Fotoausstellung im Amerikahaus

Johnny Miller – Unequal Scenes & Salt Works

Mit der Ausstellung Unequal Scenes & Salt Works präsentiert das Amerikahaus München vom 17. Oktober 2026 bis 9. Januar 2027 zwei zentrale Werkgruppen des amerikanischen Fotografen Johnny Miller. Seine Arbeiten verbinden dokumentarische Präzision mit visueller Kraft und eröffnen neue Perspektiven auf Gesellschaft, Landschaft und den menschlichen Umgang mit der Umwelt.

Johnny Miller, Unequal Scenes
© Johnny Miller, Unequal Scenes, Manila, Philippinen, 2023, #1, mit freundlicher Genehmigung von Buchkunst Berlin.

Öffnungszeiten, Eintritt & Eröffnung

  • Ausstellungsdauer: 17. Oktober 2026 bis 9. Januar 2027
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10–17 Uhr, Freitag 14-18 Uhr, Samstag 10-18 Uhr
  • Eröffnung: 16. Oktober 2026, 19 Uhr, mit Johnny Miller
  • Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich
  • Veranstalter: Stiftung Bayerisches Amerikahaus, Amerikahaus Verein und Buchkunst Berlin

Gesellschaft und Landschaft aus neuer Perspektive

Für seine international bekannte Serie Unequal Scenes fotografiert Miller Städte und urbane Räume aus der Drohnenperspektive. Aus der Höhe werden Grenzen und Strukturen sichtbar, die am Boden oft verborgen bleiben: Mauern, Straßen, Flüsse und Grundstücksgrenzen trennen unterschiedliche Lebenswelten und machen soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sichtbar.

Gleichzeitig faszinieren die Aufnahmen durch ihre grafische Klarheit und beinahe abstrakte Ästhetik. Fotografien aus Südafrika, Kenia, Brasilien, Kolumbien, den Philippinen und den USA zeigen, wie sich gesellschaftliche Unterschiede und Entwicklungen in die gebaute Umwelt einschreiben.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Serie Salt Works. Hier richtet Miller seinen Blick auf die farbintensiven Landschaften industrieller Salzgewinnung in Namibia, Mexiko und der San Francisco Bay Area. Aus der Luft entstehen geometrische Kompositionen in leuchtenden Rot-, Grün- und Blautönen. Die Farben entstehen durch Mikroorganismen, deren Erscheinungsbild sich mit zunehmender Salzkonzentration verändert. Hinter der visuellen Schönheit zeigt sich ein komplexes Zusammenspiel von Natur, Technologie und menschlichem Eingriff.

In beiden Serien bewegt sich Miller zwischen Dokumentation und Abstraktion. Seine Fotografien verbinden ästhetische Faszination mit einem kritischen Blick auf soziale und ökologische Strukturen der Gegenwart.

Über den Fotografen

Johnny Miller ist ein US-amerikanischer Fotograf, Filmemacher, Künstler und Drohnen-Journalist. Er lebt und arbeitet in Südafrika und in den USA, in Kürze auch in Berlin. In seinen Arbeiten untersucht er, wie sich soziale, politische und ökologische Strukturen in Städte und Landschaften einschreiben.

Millers Fotografien wurden weltweit ausgestellt und publiziert. Eine seiner Aufnahmen erschien 2019 auf dem internationalen Cover des TIME Magazine; National Geographic widmete Unequal Scenes eine eigene Bildstrecke. Miller studierte Political Science am Dickinson College in Pennsylvania. Er ist Senior Fellow bei Code for Africa, Atlantic Fellow, BMW Responsible Leader und UN-Habitat Champion sowie Mitbegründer von africanDRONE.

Seit September 2026 wird Johnny Miller für ein Jahr am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Max Planck Institute for Human Development) in Berlin arbeiten.

In cooperation with the cultural department and the museums

This article about Munich's museums is sponsored by the Cultural Department of the City of Munich and was conceived in cooperation with the State Agency for Non-State Museums in Bavaria. The content has been coordinated between the participating museums and muenchen.de, the official city portal.

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Dates

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