Nymphenburg

Stadtteilspaziergang Nymphenburg Galerie

Das berühmte Schloss Nymphenburg prägt das gleichnamige Gebiet westlich der Innenstadt. Der vergleichsweise ruhige Stadtteil wird von Münchnern wie Touristen gleichermaßen wegen seiner Parks und Grünflächen geschätzt und bietet einen hohen Freizeitwert.

Erholung und Ruhe in weitläufigen Parks

Hirschgarten in München, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Nymphenburg wird oft als „grüne Oase“ in der Münchner Innenstadt bezeichnet. Nicht nur der Park um das berühmte Schloss Nymphenburg und der nebenan gelegene Botanische Garten locken im Sommer Erholungssuchende an. Auch der weitläufige Hirschgarten mit Münchens größtem Biergarten, einem Hirschgehege und zahlreichen Spiel- und Grillmöglichkeiten erfreut sich großer Beliebtheit. Bestes Bade- und Saunavergnügen bietet das Dantebad mit beheiztem Außenbecken und Sommerfreibad. Darüber hinaus gibt es in Nymphenburg prachtvolle Straßenzüge mit Gründerzeitvillen zu bestaunen.

Bildergalerie: Der Hirschgarten in Nymphenburg

Häuserpracht aus Gründerzeit und Jugendstil

Durch seine repräsentative und gehobene Bausubstanz unterscheidet sich Nymphenburg vom benachbarten Neuhausen. Im Umkreis der Schlossanlage entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine malerische Bebauung mit Gründerzeitvillen. Viele dieser prachtvollen Häuser sind heute noch zu besichtigen, etwa in der Gegend um das Rondell Neuwittelsbach. Auch in der Villenkolonie Gern, nördlich des Nymphenburger Schlosskanals, finden Architekturbegeisterte einen großen Bestand an sehenswerten Altbauten aus der Jugendstil-Zeit.

Shopping, Essen und Übernachten

Geschichte: Vom kurfürstlichen Geschenk zum Stadtteil

1664 wurde mit dem Bau des heutigen Schlosses begonnen. Das Grundstück war ein Geschenk des Kurfürsten Ferdinand Maria an seine Gattin Henriette Adelaide von Savoyen anlässlich der Geburt des Kronprinzen Max Emanuel. Die Kurfürstin selbst gab dem Schloss den Namen „Nymphenburg“. In den folgenden Jahrzehnten wurde nicht nur das Anwesen erweitert und der Park angelegt, es entstanden zudem erste Wohnhäuser im Umkreis. Bis ins 19. Jahrhundert waren Nymphenburg und Gern noch stark ländlich geprägt. Im Zuge des enormen Wachstums der Stadt Münchens ließen sich auch hier immer mehr Menschen nieder. Im Jahr 1899 wurde Nymphenburg mitsamt dem Hirschgarten nach München eingemeindet.

Kultur in Nymphenburg

"Problem"- Bär Bruno beim Honigklau, Foto: München Tourismus
Foto: München Tourismus

Gleich mehrere bemerkenswerte Museen sind in der früheren kurfürstlichen Residenz Schloss Nymphenburg angesiedelt. Im Naturkundemuseum Mensch und Natur erhalten Besucher Einblicke in die Geschichte und Artenvielfalt unseres Planeten. Das Marstallmuseum präsentiert Exponate aus der Zeit der bayerischen Kurfürsten und Könige, darunter Schlitten aus dem Fuhrpark Ludwigs II. Das Porzellanmuseum erzählt die über 200-jährige Geschichte der berühmten Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Und im Erwin von Kreibig Museum sind Bilder des Schwabinger Künstlers und anderer lokaler Maler ausgestellt. Weitere Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen finden im Kulturpavillon am Romanplatz statt. In musikalischer Hinsicht lockt das Kultur- und Konzertzentrum „Backstage“ am Hirschgarten vor allem jüngeres Publikum an.

Nymphenburger Sehenswürdigkeiten

, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman

Über allen anderen Sehenswürdigkeiten im Stadtteil thront natürlich das barocke Schloss Nymphenburg. Der beeindruckende Bau aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist umgeben vom weitläufigen Schlosspark. Auf dem Gelände befinden sich zudem kleine Lustschlösschen wie die Badenburg oder die Amalienburg sowie der Apollotempel. Der Botanische Garten mit Palmenhaus schließt sich nördlich an den Schlosspark an. Am östlichen Ende des Schlosskanals liegt der überdachte Hubertusbrunnen. Zu den bedeutendsten Sakralbauten in Nymphenburg zählen die evanglisch-lutherische Stephanuskirche und die katholische Kirche Christkönig.

Fotos: Der Schlosspark Nymphenburg in Bildern

Freizeit in Nymphenburg

, Foto: SWM
Foto: SWM

Das Dantebad im Bezirk Neuhausen-Nymphenburg zählt zu den beliebtesten Münchner Bädern. Beheizte Außenbecken garantieren im Winter wie auch im Sommer höchstes Badevergnügen. Die große Saunalandschaft lädt ebenfalls zum Entspannen ein. Das nebenan gelegene Dantestadion ist Münchens viertgrößte Sportanlage. Hier trägt unter anderem das Football-Team der Munich Cowboys vor bis zu 12.000 Zuschauern seine Heimspiele aus.

Skateboard-Begeisterte können sich auf der Skateanlage am Hirschgarten austoben. Am Nymphenburger Schlosskanal treffen sich zu jeder Jahreszeit Jogger und im Winter auch Eisstockschützen. An der Grenze zu Neuhausen befindet sich mit dem Taxisgarten ein schöner Biergarten, der zwar kleiner als der im Hirschgarten, aber bei Kennern kaum weniger beliebt ist.

Insidertipps für Nymphenburg

Lage Nymphenburg

Nymphenburg befindet sich am westlichen Rand des Bereiches, der üblicherweise als „Innenstadt“ bezeichnet wird. Obwohl ihr Name Anderes vermuten lässt, liegen große Teile der bedeutenden Verkehrsader Nymphenburger Straße noch in Neuhausen, das östlich an Nymphenburg angrenzt. Im Westen bildet der Schlosspark die Grenze zum Bezirk Pasing-Obermenzing. Das Kapuzinerhölzl (Moosach) und der Westfriedhof begrenzen Nymphenburg nach Norden, im Süden endet der Stadtteil an den Gleisanlagen zum Hauptbahnhof.

Nymphenburg in Zahlen

Zusammen mit dem östlich angrenzenden Neuhausen bildet Nymphenburg den Stadtbezirk 9.

- Einwohner des Stadtbezirks: 99.538
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 77
- Fläche in Hektar: 1.291,45
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

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