Rokoko-Theater in der Residenz München
Cuvilliéstheater: Geschichte, Architektur, Öffnungszeiten
Das Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz gehört zu den bedeutendsten Rokoko-Theatern Europas. Der prachtvolle Zuschauerraum mit seinen rot-weiß-goldenen Logen, der reich geschmückten Kurfürstenloge und den verspielten Schnitzereien ist ein Höhepunkt höfischer Baukunst des 18. Jahrhunderts.
2026 erinnert die Bayerische Schlösserverwaltung an ein besonderes Datum: Am 9. Juli 1751 wurde der Grundstein für das damalige Residenztheater gelegt. Erbaut wurde es im Auftrag von Kurfürst Max III. Joseph nach Plänen von François Cuvilliés d. Ä. – heute ist der historische Theaterraum vom Brunnenhof der Residenz aus zugänglich.
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Kurzüberblick: Warum sich ein Besuch lohnt
- Was: Historisches Rokoko-Theater in der Münchner Residenz
- Warum hin: Einer der prachtvollsten Theaterräume Europas – mit rot-weiß-goldenen Logen, Kurfürstenloge und original erhaltenen Teilen der historischen Ausstattung
- Besonders sehenswert: Zuschauerraum, geschnitzte Logenverkleidungen, Rokoko-Dekor und Blick auf die höfische Theaterkultur des 18. Jahrhunderts
- Geschichte: Grundsteinlegung am 9. Juli 1751, Eröffnung 1753; nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1958 in der Residenz wiedereröffnet
- Mozart-Bezug: 1781 wurde hier Mozarts Oper „Idomeneo“ uraufgeführt
- Eingang: Im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof der Residenz
- Adresse: Residenzstraße 1, 80333 München
- Eintritt 2026: 5 Euro regulär, 4 Euro ermäßigt; Gesamtkarte Residenz 20 Euro regulär, 16 Euro ermäßigt
- Öffnungszeiten: Je nach Saison unterschiedlich; letzter Einlass meist eine Stunde vor Schließung
- Anfahrt: U/S-Bahn bis Marienplatz oder Odeonsplatz, Tram bis Nationaltheater
Was ihr im Cuvilliés-Theater seht
Schon beim Betreten wirkt der Raum wie eine Bühne für sich: Übereinander gestaffelte Logen, geschwungene Rokoko-Formen, viel Gold, kräftiges Rot und helle Fassungen prägen den Zuschauerraum. Besonders auffällig ist die reich verzierte Kurfürstenloge im Zentrum – sie zeigt, wie stark Theater im 18. Jahrhundert auch der höfischen Repräsentation diente.
Der Raum ist klein genug, um die Details gut zu erkennen, und prachtvoll genug, um sofort zu verstehen, warum das Cuvilliés-Theater als Gesamtkunstwerk gilt. Achtet auf die geschnitzten Ornamente, die figürlichen Dekore und die feine Gliederung der Logen: Hier wird höfische Hierarchie sichtbar in Architektur übersetzt.
275 Jahre Grundsteinlegung: Wie das Theater entstand
Die Geschichte des Cuvilliés-Theaters beginnt mit einer Katastrophe. Im März 1750 zerstörte ein Brand den bisherigen provisorischen Theatersaal der Residenz und weitere ältere Gebäude. Noch auf den Trümmern beauftragte Kurfürst Max III. Joseph seinen Hofarchitekten François Cuvilliés d. Ä. mit einem neuen Opernhaus.
Der Grundstein wurde am 9. Juli 1751 gelegt. Zwischen 1751 und 1755 entstand das „Neue Opera-Hauß“ der Residenz. Schon am 12. Oktober 1753, dem Namenstag des Kurfürsten, wurde das Theater feierlich eröffnet – mit der Festoper „Catone in Utica“ von Giovanni Ferrandini. Zeitgenossen feierten den Neubau als „wiedererstandenen Phönix“.
François Cuvilliés und das süddeutsche Rokoko
François Cuvilliés d. Ä. zählt zu den prägenden Architekten des süddeutschen Rokoko. In München ist sein Name unter anderem mit den Reichen Zimmern der Residenz und der Amalienburg im Schlosspark Nymphenburg verbunden.
Mit dem Residenztheater schuf Cuvilliés eines seiner späten Meisterwerke. Für die Ausstattung arbeiteten namhafte bayerische Künstler und Kunsthandwerker zusammen, darunter die Holzbildhauer Joachim Dietrich und Johann Baptist Straub. So entstand ein Raum, der Architektur, Schnitzkunst, Farbe und höfische Inszenierung eng miteinander verbindet.
Zerstörung, Rettung und Wiederaufbau
Im Zweiten Weltkrieg wurde das alte Theatergebäude am 18. März 1944 zerstört und brannte aus. Das wichtigste historische Element war jedoch zuvor gerettet worden: Die geschnitzten und farbig gefassten Logenverkleidungen des Zuschauerraums waren 1943 ausgelagert worden.
Am alten Standort entstand später das heutige Residenztheater. Der historische Zuschauerraum des Cuvilliés-Theaters wurde dagegen an anderer Stelle wieder eingebaut: im Apothekenstock der Residenz. Zum 800-jährigen Stadtjubiläum Münchens wurde das wiedererstandene Cuvilliés-Theater 1958 am Brunnenhof eröffnet. Von 2005 bis 2008 wurde der Raum umfassend saniert.
Besichtigung und Veranstaltungen
Das Cuvilliés-Theater kann als Teil der Residenz München besichtigt werden. Außerdem finden in dem historischen Theaterraum Konzerte und weitere Veranstaltungen statt. Wer das Theater vor allem wegen der Architektur sehen möchte, sollte vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
Öffnungszeiten
Eingang: im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof
28. März bis 31. Juli:
Montag bis Samstag 14 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertag 9 bis 18 Uhr
Letzter Einlass: 17 Uhr
1. August bis 14. September:
Montag bis Sonntag 9 bis 18 Uhr
Letzter Einlass: 17 Uhr
15. September bis 19. Oktober:
Montag bis Samstag 14 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertag 9 bis 18 Uhr
Letzter Einlass: 17 Uhr
20. Oktober bis 27. März:
Montag bis Samstag 14 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertag 10 bis 17 Uhr
Letzter Einlass: 16 Uhr
Geschlossen: 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember
Eintrittspreise 2026
Cuvilliés-Theater:
5 Euro regulär, 4 Euro ermäßigt
Gesamtkarte Residenz mit Residenzmuseum, Schatzkammer und Cuvilliés-Theater:
20 Euro regulär, 16 Euro ermäßigt
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.
Anfahrt: So kommt ihr zum Cuvilliés-Theater
Adresse: Residenzstraße 1, 80333 München
Das Cuvilliés-Theater liegt zentral in der Münchner Altstadt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Eingang befindet sich im Bereich der Residenz, im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof.
ÖPNV:
U-Bahn/S-Bahn bis Marienplatz oder Odeonsplatz
Bus bis Odeonsplatz
Tram bis Nationaltheater
Parken:
Tiefgarage am Max-Joseph-Platz
Häufige Fragen zum Cuvilliés-Theater
Wo befindet sich das Cuvilliés-Theater?
Das Cuvilliés-Theater befindet sich in der Münchner Residenz. Der Eingang liegt im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof.
Warum ist das Cuvilliés-Theater berühmt?
Das Cuvilliés-Theater gilt als eines der bedeutendsten Rokoko-Theater Europas. Besonders sehenswert sind der rot-weiß-goldene Zuschauerraum, die historischen Logen und die reich verzierte Kurfürstenloge.
Wann wurde das Cuvilliés-Theater gebaut?
Der Grundstein wurde am 9. Juli 1751 gelegt. Das Theater entstand im Auftrag von Kurfürst Max III. Joseph nach Plänen von François Cuvilliés d. Ä. und wurde 1753 feierlich eröffnet.
Ist das heutige Cuvilliés-Theater noch am ursprünglichen Standort?
Nein. Das alte Theatergebäude wurde 1944 zerstört. Die historischen Logenverkleidungen waren zuvor ausgelagert worden und wurden später im Apothekenstock der Residenz wieder eingebaut. Dort wurde das Cuvilliés-Theater 1958 wiedereröffnet.
Welche Rolle spielte Mozart im Cuvilliés-Theater?
1781 wurde im damaligen Residenztheater Mozarts Oper „Idomeneo“ uraufgeführt. Dadurch ist das Cuvilliés-Theater auch ein wichtiger Ort der Münchner Musikgeschichte.
Kann man das Cuvilliés-Theater besichtigen?
Ja. Das Cuvilliés-Theater kann mit eigener Eintrittskarte oder im Rahmen der Gesamtkarte der Residenz besichtigt werden. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Saison.
Auf einen Blick
Cuvilliéstheater
Residenzstr. 1
80333
München
Tel:
+498921851940
Fax:
+498921852185
Barrierefreier Zugang
Barrierefreiheit im Gebäude
Barrierefreiheit - weitere Information
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