Wiesn-Highlight: Mehr als 8.000 Trachtler*innen ziehen durch München

Trachten- und Schützenzug 2026: Das war los

Tracht, Blasmusik, Prachtgespanne und gelebtes Brauchtum auf sieben Kilometern: Beim Trachten- und Schützenzug zogen am ersten Wiesn-Sonntag 2026 mehr als 8.000 Teilnehmer*innen vom Max-II-Denkmal durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese. Erstmals führte das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter den Festzug hoch zu Ross an.

Datum und Veranstaltungsort

Theresienwiese

Trachten- und Schützenzug 2026
Michael Hofmann

Reel: So abwechslungsreich war der Trachten- und Schützenzug 2026

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Trachten, Schützen und Blasmusik: Das war 2026 zu sehen

Trachten- und Schützenzug 2026
Michael Hofmann
Das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter ritt erstmals beim traditionellen Umzug voran

Festlich gekleidete Trachtler*innen wechselten sich mit Musikkapellen, historischen Trachtengruppen, Sport- und Gebirgsschützen, Fanfarenzügen und Fahnenschwingern ab. Insgesamt waren knapp 3.000 Musiker*innen sowie mehr als 1.200 Sport- und Gebirgsschützen angekündigt. Dazu kamen die Prachtgespanne der Münchner Brauereien, geschmückte Kutschen und Festwagen, auf denen traditionelles Handwerk und regionales Brauchtum dargestellt wurden.

Neben 6.653 Teilnehmer*innen aus Bayern gehörten 765 Mitwirkende aus dem übrigen Bundesgebiet zum Zug. Weitere rund 850 Gäste brachten Trachten und Traditionen aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Slowenien, Kroatien und der Schweiz nach München. Auch der Bayerische Jagdverband war mit Jagdhunden und Greifvögeln vertreten. 

Schäffler, Rote Funken und mehrere Jubiläen

Trachten- und Schützenzug 2026
Michael Hofmann
Die Schäffler beim Trachten- und Schützenzug 2026

Zu den Besonderheiten 2026 gehörte der Fachverein der Schäffler Münchens: Der historische Schäfflertanz wird nur alle sieben Jahre aufgeführt und erinnert an eine über 500 Jahre alte Münchner Tradition.

Mehrere teilnehmende Gruppen feierten zudem Jubiläum. Die Musikkapelle Fischbachau besteht seit 175 Jahren, das Tiroler Schützenviertel Unterland und die Riesengebirgs-Trachtengruppe München jeweils seit 60 Jahren. Der Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte blickt auf 100 Jahre zurück. Rheinische Farbe brachten die Kölschen Funken rut-wieß von 1823 in ihren rot-weißen Uniformen nach München. Auch die Stadtgarde zu Pferd Weingarten reiste mit Reiter- und Fanfarencorps an.

Der Trachten- und Schützenzug 2026 auf einen Blick

  • Wann war der Umzug? Am Sonntag, 20. September 2026, von 10 bis etwa 13 Uhr
  • Was? Rund 8.300 Teilnehmer*innen aus 148 Gruppen zogen in 50 Zugnummern durch München – zu Fuß, hoch zu Ross, in Kutschen und auf geschmückten Festwagen.
  • Wo? Der sieben Kilometer lange Zug begann am Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße und endete am Esperantoplatz an der Theresienwiese.
  • Wer war dabei? Trachten- und Musikgruppen, Sport- und Gebirgsschützen, Spielmanns- und Fanfarenzüge, Fahnenschwinger sowie Gäste aus mehreren deutschen Bundesländern und sechs europäischen Ländern.

Geschichte: Seit wann gibt es den Trachten- und Schützenzug?

Trachten- und Schützenzug
Rico Güttich

Fast so alt wie die Wiesn selbst: Der erste große Festzug fand 1835 zur Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Gleichzeitig feierte das Oktoberfest sein 25-jähriges Bestehen. Mehr als 1.000 Mitwirkende und 86 Wagen stellten damals Alltagsszenen aus dem Königreich Bayern in lebendigen Bildern dar.

Weitere Festzüge folgten zunächst nur zu besonderen Anlässen, darunter 1842, 1895, zum 100. Oktoberfest-Jubiläum 1910 und im Jahr 1935. Erst seit 1948 findet der Trachten- und Schützenzug jährlich statt. Seit 1956 übernimmt der Festring München die Organisation. Inzwischen gehört der Festzug zu den bekanntesten Veranstaltungen rund um das Oktoberfest und wird auch im Fernsehen live übertragen.

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