Der 1. Mai ist gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland und Tag der Arbeit. In München feiert der Deutsche Gewerkschaftsbund nach der traditionellen Demonstration und einer Kundgebung gemeinsam mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt alljährlich ein Kulturfest auf dem Marienplatz. Auf dem dazugehörigen Infomarkt stellen sich Parteien, Verbände, Gewerkschaften und weitere Organisationen vor.
Programm:
09:45 Uhr Auftaktkundgebung
mit Samba-Musik vor dem Gewerkschaftshaus München in der Schwanthalerstr. 64
10:15 Uhr Demonstrationszug
vom Gewerkschaftshaus zum Marienplatz
11:00 Uhr Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz
Begrüßung durch Simone Burger, Vorsitzende des DGB München
Grußwort von Christian Ude, Oberbürgermeister der LH München
DGB-Jugend Aktion
Rede von Luise Klemens, Landesbezirksleiterin ver.di-Bayern
12:00 Uhr Kulturfest
mit Infomarkt (bis 17:00 Uhr) auf dem Marienplatz, Rosen- und Kaufingerstraße
(ab 17:30 bis 22:00 Uhr laut.stark Open Air)
Tag der Arbeit
Der Maifeiertag geht ursprünglich zurück auf die blutige Niederschlagung eines Streiks im Mai 1886 in Chicago. Die Sozialistische Internationale rief 1889 in Erinnerung an dieses Ereignis den 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung aus und organisierte in Folge Massenstreiks und Demonstrationen. Allerdings war während der Kaiserzeit in Deutschland an einen offiziellen Feiertag nicht zu denken.
Deshalb wurde der 1. Mai in Deutschland erst 1919 zum Feiertag - aber auch nur in diesem einen Jahr, da sich die Parteien auf eine weitere Durchführung nicht verständigen konnten. Ab 1933 nutzten die Nationalsozialisten den Tag der Arbeit alljährlich für ihre Propagandazwecke aus und ernannten ihn zum offiziellen Feiertag. Nach dem Krieg erlaubten die Alliierten 1946 der Arbeiterschaft (in beschränktem Rahmen) den 1. Mai zu begehen. 1949 wurde der 1. Mai dann endgültig ein gesetzlicher Feiertag in der Bundesrepublik und der DDR.





