Das große Böllerschießen zum Ende der Wiesn 2017

(3.10.2017) Knallend verabschiedete sich die Wiesn von ihren Gästen! Beim Böllerschießen läuteten die Schützen am Dienstag um Punkt 12 Uhr mit einer Blaskapelle das Ende des Oktoberfests ein. Beim diesjährigen Böllerschießen regnete es zunächst stark. Aber nach den ersten Schüssen wurde man wohl von Petrus erhört und das Wetter war schlagartig besser.

Bilder: So knallte es beim Böllerschießen 2017 an der Bavaria

Die Tradition des Böllerschießens

Böllerschießen auf der Wiesn, Foto: muenchen.de/Immanuel Rahman

Rund 60 Männer und Frauen geben jährlich auf der Treppe vor der Bavaria einen Salut ab. Das ist nicht nur ziemlich laut - sondern auch optisch spannend. Denn nach jedem Knall zieht dichter weißer Rauch über die Schützen hinweg. In Deckung braucht man aber nicht zu gehen: In den Böllergeräten werden keine Kugeln,  sondern gekörntes Schwarzpulver verschossen. Damit der Salut auch einwandfrei funktioniert, üben die Böllerschützen meist bereits Anfang September auf der Schießanlage. Dazu gesellen sich auch Gewehrschützen mit Salven und eine Blaskapelle spielt traditionell auf.

Die Tradition des Böllerschießens in Bayern geht auf das späte 15. Jahrhundert zurück. Das Böllern galt als Ehrerbietung für höhergestellte Personen, als freudiger Salut für Geburtstage oder Taufen und diente zur Abwehr von bösen Geistern und - in einigen Tälern noch bis ins 20. Jahrhundert - als Warnung vor Gefahren.

Und Wiesn-Besucher müssen sich natürlich keine Sorgen machen: Das laute Knallen um 12 Uhr gehört zum Böllerschießen dazu.

Das große Finale der Wiesn

Böllerschießen auf der Wiesn, Foto: muenchen.de/Katy Spichal

So, wie die Wiesn mit den traditionellen zwölf Böllerschüssen nach dem Fassanstich beginnt, so endet sie auch auf typisch bayerische Art mit Blaskapelle und Böllern. Natürlich ist die Wiesn nicht sofort nach dem Schießen beendet, die Fahrgeschäfte und Festzelte haben noch bis in den Abend geöffnet.

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