Spitzenpolitiker*innen debattieren bei der „Siko" im Bayerischen Hof - Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen

Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026: Infos zur Siko

Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) findet vom 13. bis 15. Februar 2026 statt. Die „Siko" gilt als wichtigstes internationales Forum für Sicherheit und Außenpolitik. Politiker*innen aus aller Welt treffen sich im Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz. München wird an diesem Wochenende zum Hotspot der Weltpolitik – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

Eröffnungsrede von Friedrich Merz bei der MSC 2026
Steffen Boettcher/MSC
Der Konferenzsaal im Bayerischen Hof während der Rede von Friedrich Merz

Wer ist 2026 bei der Siko dabei und worum geht es?

Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 werden mehr als 450 hochrangige internationale Gäste erwartet, darunter dutzende Staats- und Regierungschef*innen aus aller Welt. Vertreten sind vor allem europäische Staaten sowie eine große Delegation der Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die US-amerikanische Delegation führt Außenminister Marco Rubio an. Außerdem kommen der französische Präsident Emmanuel Macron, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der britische Premierminister Keir Starmer.

Die offizielle Eröffnung fand am Freitagvormittag mit Ministerpräsident Markus Söder und MSC-Chef Wolfgang Ischinger statt. Anschließend hielt Bundeskanzler Friedrich Merz eine Grundsatzrede. 

Inhaltlich steht die Konferenz nach Angaben der MSC im Zeichen tiefgreifender globaler Umbrüche. Die Teilnehmenden diskutieren unter anderem über Europas Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen aber auch sicherheitspolitische Folgen technologischer Entwicklungen. 

Auch für die Öffentlichkeit werden Veranstaltungen angeboten, die vor Ort oder per Livestream verfolgt werden können. 

Einschränkungen bei Tram 19 und 21

Wegen der Siko muss der Abschnitt Karlsplatz (Stachus) – Maxmonument von Freitag, 13. Februar, ab ca. 4 Uhr bis Sonntag, 15. Februar, ca. 16:30 Uhr gesperrt werden. Die Haltestellen Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater und Kammerspiele können deswegen nicht angefahren werden.

Dadurch kommt es bei den Tramlinien 19 und 21 zu folgenden Änderungen:

Die Tram 19 und die NachtTram N19 werden zwischen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Der Abschnitt Hauptbahnhof (Bahnhofsplatz) – Kammerspiele entfällt.

Die Tram 21 wird zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Der Abschnitt Lenbachplatz – Maximilianeum kann nicht bedient werden.

Weitere Tram- und Buslinien können ebenfalls von Umleitungen und Unterbrechungen betroffen sein, wenn im Zuge der Sicherheitskonferenz zusätzliche Sperrungen (etwa wegen der Anreise von Teilnehmern oder Demonstrationen) erforderlich werden.  

Maßnahmen und Absperrungen rund um die Sicherheitskonferenz

Munich Security Conference, Bayrischer Hof - Absperrung
Lukas Barth-Tuttas

Rund um die Sicherheitskonferenz gelten in der Münchner Innenstadt umfangreiche Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen. Um das Tagungshotel Bayerischer Hof ist ein besonderer Sicherheitsbereich eingerichtet, der nur mit Akkreditierung (Sicherheitsbereich A am Promenadeplatz) oder berechtigtem Interesse (Sicherheitsbereich B, angrenzende Straßen) betreten werden darf.

Es sind am Sicherheitsbereich und an den Kundgebungsplätzen Halteverbotszonen eingerichtet und konsequent kontrolliert.

Neben dem Promenadeplatz sind diese Straßen komplett oder teilweise gesperrt: Kardinal-Faulhaber-Straße, Prannerstraße, Salvatorstraße, Pacellistraße, Karmeliterstraße, Hartmannstraße und Maffeistraße.

Die Polizei empfiehlt, an diesem Wochenende möglichst auf Fahrten mit dem Auto in die Innenstadt zu verzichten. Die Veranstaltung wird mit einem großen Polizeiaufgebot abgesichert.

Die Demonstrationen in der Innenstadt

Zusätzlich sind für das Wochenende mehrere größere Versammlungen und Demonstrationen angekündigt, die vor allem am Samstag, den 14. Februar zu weiteren Einschränkungen und kurzfristigen Sperrungen in der Innenstadt führen können.

Am Samstag findet die voraussichtlich mit Abstand größte Veranstaltung noch bis 17 Uhr auf der Theresienwiese statt, wo tausende Menschen zu einer Protest-Demo gegen die iranische Regierung teilnehmen. Die Polizei weist darauf hin, dass es ein striktes Drohnenverbot über der Theresienwiese gibt. Verstöße dagegen werden geahndet.

Zusätzlich ist für denselben Tag ein Demonstrationszug mit etwa 4.000 angemeldeten Teilnehmenden vorgesehen, der zwischen 12:30 und 17 Uhr vom Stachus über den Odeonsplatz zum Marienplatz führt. Ebenfalls vorgesehen ist eine Menschenkette durch die Fußgängerzone vom Stachus bis zum Marienplatz, die zwischen 14 und 15:30 Uhr stattfinden soll.

Darüber hinaus ist ein weiterer Demonstrationszug mit rund 3.000 Teilnehmenden angemeldet, der von 12:40 bis 19 Uhr vom Odeonsplatz über mehrere Innenstadtstraßen bis zum Gärtnerplatz verläuft. Ergänzend dazu sind zwei stationäre Versammlungen geplant: eine am Max-Joseph-Platz mit etwa 3.000 Teilnehmenden von 13 bis 20 Uhr sowie eine weitere am Rindermarkt mit rund 1.000 Teilnehmenden von 12 bis 18 Uhr.

Infos zur Sicherheitskonferenz auf einen Blick

Wolfgang Ischinger, MSC-Chef
Lukas Barth-Tuttas/MSC
MSC-Chef Wolfgang Ischinger bei der Eröffnung 2026

Wann und wo findet die Sicherheitskonferenz statt?

Die Tagung der Münchner Sicherheitskonferenz MSC findet vom 13. bis 15. Februar 2026 im Hotel Bayerischer Hof sowie im wenige Schritte entfernten Hotel Rosewood Munich über drei Tage statt.

Wer nimmt teil?

Die Sicherheitskonferenz hat alljährlich eine hochrangige Teilnehmerliste, zu der neben Staats- und Regierungschef*innen und Minister*innen auch Vertreter*innen aus der Wirtschaft, dem Militär, der Forschung, von Verbänden und NGOs usw. zählen.

Worum geht es bei der Veranstaltung?

Die Konferenz versteht sich als „weltweit führendes Forum für Debatten zu internationaler Sicherheitspolitik". In Reden, Diskussionsforen und nicht-öffentlichen Gesprächen diskutieren die Teilnehmer*innen grundsätzliche Fragen und aktuelle Brennpunkte der Weltpolitik. Für die Öffentlichkeit gibt es Diskussionsveranstaltungen.

Was ist die Munich Rule?

Die Konferenz folgt der sogenannten Munich Rule: Engage and interact with each other – don’t lecture or ignore one another. Alle Teilnehmenden und Sprecher*innen sind eingeladen, offen zu diskutieren, Fragen zuzulassen und auf Augenhöhe miteinander zu interagieren.

Seit wann gibt es die Sicherheitskonferenz?

Seit 1963 findet die Sicherheitskonferenz in München statt. Veranstalter ist die Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz gGmbH.

Wer leitet die Siko?

Nach der Konferenz 2025 sollte ursprünglich der norwegische frühere NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg den Vorsitz von Christoph Heusgen übernehmen. Da Stoltenberg allerdings den Posten als norwegischer Finanzminister angetreten hat, kehrt er zu seiner ehrenamtlichen Funktion an der Spitze der Sicherheitskonferenz zurück, sobald sein Regierungsamt endet. Bis dahin wird die MSC vom Vorsitzenden der MSC Wolfgang Ischinger geleitet, der das Amt bereits von 2008 bis 2022 innehatte.

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