Heilige Drei Könige - 6. Januar 2017

Sternsinger bringen den Sternsinger-Segen ins Freisinger Rathaus, Foto: EJA Jugendamt München und Freising
Sternsinger segnen ein Haus

Termine und Traditionen am Feiertag

Mit Eseln und Engeln durch Parks spazieren, Messen und Isarweihe feiern und die Sternsinger begrüßen – so begeht München den Feierta. An Heilige Drei Könige feiern katholische und evangelische Christen in den Münchner Kirchen Gottesdienste, in den Parks gibt es Dreikönigsspiele mit Eseln und Engeln und die Griechisch-Orthodoxen weihen die Isar mit einem Holzkreuz. Und die Sternsinger werden ein letztes Mal ausgesandt. Mehr über Termine und Traditionen zum Feiertag im Special.

Die Sternsinger sind in München unterwegs

Sternsinger München, Foto: Erzbischöfliches Jugendamt München und Freising
Die Sternsinger werden noch einmal ausgesandt

Seit Weihnachten sammeln junge Katholiken als Sternsinger in der Erzdiözese München und Freising für notleidende Kinder. Als die drei Heiligen Könige Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet, ziehen die Kinder von Haus zu Haus und malen mit Kreide den Segen "20 C+M+B 17" an die Türen, was für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) steht.

2017 steht die Aktion unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit!" In den Gottesdiensten am 6.1. werden die Sternsinger ein letztes Mal ausgesandt: In der St.-Anna-Kirche um 10 Uhr oder beim Hochamt in der Kirche Herz-Jesu um 10:30 Uhr. Eine weitere Messe mit den Sternsingern findet um 11 Uhr in St. Paul statt.

Dreikönigsspiele im Schlosspark Nymphenburg und im Englischen Garten

Herbst im Nymphenburger Schlosspark, Foto: Katy Spichal
Nymphenburger Schlosspark

Die evangelische Jugend Neuhausen-Nymphenburg führt traditionell am 6.1. ein Dreikönigsspiel im Schlosspark Nymphenburg auf. In zwei Rundgängen durch den Park geleiten Engel, Evangelist und Esel die Besucher zur Krippe, wo sie der Heiligen Familie und den Weisen aus dem Morgenland begegnen. Junge Gemeindemitglieder übernehmen die Rollen, für Musik sorgt das Bläseresemble der Stephanuskirche. Für besinnliche Stimmung werden die Besucher gebeten, Lichter und Laternen mitzubringen. Treffpunkt ist vor dem Schloss am leuchtenden Stern. Bei schlechtem Wetter entfällt das Dreikönigsspiel. Ausfall-Infos am 6.1. unter 089-17145016 oder auf www.evnn.de

Auch im Englischen Garten sind die Heiligen Drei Könige am 6.1. zu sehen. Das Dreikönigsspiel "Waldweihnacht" der Erlöserkirche München-Schwabing findet um 15:30 Uhr statt. Bei der Prozession schreiten die Könige mit Pfarrer durch die Winterlandschaft und überreichen dem Jesuskind am Kleinhesseloher See ein gemeinsames Friedensgeschenk. Während des Schauspiels erklingen Blechblasinstrumente. Treffpunkt ist die Gunezrainer Brücke, Ecke Mandelstraße/Gunezrainerstraße. Auch hier werden die Besucher gebeten, Laternen mitzubringen! Ausfall-Infos unter der Wetterhotline: 383 77 140.

Gottesdienste am Dreikönigstag

Blick in das Hauptschiff, Foto: Katy Spichal
Innenraum des Liebfrauendomes

Die Epiphanie-Feier, mit der aus kirchlicher Sicht die Weihnachtszeit endet, wird an diesem religiösen Feiertag in den Münchner Pfarreien zelebriert. In einigen katholischen Pfarreien wird an diesem Tag das "Dreikönigswasser" geweiht - dieses Weihwasser soll angeblich sieben Jahre lang haltbar sein und vor bösen Geistern bewahren.

Der Weihbischof Wolfgang Bischof feiert um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Benno in München.

Im Münchner Liebfrauendom feiert um 10 Uhr der Bischofsvikar der Seelsorgsregion Nord, Dompropst Weihbischof Bernhard Haßlberger, einen Festgottesdienst zum Hochfest Erscheinung des Herrn.
Um 15 Uhr leitet der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in St. Peter in München die Dreikönigsvesper der Corporis-Christi-Erzbruderschaft.


Katholische Gottesdienste im Erzbistum München und Freising
Evangelische Gottesdienste in München

Isar-Gewässerweihe der Griechisch-Orthodoxen Kirche

, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Isar-Gewässerweihe

Bei der traditionellen Isar-Gewässerweihe der Griechisch-Orthodoxen Metropolie auf der Ludwigsbrücke vor dem Deutschen Museum wird ein Holzkreuz ins Wasser getaucht. Am 6.1. um 12:30 Uhr nimmt der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, an der Andacht mit Gewässerweihe der Isar teil und spricht ein Grußwort.

Tanzen ist an Heilig Drei Könige erlaubt

Wie an einem gesetzlichen Feiertag üblich, haben die Geschäfte geschlossen und es gelten die Feiertagspläne im öffentlichen Nahverkehr sowie bei den Öffnungszeiten in Museen und weiteren Einrichtungen. Die Bäder der SWM haben zu den gewöhnlichen Zeiten geöffnet. Da Heilige Drei Könige kein "stiller Tag" ist, gilt in Bayern kein Tanzverbot.

Die Heiligen Drei Könige werden in die Weihnachtskrippen gesetzt

Weihnachtskrippen Elemente

Wie in der populären Ausdeutung der Weihnachtsgeschichte kommen die Heiligen Drei Könige auch "verspätet" in den Krippen an. Am 6.1. setzen die Besitzer von Krippen traditionsgemäß die drei Figuren Caspar, Melchior und Balthasar zusätzlich in die Szenerie hinein. 
Die Münchner Krippen

Christbäume - wohin damit?

Christbäume werden traditionell frühestens ab Heilige Drei Könige abgeschmückt, nach streng katholischem Brauch bleibt der Baum jedoch bis Lichtmess (2.2.) stehen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München AWM bietet kostenfreie Entsorgungsmöglichkeiten auf Wertstoffhöfen an. Die Stadt München richtet vom 9.-11.1.17 Sammelstellen auf Schulen ein.
Mehr zur Christbaumentsorgung

Über den Feiertag

Die Frauenkirche, Foto: Katy Spichal

An Heilige Drei Könige begehen die katholische und die evangelische Kirche offiziell die "Erscheinung des Herrn" (griech. Epiphanie, bei den Evangelischen: Epiphanias) - das die Sichtbarwerdung Gottes in Jesu Christus ehrt. Ursprünglich fiel das Weihnachtsfest ebenfalls auf dieses Datum, bis zur gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582. In den meisten orthodoxen Kirchen wird am 6. Januar der Taufe Christi "Theophanie" gedacht.

Volkstümlich ist der Feiertag mit der legendär ausgeschmückten Ankunft der drei Weisen (bzw. Könige) aus dem Morgenland am Geburtsort Christi verbunden, obwohl diese nur kurz an einer Textstelle bei Matthäus vorkommen (als "Magier aus dem Osten"). Aus den Heiligen Drei Königen, deren Gebeine angeblich im Kölner Dom ruhen, hat sich die Tradition der Sternsinger begründet.

Das könnte Sie auch interessieren

Top