Krampuslauf über den Münchner Christkindlmarkt

So, 10.12.17, 15:00 Uhr | Weitere Termine

Marienplatz

Marienplatz 1
80331 München

Sie schauen gruselig aus - aber sind doch eigentlich recht harmlos: Gestalten in archaischen Masken erschrecken beim Krampuslauf auf dem Christkindlmarkt rund um den Marienplatz die Passanten. Die unheimlichen Gesellen mit den zotteligen Fellkostümen treiben zwei Mal ihr Unwesen : Am Sonntag, 10.12. ab 15 Uhr und am Sonntag, 17.12.2017 ab 16 Uhr.

25 Krampusgruppen aus Bayern, Österreich und Südtirol

Tom Bierbaumer, Gründer und Chef der 1. Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl Pass“, organisiert den großen Krampuslauf am 10.12.  sowie den Krampuslauf am 17.12.  Seit  2001 engagiert sich ”Sparifankerl-Pass”, was mundartlich ”Teufels-Gruppe” bedeuted, für die Erhaltung des winterlichen Brauchtums.

Beim großen Krampuslauf am 17.12. nehmen circa 25 Gastgruppen aus Bayern, Österreich und Südtirol teil. Freut Euch außerdem auf Gruppen wie den "Brauchtumsverein D'Ewig Wendt Pass Bad Goisern", "Mordred Pass" oder die "Teufelsgarde". Mit dabei ist auch die „Brauchtumsgruppe Techelsberg“, die die das Kärntner Brauchtum präsentiert. Ebenfalls nimmt die Gruppe "Igonta Pass" teil, die vom Kärtner Brauchtumsverband ausgezeichnet wurden.

Bilder: So war der erste Krampuslauf 2016

Die Krampus-Tradition

Krampuslauf auf dem Marienplatz, Foto: Immanuel Rahman

Der Krampus ist der unheimliche Geselle an der Seite des gütigen Nikolaus. Während letzterer bei unartigen Kindern gerne mal ein Auge zudrückt, rasselt der Krampus lieber furchteinflößend mit seiner Kette, um sich den nötigen Respekt zu verschaffen und unliebsame Zeitgenossen zurechtzuweisen. Das Krampuslaufen geht auf eine 500 Jahre alte Tradition aus dem alpenländischen Raum zurück. Bereits im 16. Jahrhundert zogen die sogenannten „Klabaufs“ aus: Schüler, Kantoren und Schulmeister der Frauenkirche und von St. Peter verkleideten sich als Bischöfe und verursachten angeblich derartige Unruhen, dass die Polizei ausrücken musste. Der Brauch des Krampuslaufs erfreut sich besonders bei jungen Leuten wieder großer Beliebtheit.

Video: So war der Krampuslauf 2016

Schauriges Spektakel rund um den Marienplatz beim Krampuslauf. Tom Bierbaumer, Obmann der Gruppe Sparifankerl-Pass, erklärt im Video die Tradition und was den Krampuslauf in München so besonders macht...

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Aufwändige und teure Kostüme

Masken der Krampus-Gruppe Sparifankerl-Pass, Foto: Sparifankerl-Pass
Wertvoll und detailreich - eine aktuelle Maske der Münchner Gruppe "Sparifankerl Pass".

Die aufwändig gestalteten Kostüme werden jedes Jahr neu geordert und unterscheiden sich je nach Figur. Die Perchten, die ursprünglich den Winter austreiben sollten, tragen 4 bis 10 Hörner, während die Krampusse eine Zweihornmaske kennzeichnet. Die Kosten eines Kostüms liegen zwischen 1800 und 2500 Euro. Aber nicht nur kostspielig ist so ein Krampus-Outfit, sondern noch dazu ganz schön schwer. Eine Maske kann gut und gerne 10 Kilogramm auf die Waage bringen - kein Wunder, dass die Läufer nach dem Krampuslauf ganz schön außer Puste sind...

Die erste Münchner Krampusgruppe: Sparifankerl-Pass

, Foto: Immanuel Rahman

Die Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl-Pass“ läuft seit 2004 alljährlich über den Christkindlmarkt. Der Gründer der 20 Männer umfassenden Gruppe, Tom Bierbaumer, möchte das alpine Brauchtum wieder in die bayerische Landeshauptstadt bringen und organisiert den großen Krampuslauf. Er betont, dass der Münchner Krampus ein lustiger Teufel sei, der auf dem Schaulauf hautnah zum Anfassen und Bestaunen zu sehen ist und nicht, um unartige Kinder zu rügen. Meistens fürchten sich laut Bierbaumer ohnehin nur die Erwachsenen und nicht die Kinder.

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