Hadern

Klinikum Großhadern Galerie

Hadern ist in erster Linie ein Wohnviertel, das einerseits durch große Wohnblöcke und andererseits schmucke Einfamilienhäuser geprägt ist. Bekannt ist der Stadtteil vor allem durch das Klinikum Großhadern, das größte Krankenhaus Münchens. Zudem befindet sich hier der Waldfriedhof, wahrscheinlich die schönste Begräbnisstätte der Landeshauptstadt.

Klinikum Großhadern: Medizin im XXL-Format

U-Bahnhof Klinikum Großhadern, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Das Klinikum Großhadern gehört zur Ludwigs-Maximilians-Universität und ist eine der größten Universitätskliniken Europas, wobei hier auch die Innenstadtkliniken dazugerechnet werden. Hervorstechend für das Klinikum Großhadern ist das 60 Meter hohe, in der Form eines Riegels erbaute Reihenbettenhaus. Der Baubeginn war im Jahr 1967, 1974 wurde dann der Krankenhausbetrieb aufgenommen. Das Areal ist ungefähr 70 Hektar groß und wurde bereits vor Baubeginn so ausgelegt, dass auch in der Zukunft genug Raum für Erweiterungen und Anbauten vorhanden ist.

Shopping, Essen und Übernachten

Leben in Hadern: Zwischen Wohnblock und Einfamilienhaus

Klinikum Augustinum in München Hadern, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

In weiten Teilen Haderns, vor allem im Süden, bestimmen Einfamilienhäuser aus der Gründer- und der Zwischenkriegszeit das Erscheinungsbild. Auf Flächen, die früher für den Kiesabbau und die Landwirtschaft genutzt wurden, entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg große Wohnanlagen: in Kleinhadern an der Senftenauerstraße, in der Blumenau, westlich der Silberdistel- und Waldwiesenstraße und nördlich der Gräfelfinger Straße. Die Siedlung Neuhadern mit Altenwohnstift und Stiftsklinik Augustinum wurde ebenfalls in der Nachkriegszeit erbaut. Der Stadtteil wird durch die Autobahn A 96 München-Lindau geteilt, die durch Kleinhadern und die Blumenau führt.

Wohngegend in München Hadern, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Auch wenn auf den ersten Blick die Hochhausbauten das Stadtteilbild dominieren, ist dennoch der dörfliche Ursprung des Viertels noch zu sehen. Wenn man etwa die Heiglhofstraße abschreitet, erinnert hier noch vieles an den Charme eines kleinen Dorfes, etwa in Form der zahlreichen traditionellen Wirtshäuser. Rund um die U-Bahn-Station Haderner Stern sind viele neue Wohnanlagen entstanden. Ein beliebter Treffpunkt für die Bewohner sind die dortigen Einkaufspassagen. Samstags gibt es hier auch oft einen Markt, auf dem sich allerlei kulinarische Köstlichkeiten finden lassen.

Waldfriedhof: Größte Begräbnisstätte Münchens

Waldfriedhof Fürstenried - Alter Teil, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Der Waldfriedhof ist mit knapp 170 Hektar Fläche der größte Friedhof der bayerischen Landeshauptstadt. Der Friedhof, der 1907 in einen Wald gebaut wurde, war der erste seiner Art auf der ganzen Welt. Er ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die alle einen eigenen Charakter haben. Der Alte Friedhof etwa ist von einer leicht düsteren und dennoch romantischen Atmosphäre geprägt. Es gibt auch ein islamisches Gräberfeld, auf dem seit 1955 Muslime bestattet werden. Auf dem Waldfriedhof sind beispielsweise der Schriftsteller Frank Wedekind und der NS-Widerstandskämpfer Kurt Huber begraben. Die Begräbnisstätte eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge, denn hier gibt es sehr viel zu entdecken.

Hadern kurios

Das Viertel Blumenau in Hadern hat weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick etwas mit dem zu tun, was man sich gemeinhin unter einer „Blumen-Au“ vorstellen würde. Vielmehr prägen große Wohnblöcke das Bild. Warum es dennoch Blumenau heißt? Vielleicht findet man die Erklärung dafür, wenn man durch die Veilchen-, Krokus-, Silberdistel- oder Primelstraße spaziert. Die Bewohner dieser Gegend benannten die Straßen nämlich früher nach den Namen der Blumen, die sie in ihren Gärten pflanzten. Zunächst wurde der Name Blumenau aber nur für die in der Nähe gelegene Neubausiedlung verwendet. Erst 1993 erhielt der ganze nördliche Bezirk Haderns den Namen Blumenau...

Haderner Sehenswürdigkeiten

St. Peter Kirche in München Hadern, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Hadern beherbergt sicher nicht die spektakulärsten Bauwerke Münchens, aber wenn man sich im Viertel aufhält, kann man ein paar Sehenswürdigkeiten begutachten. Die Kirche St. Peter ist ein Symbol für den dörflichen Charakter des Stadtteils. Hier sind noch spätgotische und barocke Plastiken des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus erhalten. Ein interessantes Bauwerk ist auch die Kirche St. Canisius. Sie wurde zwar erst im 20. Jahrhundert errichtet, doch durch ihre Bauweise erinnert sie an den Stil der Gotik und des Barock. Im Stadtteil befindet sich zudem die Kriegsgräberstätte München, die zu den größten Soldatenfriedhöfen Deutschlands zählt.

Westbad: Spaß für Jung und Alt

Westbad, Foto: Robert Goetzfried
Foto: Robert Goetzfried

Von Hadern gut zu erreichen ist das Westbad im benachbarten Stadtteil Pasing. In diesem Bad sind Hallen- und das Freibad direkt nebeneinander. Das Westbad verbindet unter seiner großen Glaskuppel sportlichen Anspruch mit Badespaß für die ganze Familie und verwöhnt seine Gäste in der offenen Saunalandschaft mit verschiedenen Aufgüssen, Dampfbad und Sanarium. Vor allem die beiden großen Whirlpools sind den Besuch eigentlich schon wert. Die Liegewiesen im Freibad sind übrigens die größten in ganz München.
Mehr Informationen zum Westbad
 

Historisches: Vom Dorf zum großen Wohngebiet

Das Dorf "haderun" wurde zum ersten Mal im 11. Jahrhundert erwähnt. Großhadern gehörte zum Kloster Benediktbeuern, Kleinhadern zum Kloster Schäftlarn. Ursprünglich ein altes Bauerndorf, wurde Hadern 1938 nach München eingemeindet. Strukturen der früheren bäuerlichen Siedlung sind rund um den alten Dorfkern an der Heiglhof- und Würmtalstraße in Großhadern noch zu erkennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl rasch an. Während bei der Eingemeindung 1938 gerade einmal 6.900 Bürger in Hadern lebten, waren es 1970 schon 30.500 und 1984 rund 42.000 Einwohner.

Insidertipps für Hadern

  • Mit dem kulturellen Kleinod M-Pore gibt es in Hadern eine Bühne, auf der zahlreiche Künstler, ob aus der Musik, dem Kabarett oder dem Theater, ihr Können unter Beweis stellen.
  • Zweimal im Jahr findet am Max-Lebsche-Platz das Haderner Dorffest statt. Zwar nicht ganz so groß wie das Oktoberfest, zieht es mittlerweile dennoch auch immer mehr Besucher aus anderen Vierteln an.
  • Wer den Stadtteil einmal genauer kennenlernen möchte, sollte sich auf den KulturGeschichtsPfad begeben.

Abgrenzung Hadern

Westlich der Fürstenrieder Straße, zwischen der Senftenauerstraße im Norden und der Autobahn A 95 (München-Garmisch) im Süden, bildet der Stadtteil Hadern den südwestlichen Stadtrand. Ein großer Teil der Fläche von Hadern wird im Süden vom Waldfriedhof eingenommen. Gut erschlossen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Stadtteil Hadern durch die U-Bahnlinie 6, die bis zum Klinikum Großhadern führt.

Hadern in Zahlen

Hadern ist Münchens Stadtbezirk 20.

- Einwohner des Stadtbezirks: 50.567
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 55
- Fläche in Hektar: 922,37
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

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