Ausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern

Gedanken-Brüche: Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger

Wie gehen Menschen damit um, wenn Erinnerungen, Wahrnehmungen und innere Gewissheiten brüchig werden? Die Ausstellung „Gedanken-Brüche“ zeigt vom 30. September bis 2. Dezember 2026 in der Galerie Bezirk Oberbayern Arbeiten von Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger. Keramiken, Scherben, Projektionen und Malerei machen sichtbar, wie fragil und wandelbar menschliche Identität sein kann. Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei.

Doppelbild Gedanken-Brüche
Jeremias Hassos/Katharina Schellenberger

Kurzübersicht

  • Was: Ausstellung „Gedanken-Brüche“
  • Künstlerinnen: Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger
  • Wann: 30. September bis 2. Dezember 2026
  • Vernissage: Mittwoch, 30. September 2026, 18 Uhr
  • Wo: Galerie Bezirk Oberbayern, Prinzregentenstraße 14, 80538 München
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10 bis 19 Uhr
  • Eintritt: frei
  • Begleitprogramm: Kreativ-Workshop, Führungen, Tastführung, Führung in Deutscher Gebärdensprache und Adventssingen
  • Barrierefreiheit: Galerie zertifiziert zur Barrierefreiheit; Vernissage mit Gebärdensprachdolmetscherin

Erinnerungen, Brüche und neue Formen von Identität

„Gedanken-Brüche“ beschäftigt sich mit Momenten, in denen das eigene Ich unsicher wird, auseinanderzufallen scheint oder sich neu zusammensetzt. Die Ausstellung nimmt dabei auch das Thema Demenz in den Blick: Erinnerungen können brüchig werden, Zusammenhänge verloren gehen, Gewohntes verändert sich.

Gleichzeitig versteht die Ausstellung Brüche nicht nur als Verlust. Sie können auch Ausgangspunkt für Entwicklung, neue Lebensphasen und unerwartete Wendungen im künstlerischen Arbeiten sein. So entsteht ein Raum, in dem Unsicherheit, Humor, Nähe und Verlust nebeneinanderstehen dürfen.

Keramik, Projektionen und Malerei zwischen Verlust und Veränderung

Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger machen in ihren Arbeiten sichtbar, wie bruchstückhaft Identität sein kann. Keramiken und Scherben stehen für Fragilität und Körperlichkeit, Projektionen für Flüchtigkeit und Veränderung. Malerei erscheint als Momentaufnahme innerer Zustände.

Die Werke bewegen sich zwischen Selbstreflexion und Intuition, zwischen Verspieltheit, Traumwelten und gemeinsamer Erfahrung. Dabei erzählen die Künstlerinnen Geschichten und beziehen die Besucher*innen in ihre Perspektiven ein.

Die Künstlerinnen: Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger

In der Ausstellung treffen unterschiedliche künstlerische Ansätze aufeinander. Ruby Jurkeit arbeitet unter anderem mit Keramik und Porzellan; Katharina Schellenberger zeigt malerische Arbeiten in Mischtechnik. Gemeinsam eröffnen ihre Werke einen Blick auf das Unvollständige – und darauf, wie gerade darin eine eigene Form von Ganzheit sichtbar werden kann.

Gezeigt werden unter anderem Arbeiten wie „Das tragbare Gedächtnis“ von Ruby Jurkeit und „Nr. 647“ von Katharina Schellenberger.

Begleitprogramm: Workshop, Führungen und Adventssingen

Zur Ausstellung gibt es mehrere Veranstaltungen:

  • Beim Kreativ-Workshop „Kunst mitmachen! Kunst-Begegnungen“ am Freitag, 9. Oktober 2026, von 15 bis 17:30 Uhr können Besucher*innen nach einer kurzen Führung selbst künstlerisch arbeiten. Das Material wird kostenfrei gestellt. Der Workshop findet mit Vanessa Lubini von Gemeinsam Leben Lernen und Dorothee Mammel von der Galerie Bezirk Oberbayern statt; bei Bedarf gibt es eine Gebärdensprachdolmetscherin.
  • Am Dienstag, 20. Oktober 2026, von 18:30 bis 19:15 Uhr erklärt die Führung „Kunst verstehen!“ ausgewählte Werke in leicht verständlicher Sprache. Verena Reinhardt von der Medienwerkstatt für Leichte Sprache stellt dabei die Arbeiten von Ruby Jurkeit und Katharina Schellenberger vor.
  • Bei der Tastführung „Kunst begreifen!“ am Freitag, 13. November 2026, von 18 bis 19:30 Uhr dürfen ausgewählte Original-Kunstwerke mit dem Tastsinn erkundet werden. Die Führung mit Kunsthistorikerin Ruth Lobenhofer richtet sich besonders an blinde und sehbehinderte Menschen; sehende Besucher*innen können auf Wunsch eine Dunkelbrille nutzen. Die Veranstaltung findet mit Gebärdensprachdolmetscher statt.
  • Die Führung „Kunst zeigen!“ am Mittwoch, 18. November 2026, von 18 bis 19 Uhr wird in Deutscher Gebärdensprache angeboten. Birgit Fehn, Museum Signerin, vermittelt Informationen zu den Werken; eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt für Hörende in Lautsprache.
  • Zum Abschluss lädt „Einfach singen! Adventssingen für alle“ am Freitag, 27. November 2026, von 18 bis 19 Uhr zum gemeinsamen Singen bekannter alpenländischer Advents- und Weihnachtslieder ein. Mit dabei sind Katharina Bucher und Petra Böhm von der Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern sowie Dorothee Mammel. Begleitet wird das Singen von Hackbrett und Gitarre; Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Anschließend ist eine Kurzführung möglich.

Bildhinweis

  • Ruby Jurkeit, Das tragbare Gedächtnis, 2024, Porzellan mit Cyanotypie-Druck, 44 x 58 x 20 cm, Fotograf: Jeremias Hassos
  • Katharina Schellenberger, Nr. 647, Mischtechnik auf Leinwand, 200 x 135 cm, Fotografin: Katharina Schellenberger © VG Bild-Kunst Bonn 2026

In cooperation with the cultural department and the museums

This article about Munich's museums is sponsored by the Cultural Department of the City of Munich and was conceived in cooperation with the State Agency for Non-State Museums in Bavaria. The content has been coordinated between the participating museums and muenchen.de, the official city portal.

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Dates

  • Wed , 30. September 2026

    10:00

    Galerie Bezirk Oberbayern