Er war Münchner aus ganzem Herzen und verließ Zeit seines Lebens seine Heimatstadt nur ungern: Karl Valentin, der unverwechselbare Komiker und Schriftsteller mit seinem absurd-skurrilen Wortwitz. Geboren wurde Valentin, der oft mit Charlie Chaplin verglichen wird, 1882 im Münchner Stadtteil Au. Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus (heute Zeppelinstraße 41) erinnert noch heute daran. Kuriose Exponate aus dem Leben des Komikers findet man im Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor. Am Viktualienmarkt steht außerdem eine Brunnenfigur (Foto) des berühmten Münchner Bürgers.
Auf der Bühne des „Frankfurter Hofs“ in der Münchner Schillerstraße begeisterte Karl Valentin ab 1908 als Volkssänger das Publikum. Dort lernte er auch „Liesl Karlstadt“ kennen - das skurrile Paar schreibt in der Folge mit Situationskomik und scharfem Witz Bühnengeschichte. 1931 eröffnet Karl Valentin sein „Goethe-Theater“ in der Leopoldstraße, das er jedoch wegen strenger behördlicher Auflagen bald wieder schließt. Im Oktober 1934 folgt sein „Lach- und Gruselkeller“, das Panoptikum. Es wird ein Misserfolg und ruiniert ihn finanziell. Valentin zieht daraufhin in den Münchner Vorort Planegg und kann an seine früheren Bühnenerfolge nicht mehr anknüpfen. Am 9. Februar 1948 stirbt der unterernährte Valentin an einer Lungenentzündung und wird auf dem Waldfriedhof in Planegg begraben.




