Sternsinger in München

Sternsinger in Rosenheim, Foto: Erzbischöfliches Jugendamt

Kinder segnen Häuser und sammeln Spenden

Die Sternsinger sind seit 28.12. und bis zum 6.1.2018 wieder im Erzbistum München und Freising unterwegs. Jugendliche ziehen verkleidet als die Heiligen Drei Könige durch die Straßen und segnen mit der Kreideaufschrift „20 C+M+B 18“ die Häuser. Vor allem aber sammeln sie Geld für Hilfsprojekte. Dieses Mal steht das Thema "Kinderarbeit" im Fokus.

Die Sternsingeraktion 2017 ist eröffnet

Sternsinger in Rosenheim, Foto: Erzbischöfliches Jugendamt

Caspar, Melchior und Balthasar sind seit dem 28.12.2017 im Erzbistum München und Freising unterwegs. Die Eröffnung der Aktion fand in Rosenheim statt. In München empfing Ministerpräsident Horst Seehofer am 29.12. gleich vier Sternsingergruppen in der Staatskanzlei. Sie stammten aus den Pfarreien Mariä Himelfahrt in Landsberg, St. Johannes Baptist in Pfaffenhofen, St. Jakobus in Friedberg und St. Jakobus in Biberach. «Ihr tut Gutes zur Linderung der Not und der Kinderarbeit», sagte Seehofer am Freitag zu den 16 Mädchen und Jungen aus dem Bistum Augsburg.

Was machen die Sternsinger?
Beim Sternsingen ziehen Gruppen von jugendlichen Gläubigen von Haus zu Haus - dabei stellen sie den Besuch der Heiligen Drei Könige am Stall von Bethlehem nach. Der Legende nach führte sie ein heller Stern zum Jesuskind. In bunten Gewändern überbringen die Sternsinger Segenswünsche und schreiben mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte "C+M+B" an Türen und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke. Organisiert wird das Sternsingen vorrangig von katholischen Gemeinden - entsandt werden die Gruppen von den jeweiligen Pfarrgemeinden.

Was ist das diesjährige Thema? 

Die Sternsinger wollen dieses Mal besonders auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam machen. Das Leitwort der Aktion heißt "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!".

Wie lange geht die Aktion?
Im Erzbistum München und Freising sind jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs. Auch am Dreikönigstag selbst noch. Beim Gottesdienst am 6.1.2018 in der Pfarrkirche St. Georg in Milbertshofen um 9:30 Uhr oder in der Pfarrkirche München-St. Konrad um 10 Uhr werden die Sternsinger ein letztes Mal ausgesandt.

Sind die Münchner Sternsinger auch außerhalb unterwegs? 
Ja. Die bundesweite Eröffnung der Aktion fand am 29.12.2017 im Bistum Trier in Rheinland-Pfalz statt. Rund 1.400 Sternsinger aus ganz Deutschland haben sich dazu angemeldet. Auch die "große" Politik in Berlin empfängt die Sternsinger: Aus der Erzdiözese München und Freising fahren vier Mitglieder der Pfarrei St. Michael in Poing in die Hauptstadt und besuchen die Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8.1.


Was man noch über die Sternsinger wissen sollte

Sternsinger bringen den Sternsinger-Segen ins Freisinger Rathaus, Foto: EJA Jugendamt München und Freising

Was bedeutet "C+M+B"? 
Als Heilige Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar ziehen die jungen Sternsinger von Haus zu Haus und überbringen dabei auch Weihrauch und Dreikönigswasser. Mit Kreide schreiben sie ein „20*C+M+B*18“ an die Pforten der Gebäude, das steht für „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus" sowie die Jahreszahlen 20 und 18.

Seit wann gibt es den Brauch?
Der Brauch selbst geht auf das 16. Jahrhundert zurück, aber erst seit 1958 werden die Sternsinger in der Münchner Diözese zwischen Neujahr und Dreikönigsfest organisiert ausgesandt. Getragen wird die offiziell so genannte "Aktion Dreikönigssingen" vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sowie vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). An der ökumenischen Bewegung nehmen aber auch zahlreiche evangelische Gemeinden teil.

Wieviel Geld sammeln die Sternsinger ein?
Bei der Sternsingeraktion 2017 stand der Klimawandel im Fokus. Die Sternsinger haben unter anderem für Hilfsprojekte in Afrika gesammelt. Allen voran für die Region Turkana in Kenia. Mit den Spenden werden dort Wasserstellen und Staudämme errichtet, damit Pflanzen, Tiere und Menschen genug Wasser zur Verfügung haben. Von rund 330.000 Mädchen und Jungen wurden deutschlandweit insgesamt 46,2 Millionen Euro für die zahlreichen Hilfsprojekte eingenommen. Hierbei kamen allein aus der Erzdiözese München und Freising fast 2,8 Millionen Euro zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

X
Event-Highlights und Freizeit-Tipps

muenchen.de als Newsletter!

Mit aktuellen Event-Highlights und Freizeit-Tipps:
Top