The tower of Isartor is home to a unique museum

Isartor: Learn all about Munich's eastern city gate

The Isartor is one of the old city gates in Munich. The towers are home of a very peculiar museum.

Adresse und Öffnungszeiten

Tal 50 , 80331 München

Isartor in München
Michael Hofmann

Das Isartor im Kurzüberblick

  • Baujahr: 1337 als Teil der zweiten Münchner Stadtbefestigung
  • Besonderheit: einziges erhaltenes Münchner Stadttor mit Hauptturm
  • Architektur: Hauptturm, dreibogige Durchfahrt und zwei achteckige Flankentürme
  • Fresko: Triumphzug Kaiser Ludwigs des Bayern nach der Schlacht bei Mühldorf
  • Kurioses Detail: Die Turmuhr auf der Seite zum Tal läuft rückwärts
  • Museum: Valentin-Karlstadt-Musäum seit 1959 im Isartor
  • Wiedereröffnung: seit dem 10. Juli 2026 wieder für Besucher*innen geöffnet
  • Besichtigung: Außenanlage und Durchgänge sind ohne Eintritt zugänglich

The Isartor at a glance: History and museum

Hilarious traces of Munich's famous comedian Karl Valentin, a mirror-inverted clock and a gigantic Feuerzangenbowle in winter: There's more to this Munich landmark than meets the eye.

  • The almost completely preserved eastern city gate of Munich's old town was built between 1285 and 1347 by Ludwig the Bavarian in the course of the great expansion of the city
  • Restored in 1833 by Friedrich von Gärtner, the gate features a fresco depicting Emperor Ludwig's triumphal procession after the Battle of Ampfing
  • After the gate was severely damaged in the Second World War, it was restored to its original condition in the early 1970s.
  • The Isartor separates the Isartorplatz from the valley, a shopping street that leads directly to Marienplatz
  • The towers have been home to the Valentin Karlstadt Museum since 1959
  • Funny detail: the clocks in the main tower turn counterclockwise
  • The inner courtyard is used for exhibitions and concerts
  • During Advent, the "Münchner Feuerzangenbowle" - a traditional German hot alcoholic drink - serves its guests from a 9,000-liter copper kettle

Die Geschichte des Isartors: Rettung, Kriegsschäden und Wiederaufbau

Das Isartor im Jahr 1858, rechts die Gaststätte Adelmann.
© Stadtarchiv München / Courtesy Schirmer/Mosel www.schirmer-mosel.com

Nachdem die mittelalterliche Stadtbefestigung ihre ursprüngliche Funktion verloren hatte, verfiel auch das Isartor. Im frühen 19. Jahrhundert stand ein Abriss der Anlage zur Diskussion. König Ludwig I. entschied sich jedoch für ihren Erhalt und ließ das Tor von 1833 bis 1835 durch den Architekten Friedrich von Gärtner restaurieren und zu einem bayerischen Nationaldenkmal umgestalten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Isartor schwer beschädigt. Von 1946 bis 1957 folgte die Wiederherstellung. Eine weitere umfassende Sanierung fand 1971 und 1972 statt, als die S-Bahn unter dem Tor gebaut und das Umfeld des Isartorplatzes neu gestaltet wurde. Dabei wurde auch der Nordturm für zusätzliche Museumsräume erschlossen.

Das heutige Erscheinungsbild geht daher nicht allein auf das Mittelalter zurück: Es verbindet erhaltene Teile der historischen Toranlage mit der Umgestaltung des 19. Jahrhunderts und den Wiederherstellungsarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg.

👉 Das heutige Isartor vereint mittelalterliche Bausubstanz mit der Restaurierung Friedrich von Gärtners aus dem 19. Jahrhundert und dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Fresko zeigt den Triumphzug Ludwigs des Bayern

Über den drei Durchgängen erstreckt sich ein großes Wandfresko von Bernhard Neher dem Jüngeren. Es entstand 1835 während der Umgestaltung des Isartors durch Friedrich von Gärtner.

Die Darstellung zeigt den Einzug beziehungsweise Triumphzug Kaiser Ludwigs des Bayern nach seinem Sieg über Friedrich den Schönen von Habsburg in der Schlacht bei Mühldorf im Jahr 1322. Das Fresko machte aus dem mittelalterlichen Stadttor zugleich ein Denkmal für den Wittelsbacher Herrscher.

👉 Das 1835 geschaffene Fresko von Bernhard Neher zeigt die Rückkehr Kaiser Ludwigs des Bayern nach der Schlacht bei Mühldorf von 1322.

Valentin-Karlstadt-Musäum

Valentin-Karlstadt-Musäum
Michaela Mühlbauer

The two Falkentürme (towers) of the Isartor in Munich today host the Valentin Karlstadt Musäum. The rooms inside are dedicated to the legendary Munich comedian Karl Valentin and his partner Liesl Karlstadt.

The pair were famous for their quirky humour, so it's hardly surprising that the museum offers an entertaining glimpse into their cosmos. Expect plenty of absurd features to marvel at, such as the nail that Valentin used to hang his carpentry work on (in German "to hang something on a nail" means "to quit"), or the fur-trimmed winter toothpick.

Anti-clockwise

Spiegelverkehrte Uhr am Isartor München
Katy Spichal

The Isartor tower construction is decorated with two glass clock faces. But if you look closely, you will see that something isn't quite right.

While the hands of the tower clock overlooking Isartorplatz function perfectly normally, moving in a clockwise direction, the hands on the western side, in the direction of Tal, move anti-clockwise. And the clock face itself has also been reversed.

This was done deliberately, as the clock evokes the humour of Karl Valentin and the people of Bavaria in general. Even the former German Chancellor Willy Brandt once famously stated that "in Bavaria, the clocks run differently".

Feuerzangenbowle: Red wine punch to keep the cold at bay

Light flames and a huge cauldron of red wine punch in the centre of Munich's inner city: even at the coldest times of the year, the Isartor is still a popular meeting point.

Tourists and Munich inhabitants come together at the Munich Feuerzangenbowle event to enjoy a hot glass of red wine punch in the setting of the former city gate. And, of course, there is also plenty to eat.

The organisers are culturally engaged too, and display installations and exhibitions focussing on socially relevant topics.

Kultur und Feuerzangenbowle im Innenhof

Der Innenhof des Isartors wird für Ausstellungen, Konzerte und weitere Kulturveranstaltungen genutzt. Programme des Valentin-Karlstadt-Musäums finden dabei nicht nur in den engen Turmräumen, sondern teilweise auch unter freiem Himmel statt.

Im Winter ist der Innenhof außerdem als Schauplatz der Münchner Feuerzangenbowle bekannt. Dafür wird ein großer Kessel aufgebaut, über dem der mit Rum getränkte Zuckerhut brennt. Die jeweiligen Termine und Öffnungszeiten werden saisonal veröffentlicht. Während der Sanierung des Musäums wurde diese Adventveranstaltung an Ausweichorten durchgeführt. 

👉 Der Innenhof des Isartors wird für Kulturveranstaltungen genutzt und ist im Winter traditionell Schauplatz der Münchner Feuerzangenbowle.

Service-Infos zum Isartor und Valentin-Karlstadt-Musäum

  • Adresse: Tal 50, 80331 München
  • Lage: Am östlichen Ende des Tals zwischen Altstadt und Isartorplatz
  • Isartor besichtigen: Außenanlage und Durchgänge sind grundsätzlich frei und ohne Eintritt zugänglich
  • Museum: Die Innenräume der Türme sind über das Valentin-Karlstadt-Musäum zugänglich
  • Öffnungszeiten Musäum: Montag, Dienstag und Donnerstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr
  • Geschlossen: mittwochs sowie vom 24. bis 26. Dezember und am 1. Januar
  • Eintritt: Erwachsene 3,99 Euro, ermäßigt 2,99 Euro
  • Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Auszubildende
  • Anfahrt: S-Bahn, Tram 16 und 18 sowie Bus 132 bis Haltestelle Isartor
  • Barrierefreiheit: Die Ausstellungsräume und das Turmstüberl sind nur über eine Wendeltreppe erreichbar; ein Aufzug ist nicht vorhanden

FAQ: Häufige Fragen zum Isartor

Blick vom Tal auf das Isartor
Katy Spichal

Was ist das Isartor in München?

Das Isartor ist ein 1337 errichtetes Stadttor am östlichen Rand der Münchner Altstadt. Neben dem Karlstor und dem Sendlinger Tor gehört es zu den drei erhaltenen Toranlagen der früheren Stadtbefestigung.

Wann wurde das Isartor gebaut?

Das Isartor wurde 1337 als Tor der zweiten Münchner Stadtmauer errichtet. Sein heutiges Erscheinungsbild wurde außerdem durch die Restaurierung von 1833 bis 1835 und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt.

Kann man das Isartor von innen besichtigen?

Die Durchgänge und der Innenhof können grundsätzlich frei besichtigt werden. Die Räume in den Türmen sind im Rahmen eines Besuchs des Valentin-Karlstadt-Musäums zugänglich.

Warum läuft die Uhr am Isartor rückwärts?

Die Turmuhr auf der Seite zum Tal besitzt ein spiegelverkehrtes Zifferblatt und läuft gegen den Uhrzeigersinn. Die Uhr auf der Seite zum Isartorplatz zeigt die Zeit dagegen normal an.

Ist das Valentin-Karlstadt-Musäum wieder geöffnet?

Ja. Das Valentin-Karlstadt-Musäum wurde nach seiner Brandschutzsanierung am 10. Juli 2026 wiedereröffnet.

Wann hat das Valentin-Karlstadt-Musäum geöffnet?

Das Musäum ist montags, dienstags und donnerstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Sonntags öffnet es bereits um 10 Uhr; mittwochs bleibt es geschlossen.

Ist das Valentin-Karlstadt-Musäum barrierefrei?

Nein. Die Ausstellungsräume und das Turmstüberl sind nur über eine Wendeltreppe erreichbar. Im Isartor gibt es keinen Aufzug

At a glance

Isartor

Tal 50
80331 München