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Portrait der Bayerischen Staatsoper

Populär ohne Pop

Die Bayerische Staatsoper ist kein antiquiertes, elitäres Unternehmen, sondern ein breit aufgestellter künstlerisch-musikalischer Betrieb - einer der größten weltweit. Der Erfolg bestätigt das Konzept der Oper: In den vergangenen Spielzeiten verbuchte die Bayerische Staatsoper jeweils mehr als eine halbe Million Besucher - bei 350 Vorstellungen. Die Bayerische Staatsoper ist damit nicht nur künstlerisch, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. Mit einer Auslastung von 95 % und Eigeneinnahmen von 27,5 Millionen Euro (2004) wird mehr als ein Drittel des Etats selbst erwirtschaftet. Das setzt bundesweite Maßstäbe.

 

Saison 2011/2012

Das Programm der Spielzeit 2011/2012 beginnt am 23. September 2011 mit der Ballett-Produktion "Don Quijote", choreographiert von Ray Barra und Marius Petipa. Auf dem Spielplan stehen bis zum 31. Juli 2012 wieder weit über 300 Vorstellungen mit:

  • 35 Opernproduktionen
  • 7 Opern-Neuinszenierungen
  • 3 Ballett-Premieren
  • Konzerten und Liederabenden
  • Auftritten von Weltstars der Opernbühne und des Balletts

 
Staatsballett

Mit der Spielzeit 2008/2009 wurde Nikolaus Bachler (Foto rechts) neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper. Der Österreicher leitete seit 1999 das Wiener Burgtheater als Nachfolger von Claus Peymann. Weitere Stationen in der Laufbahn des gelernten Schauspielers waren zuvor u.a. die Intendanz der Wiener Festwochen von 1991-1996 und die Leitung der Wiener Volksoper von 1996-1999.

Kent Nagano hat bereits mit Beginn der Spielzeit 2006/2007 das Amt des Bayerischen Generalmusikdirektors übernommen und wird in der Spielzeit 2011/12 u.a. die Neuinszenierungen der Wagner Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" in der Regie von Andreas Kriegenburg dirigieren.

 

Opernpremieren

  • Les Contes d'Hoffmann (Jacques Offenbach): Premiere am 31.10.2011
  • Turandot (Giacomo Puccini): Premiere am 03.12.2011
  • Das Rheingold (Richard Wagner): Premiere am 04.02.2012
  • Die Walküre (Richard Wagner): Premiere am 11.03.2012
  • Siegfried (Richard Wagner): Premiere am 27.05.2012
  • Götterdämmerung (Richard Wagner): Festspiel-Premiere am 30.06.2012

Zur Homepage der Bayerischen Staatsoper

 
Staatsballett

Bayerisches Staatsballett

Die Spielzeit beginnt im September 2011 mit zwei außergewöhnlichen Choreographien im Prinzregententheater: Ray Barras und Marius Petipas Coreographie "Don Quijote" und Mats Eks moderne Fassung von "Giselle" läuten die Ballett-Saison ein.

Premieren:

  • Steps & Times (Frederick Ashton / Kenneth MacMillan) Uraufführung am 22.12.2011
  • Das Mädchen und der Messerwerfer / AfterLight / Las Hermanas (Kenneth MacMillan / Russell Maliphant / Simone Sandroni) Premiere am 30.01.2012
  • Goldberg-Variationen / Gods and Dogs (Jiri Kylián / Jerome Robbins) Premiere am 22.04.2012

Zum Bayerischen Staatsballett

 

 

Bayerisches Staatsorchester

Konzertfreunde dürfen sich auch in der Spielzeit 2010/11 über ein vielfältiges Programm des Bayerischen Staatsorchester freuen: Im Rahmen ihrer Akademiekonzerte werden unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kent Nagano und anderen hochkarätigen Dirigenten wieder Stücke von großen und spannenden Komponisten gespielt. Ein weiteres Highlight folgt gleich zu Beginn der Spielzeit, wenn das Bayerische Staatsorchester im Rahmen des OktoberMusikFestes im Deutschen Museum, in der Allerheiligen Hofkirche oder im Cuvilliés-Theater ausgewählte Kammermusik zum Thema "Leben-Schöpfung-Energie" spielt.

Zum Bayerischen Staatsorchester

 

Opernfestspiele

 

Höhepunkt der Saison bilden jeweils die Münchner Opernfestspiele. Vom 29. Juni bis 31. Juli 2012 werden die Highlights der Saison gezeigt.

Mehr Informationen zu den Opernfestspielen

 
Historie

350 Jahre Operntradition

Die Bayerische Staatsoper kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Der Kurfürst Ferdinand Maria (der auch Schloss Nymphenburg und die Theatinerkirche bauen ließ) errichtete im 17. Jahrhundert im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Kurfürst Max III. Joseph ließ 1750 von Francois Cuvilliés das prachtvolle Rokokotheater "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. In seinem Auftrag komponierte Mozart mit 19 Jahren seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera. Sein Gesuch um eine feste Anstellung wurde allerdings vom kurfürstlichen Hof abgelehnt.

1818 erhielt das Opern-Ensemble mit dem neu errichteten Nationaltheater am Max-Joseph-Platz ein neues Zuhause, bis heute das größte Opernhaus Deutschlands.

Die Regierungszeit des kunstbegeisterten bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. (1864-86) ist eng mit dem Namen Richard Wagner verbunden. Schon kurz nach seiner Thronbesteigung holte der neunzehnjährige König den völlig verschuldeten Komponisten, dessen Lohengrin ihn zwei Jahre zuvor bezaubert hatte, nach München. Eine umstrittene und im politischen Bereich tragisch endende Freundschaft zwischen Fürst und Musiker führte eine neue Glanzzeit in der Geschichte der Münchner Oper und des Musikdramas überhaupt herauf. Marksteine dieser Entwicklung sind die Uraufführungen von vier Meisterwerken Richard Wagners: 1865 Tristan und Isolde und drei Jahre später Die Meistersinger von Nürnberg. Es folgten 1869 und 1870 die Uraufführungen von Das Rheingold und Die Walküre. Das Königliche Hof- und Nationaltheater stand im Blickpunkt der europäischen Musikwelt.

Unter dem Generalintendanten Karl von Perfall (1867-93) begannen die Festspiele. Er veranstaltete erstmalig im Jahre 1875 einen Festsommer mit Opern von Mozart und Musikdramen von Wagner. Die Festspielidee drängte mit der Zeit auch nach einem eigenen Festspielhaus - so entstand um die Jahrhundertwende innerhalb einer Jahresfrist das Prinzregententheater, erwachsen aus dem Wunsch der Bürger und gefördert von dem kunstsinnigen Prinzregenten Luitpold. Die Eröffnung am 21. August 1901 mit den Meistersingern war ein wirkliches Fest des Volkes und leitete eine Glanzzeit der Münchner Opern-Festspiele ein.

Die Liste bedeutender Dirigenten an der Spitze des Bayerischen Staatsorchesters, das seine Tradition bis ins Jahr 1523 zurückführen kann, ist Legende: Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Georg Solti, Ferenc Fricsay, Joseph Keilberth, Wolfgang Sawallisch bis hin zu Zubin Mehta in unseren Tagen, dem 2006 Kent Nagano nachgefolgt ist. Carlos Kleiber war keinem Haus so eng verbunden wie der Bayerischen Staatsoper.

 

Kontakt

München  
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
80539 München
 
 
Tel: 089 / 218501
 
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