Foto: Katy Spichal / muenchen.de

Viktualienmarkt

Sehenswerte Plätze | Altstadt, Zentrum

Viktualienmarkt München

Viktualienmarkt München Galerie

Auf dem Viktualienmarkt kommen im Herzen der Altstadt Alt und Jung, Feinschmecker, Köche, Einkäufer, Münchner und Touristen zusammen. Auf 22.000 Quadratmetern bieten kleine Stände einheimische und exotische Waren an. Bei Antipasti, frisch gepressten Säften, seltenen Gewürzen und originellen Käsesorten bleiben keine kulinarischen Wünsche offen.

Das ist für die Sanierung des Viktualienmarkts geplant

Kommunalreferent Axel Markwardt und Boris Schwartz, 2. Werkleiter der Markthallen München
Kommunalreferent Axel Markwardt und Boris Schwarz, 2. Werkleiter der Markthallen München, beim Rundgang über den Viktualienmarkt

Behutsam, sanft und liebevoll – so soll die Sanierung des Viktualienmarkts ablaufen. Kommunalreferent Axel Markwardt stellte am 21.2.2017 erste detaillierte Pläne für die Erneuerung des beliebten Münchner Marktes vor. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es, den Charme der traditionsreichen Stätte zu erhalten und sie gleichzeitig zukunftsfähig zu machen.

Mehr zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen

Ein Wahrzeichen im Herzen der Stadt

Schmankerlstand

Was sind eigentlich Viktualien? Der Begriff leitet sich vom spätlateinischen Wort victus ab, was soviel wie „Vorräte“ oder „Lebensmittel“ bedeutet. Im Herzen Münchens bietet der Viktualienmarkt ein reichhaltiges Angebot an frischen Produkten, die nicht nur den Gaumen, sondern alle Sinne erfreuen und das Leben versüßen. Bäcker, Metzger, Fischhändler, Feinkostläden und Blumenstände machen den Markt zum herausragenden Wahrzeichen Münchens – und das seit über 200 Jahren. Einen Platz, den man nicht nur wegen seiner Verbindung aus Kultur und Kulinarik gesehen haben sollte.

Reportage: Samstags auf dem Viktualienmarkt im Blog "Münchner Momente" von muenchen.de

Kulinarisches: Obst und Gemüse - einheimisch und exotisch

Stand Saureseck Viktualienmarkt

Betrachtet man die kulinarische Vielfalt auf dem Viktualienmarkt, so merkt man schnell, dass das weltbekannte Feinschmeckerparadies seinem Ursprung als Bauernmarkt bis heute treu geblieben ist. Obst und Gemüse sind daher immer noch die Produkte, die am häufigsten an den über 140 Ständen angeboten werden.

Rund 30 Händler offerieren hier neben der einheimischen, saisonalen Ware auch exotische Köstlichkeiten aus aller Herren Länder. „Beim Trübenecker“ bekommt man beispielsweise Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, bei „Uwe’s Kartoffelstandl“ findet man eine einmalige Auswahl von bis zu 40 Sorten Kartoffeln aus aller Welt und der „Exotenmüller“ ist die Adresse für ausgefallenes Obst und Gemüse.

Fleisch, Fisch, Käse und Brot - Paradies für Feinschmecker

Stand Witte Viktualienmarkt

Auch die Metzgerzunft wird ihrer Historie auf dem Viktualienmarkt gerecht. Neben der Metzgerzeile am Fuße des „Petersbergl“ bietet der Markt zahlreiche Geschäfte mit Fleisch- und Wurstwaren, allen voran den einzigen Pferdemetzger Münchens. Käse und Milchprodukte sowie Brot und Backwaren komplettieren das sortenreiche Angebot auf dem Viktualienmarkt. An rund 10 Ständen widmet man sich den Köstlichkeiten rund um die Milch während die „Bäckerliesl“, die mit über 80 Jahren älteste Händlerin am Markt, sowie neun weitere Stände für feines Backwerk sorgen.

Schlemmen und Wein verkosten

Wein und Käse am Viktualienmarkt

Vervollständigt wird die kulinarische Vielfalt des Marktes von mehreren Fischgeschäften, zahlreichen Feinkostadressen, Tee- und Honigläden sowie einem ebenso umfangreichen wie vielfältigen Angebot an Weinen und Spirituosen. Überkommt den Marktbesucher spontan der Hunger, so hat er die Möglichkeit an einem von über 20 Ständen einen Imbiss einzunehmen oder sich im idyllischen „Biergarten am Viktualienmarkt“ niederzulassen.

Diese Angebotsvielfalt machen sich selbstverständlich auch die Münchner Sterneköche zunutze, die neben den Feinschmeckern aus aller Welt häufige und gerne gesehene Kunden auf Münchens Gourmet-Markt Nummer Eins sind.

Biergarten am Viktualienmarkt

Biergarten Viktualienmarkt

Der Biergarten am Viktualienmarkt kann sich rühmen, der zentralste Biergarten Münchens zu sein. Mitten im Herzen der Stadt, umgeben von den bunten Ständen des weltbekannten Marktes treffen sich hier Menschen aus aller Welt und allen Schichten zu einer erfrischenden Maß. Ob Bayer oder Preuße, Deutscher oder Japaner, Bauarbeiter oder Bürgermeister - hier sitzen sie alle friedlich beisammen.

Zu den eben gekauften Bratwurstsemmel kann man dann abwechselnd die Biere der großen Münchner Brauereien trinken und dem geschäftigen Treiben auf dem Viktualienmarkt zusehen - bayerische Gemütlichkeit direkt am Puls der Millionenstadt.

M-WLAN - Kostenloses WiFi auf Münchner Plätzen

M-WLAN HotspotAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann. Die "Free Wifi"-Standorte werden kontinuierlich ausgebaut. Derzeit gibt es M-WLAN hier: Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Karlsplatz Stachus, Gärtnerplatz, Mariahilfplatz, Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum. Auch am Coubertinplatz im Olympiapark, am Hauptbahnhof, Hohenzollernplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Mangfallplatz, Viktualienmarkt und am Willy-Brandt-Platz in der Messestadt West kann kostenlos im M-WLAN gesurft werden.

Wer sich in das drahtlose Netz einwählt, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen. M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.

Alljährliches Brunnenfest

Brunnenfest Viktualienmarkt 2013 Figur mit Blumen im Arm

Farbenfroh und fröhlich geht es auf dem Brunnenfest am Viktualienmarkt zu. Am ersten Freitag im August werden die Brunnen der Volkssänger und Volksschauspieler mit Blumen dekoriert und von Musikern und Künstlern in traditionellem Gewand gefeiert. Künstler, Musikanten, Volksschauspieler und Kostümgruppen präsentieren auf dem Viktualienmarkt kostenlos ihr Können vor den Brunnen-Plastiken verstorbener Künstler.

So schön ist es beim Brunnenfest

Geschichte des Viktualienmarkts seit 1807

Bis zum 2. Mai 1807 diente der Marienplatz (damals noch Schrannenplatz) als Handelsort für Getreide und andere Agrarerzeugnisse. Mit der Zeit wurde dieser jedoch zu klein und deshalb beschloss König Max I. Joseph den Marktplatz um das Gebiet neben dem Heilig-Geist-Spital zu erweitern. Das Spital wurde 1885 abgerissen und die gleichnamige Kirche in Richtung Westen verlängert. Langsam näherte sich der Platz jener Struktur, wie sie auch heute noch besteht und wurde zur „guten Stube“ Münchens.

Wegweiser Viktualienmarkt

In den Folgejahren erlebte der Viktualienmarkt seinen Aufstieg, aber auch einen gravierenden Tiefpunkt durch seine Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Neue Verkaufshallen und „Standl“ (bayrisch für Stände) wurden errichtet: der Fischmarkt bekam 1855 seinen Standort in der Westenriederstraße. Später kamen noch die Bankmetzgerhalle, Brotläden, eine eigene Halle für Nordseefischerei und die Ladenbauten für den Obstverkauf dazu. Geflügel- und Wildbrethändler, die Petersberglmetzger und die Blumenfrauen nahmen ihre neuen Plätze ein. Während zuvor noch die Verkaufsstandorte jeden Tag neu vergeben wurden, gibt es auf dem Viktualienmarkt seit 1870 feste Stände.

Wiederaufbau und Entwicklung zum Schmankerlparadies

Koch Witte Viktualienmarkt

Während des zweiten Weltkrieges wurde der Viktualienmarkt bei Luftangriffen so schwer beschädigt, dass man kurzeitig sogar von einer Wiedererrichtung abkam, um in Bestlage Hochhäuser errichten zu können. Zum Glück wurde der Vorschlag von der Stadtverwaltung rechtzeitig abgelehnt. Der gute alte Viktualienmarkt konnte rekonstruiert und wieder aufgebaut werden. Auch die an den Viktualienmarkt angrenzende Schrannenhalle wurde 2005 wieder errichtet, nachdem sie bei einem Brand im Jahr 1932 fast völlig zerstört worden war.

Mit dem Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren entwickelte sich der Viktualienmarkt zum Münchner Schmankerlparadies. Feinkostwaren aus aller Welt reihten sich immer öfter in das einheimische Angebot von Holzofenbrot bis Leberkäs ein. Die Vielfalt erweiterte sich stets und so findet man heutzutage alles, was das Feinschmeckerherz begehrt und das Markttreiben bunter macht.

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Öffnungszeiten

Im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten findet der Markt montags bis samstags von 8 bis spätestens 20 Uhr statt, wobei Ausnahmeregelungen für Blumenhändler, Gastronomen und Bäcker gelten.

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Aktuelle Veranstaltungen

40 Bewertungen zu Viktualienmarkt

5
40 Bewertungen
  • von am

    Ich bin begeisterter Besucher und Einkäufer beim Viktualienmarkt. Ich bin oft am Markt und geh dann,nach dem Biergartenbesuch oder Fischessen bei Witte zur Nordsee (kostenpflichtig) auf die Toilette. Wenn ich nur wüßte wo die öffentliche Toiletten ist. Wie wäre es mal mit vernünftiger Beschilderung

  • von am

    Muss man in München gesehen haben. Lecker Senf gekauft.

  • von am

    Ich hab den Biergarten am Viktualienmarkt schon mehrmals besucht. Bin jedesmal zufrieden!

  • von am

    Der beste Markt in Deutschland

  • von am

    Ich habe diesen wunderschönen Markt das erste Mail 1950 kennen und lieben gelernt und das ist bis heute so geblieben.

  • von am

    Frische Lebensmittel und angenehmes Flair, immer ein Besuch wert.

  • von am

    Eine Schlemmtour auf dem Viktualienmarkt kann ich nur empfehlen. Wir haben an den einzelnen Ständen angehalten und immer ein paar Dinge probiert. Dazu wurde die ein oder andere Geschichte erzählt. Auch so zum Einkaufen finde ich den Markt toll. Viele, frische Waren, die nur darauf warten vernascht zu werden. Meinen nächsten Wocheneinkauf werde ich wieder hier machen!

  • von am

    Sobald die Sonne München zur nördlichsten Stadt Italiens macht, muss es mindestens einmal im Monat sein: Dann nehm ich mir den Nachmittag frei, schlendere über den Viktualienmarkt, kaufe hier ein wenig Käse, dort a Wurscht, beim Nachbarstandl ein paar Aufstriche und eingelegtes Gemüse. Brot darf ich nicht vergessen, und die Rund-SMS an Sonnenhungrige Freunde und Bekannte. Perfekt ausgerüstet sitze ich dann im Biergarten an der Sonne, freue mich über jeden der eintrudelt und stelle ein ums andere Mal fest: München ist die schönste Stadt der Welt.

  • von am

    ein super Ort für Mittagspause vor allem im Sommer

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