Foto: Andrea Huber

Münchner Kammerspiele Kammer 1

Veranstaltungsorte: Theater | Altstadt, Zentrum

Bedeutendes Sprechtheater

Die Münchner Kammerspiele zählen zu den bedeutendsten Sprechtheatern im deutschsprachigen Raum. Das ästhetisch innovative, zeitgenössische und weltoffene Stadttheater ist gesellschaftspolitisch ausgerichtet und wird von einem starken Ensemble geprägt. Intendant des Hauses ist Matthias Lilienthal.

Kammerspiele stellten neues Programm vor

Freie Fahrt statt Grenzen und Mauern: In der neuen Spielzeit 2017/2018 gilt an den Münchner Kammerspielen das Motto «Unterwegs sein». Das neue Programm wurde am 4.5. bei einer Pressekonferenz vorgestellt, dabei tauchten überraschend Maulwürfe auf - ganz im Sinne des Intendanten Matthias Lilienthal, der die Kammerspiele mit neuen Ideen bereichert.

Mehr Informationen zur neuen Spielzeit

Das Schauspielhaus in der Maximilianstraße

Münchner Kammerspiele, Foto: Münchner Kammerspiele

Etwa ein Dutzend Inszenierungen werden jährlich in dem Schauspielhaus ("Kammer 1") in der Münchner Maximilianstraße neu aufgeführt. Das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude bietet 690 Zuschauern Platz mit 482 Plätzen im Parkett und 208 im Balkon und den Logen. Weitere Spielstätten sind die Kammer 2 (ehemals Spielhalle) in der Falckenbergstraße und Kammer 3 (ehemals Werkraum) in der Hildegardstraße. Höchstgelegener Ort der Kammerspiele ist die Dachkammer. Sie ist zugleich Labor, Bühne und Wohnzimmer - mit Traumblick auf Stadt und Berge. Auch in der Bar der Kammerspiele, dem "TAM TAM Tanzlokal", läuft ein Programm.

Bilder aus den Kammerspielen

Zum Programm in der Kammer 1

Szene aus War and Peace, Foto: Münchner Kammerspiele

Die Kammerspiele zeigen moderne und klassische Inszenierungen. Teilweise provokativ, avantgardistisch und experimentell, aber immer zum Nachdenken anregend. In der Spielzeit 2016/17 sind das zum Beispiel "Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung" von Amir Reza Koohestani, der "Hamlet" von Christopher Rüping oder "Die Selbstmord-Schwestern" von Susanne Kennedy nach dem Roman von Eugenides.

Verantwortlich für die Inszenierungen sind international bekannte Gastregisseure wie Toshiki Okada und Christoph Marthaler oder Hausregisseure wie Christopher Rüping oder Nicolas Stemann. Zum festen Ensemble von 21 Schauspielern und Schauspielerinnen gehören u.a. Wiebke Puls, Peter Brombacher und Walter Hess.

Der Intendant Matthias Lilienthal

Kammerspiele Intendant Matthias Lilienthal, Foto: Münchner Kammerspiele

Matthias Lilienthal (*1959)ist seit der Spielzeit 2015/16 Intendant der Münchner Kammerspiele. Er ist ein erfahrener und innovativer Mann des Theaters. Unter anderem war er von 1992 bis 1999 Chefdramaturg an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin unter Frank Castdorf und 2002 Programmdirektor für das Theater der Welt in Bonn. Von 2003 bis 2012 arbeitete er als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin und war 2014 Programmdirektor von "Theater der Welt" in Mannheim. 

Die Geschichte der Kammerspiele

, Foto: Deutsches Filminstitut, Frankfurt

Gegründet wurden die Münchner Kammerspiele 1911 als privat betriebene Bühne, seit 1933 ist das Theater in städtischer Hand. Das Jugendstiltheater wurde von den Architekten Richard Riemerschmied und Max Littmann in den Jahren 1900/1901 erbaut. Erster Indendant war von 1917 bis 1944 Otto Falckenberg, nach dem auch die dem Haus angegliederte Schauspielschule benannt ist. Berühmte Persönlichkeiten wie Bertolt Brecht, Fritz Kortner, Franz Xaver Kroetz und George Tabori inszenierten hier. Herausragende Schauspieler wie Therese Giehse, Heinz Rühmann und Mario Adorf standen im Schauspielhaus in der Maximilianstraße Abend für Abend auf der Bühne. Die Kammerspiele sind mit Preisen und Auszeichnungen dekoriert und zählen seit den 20er Jahren zu den bedeutendsten Stätten für deutsches Sprechtheater.

2 Bewertungen zu Münchner Kammerspiele Kammer 1

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2 Bewertungen
  • von am

    Ein tolles Haus mit ausgefallenen Stücken, wofür ja sonst eher Berlin bekannt ist. Sowas bekommt man dank Kammerspielen auch in München zu sehen! Sicher, manchmal gehe ich etwas verwirrt aus einer Aufführung und finde nicht alles auf Anhieb gut. Allerdings zählt für mich, dass sich die Kammerspiele was trauen.

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