichtsPfad begeben.

 

Leben in Freimann: Das Wohn- und Industriegebiet

Moderne Häuser in Freimann, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Vorwiegend ist der Stadtteil Freimann eine Mischung aus Industrie- und Wohngebiet. Ein besonders schönes Wohnviertel ist dabei die Alte Heide, deren Häuser größtenteils aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stammen. Nah an Schwabing gelegen und dennoch nicht ganz so hektisch, besitzt das Viertel für die Bewohner hohe Attraktivität. Daneben gibt es – nicht nur in der Studentenstadt – viele größere Wohneinheiten, etwa am Frankfurter Ring. Am nördlichen Ende Freimanns kann man aber auch noch das ein oder andere fast herrschaftlich anmutende Haus finden, die in der früher sehr abgeschotteten Lage errichtet wurden.

Einfahrt Bayerischer Rundfunk Freimann mit Sendeturm, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Freimann ist zudem ein nicht unbedeutender Wirtschaftsstandort in der bayerischen Landeshauptstadt. Der Euro-Industriepark hier ist eine der größten Gewerbeeinheiten Münchens, zahlreiche Abholgroßmärkte und Handelsketten haben hier Ableger. Mit dem M.O.C. Veranstaltungs- und Ordercenter befindet sich ein wichtiger Messestandort im Stadtteil, in dem jährlich um die 120 verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Der Bayerische Rundfunk hat außerdem viele seiner Studios in Freimann errichtet. Auch das Institut für Rundfunktechnik, das Forschungsinstitut aller öffentlich-rechtlichen Sender, hat in Freimann seinen Sitz.

Sehenswürdigkeiten in Freimann

Garten mit Skulpturen des Kulturzentrums Mohr-Villa, Foto: Christian Brunner
Foto: Christian Brunner

Freimann ist – abgesehen von den bereits erwähnten Bauwerken – nicht so reich an Sehenswürdigkeiten wie das zum Stadtbezirk gehörende Schwabing. Ansehen sollte man sich definitiv die Mohr-Villa in der Situlisstraße, in der Theateraufführungen, Ausstellungen und Konzerte stattfinden, und die daher auch als das kulturelle Zentrum Freimanns bezeichnet wird. Ein interessantes Bauwerk ist ebenfalls die Kirche St. Albert, ebenfalls in der Situlisstraße. Und wenn man vom Sightseeing erschöpft ist, dann muss man auf jeden Fall in den Aumeister-Biergarten am Nordende des Englischen Gartens gehen, der zu den beliebtesten und schönsten Münchens gehört.

Freimann kurios

In Freimann befand sich in den 50er und 60er Jahren einer der unschönsten Orte Münchens. Im Zuge des Wirtschaftswunders wuchs die Müllmenge in der bayerischen Landeshauptstadt dramatisch an. Man brauchte also einen Müllberg mit Verbrennungsanlage. Als man den Ort gefunden hatte, musste eine Siedlung weichen und fortan wurde hier Müll im großen Stil entsorgt. Die Folge waren Umweltschäden, es bildete sich sogar ein „Giftsee“. In den 70er und 80er Jahren gelangte man zur Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen konnte und man beschloss, das Mülldepot zu renaturieren. Unter großem technischen Aufwand gelang dies und heute ist die ehemalige Mülldeponie ein schönes und äußerst beliebtes Naherholungsgebiet: Sie heißt Fröttmaninger Berg…

Historisches: Die Gemeinde der "freien Männer"

Die ehemalige Gemeinde Freimann wurde im Jahre 957 unter der Bezeichnung "Frienmannun" erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bezeichnet Personen, die zwar persönlich frei, aber mit dem Boden zinsbar waren, so genannte Freimänner. Im Jahre 1818 bildete sich die Gemeinde Freimann. In den 1920er Jahren wurde neben dem Ausbesserungswerk der Reichsbahn eine große Siedlung gebaut, etwas später folgte die Siedlung zwischen der Freisinger Landstraße und dem Schleißheimer Kanal. Im Jahre 1931 wurde Freimann nach München eingemeindet.

Abgrenzung Freimann

Der Stadtteil Freimann liegt zwischen Milbertshofen-Am Hart im Westen und der Isar beziehungsweise der Oberen Isarau im Osten. Freimann bildet die Stadtgrenze im Norden, im Süden schließt sich Schwabing an. Der Stadtteil ist mit der U6 Richtung Garching-Forschungszentrum gut erreichbar. Straßenbahn- und Buslinien ergänzen das Verkehrsnetz.

Ungererbad: Studenten, Familien und Szenegänger

Im Ungerer Freibad, das im benachbarten Schwabing liegt, treffen sich von Studenten über Familien bis hin zu Szenegängern, Künstlern und Promis alle, die Lust auf Badespaß haben. Sportfans können sich im Schwimmbecken richtig verausgaben, daneben gibt es noch zwei Becken zum Abtauchen und Erfrischen. Abseits des Wassers ist ebenfalls einiges geboten: Eine Trampolinanlage, Beachvolleyballfelder und ein Fußballplatz sorgen dafür, dass garantiert keine Langeweile aufkommt.
Mehr Informationen zum Ungererbad 

Freimann in Zahlen

Die Stadtteile Freimann und das südlich gelegene Schwabing bilden zusammen den Stadtbezirk 12.

- Einwohner des Stadtbezirks: 77.188
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 30
- Fläche in Hektar: 2.567,22
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

Das könnte Sie auch interessieren

X
Event-Highlights und Freizeit-Tipps

muenchen.de als Newsletter!

Mit aktuellen Event-Highlights und Freizeit-Tipps:
Die Einwilligung zum Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen
Top