Foto: Katy Spichal / muenchen.de

Viktualienmarkt München

Der Viktualienmarkt ist das kulinarische Zentrum Münchens. Auf 22.000 Quadratmetern findet sich hier von frischem Obst und Gemüse, ausgefallenen Käsesorten und exotischen Gewürzen alles. Die Imbissstände sind für Freunde von schnellem, abwechslungsreichen Essen ein absolutes Muss.

So schön ist der Viktualienmarkt

Ein Wahrzeichen im Herzen der Stadt

Schmankerlstand

Was sind eigentlich Viktualien? Der Begriff leitet sich vom spätlateinischen Wort victus ab, was soviel wie „Vorräte“ oder „Lebensmittel“ bedeutet. Im Herzen Münchens bietet der Viktualienmarkt ein reichhaltiges Angebot an frischen Produkten, die nicht nur den Gaumen, sondern alle Sinne erfreuen und das Leben versüßen. Bäcker, Metzger, Fischhändler, Feinkostläden und Blumenstände machen den Markt zum herausragenden Wahrzeichen Münchens – und das seit über 200 Jahren. Einen Platz, den man nicht nur wegen seiner Verbindung aus Kultur und Kulinarik gesehen haben sollte.

Reportage: Samstags auf dem Viktualienmarkt im Blog "Münchner Momente" von muenchen.de

Kulinarisches: Obst und Gemüse - einheimisch und exotisch

Stand Saureseck Viktualienmarkt

Betrachtet man die kulinarische Vielfalt auf dem Viktualienmarkt, so merkt man schnell, dass das weltbekannte Feinschmeckerparadies seinem Ursprung als Bauernmarkt bis heute treu geblieben ist. Obst und Gemüse sind daher immer noch die Produkte, die am häufigsten an den über 140 Ständen angeboten werden.

Rund 30 Händler offerieren hier neben der einheimischen, saisonalen Ware auch exotische Köstlichkeiten aus aller Herren Länder. „Beim Trübenecker“ bekommt man beispielsweise Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, bei „Uwe’s Kartoffelstandl“ findet man eine einmalige Auswahl von bis zu 40 Sorten Kartoffeln aus aller Welt und der „Exotenmüller“ ist die Adresse für ausgefallenes Obst und Gemüse.

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Fleisch, Fisch, Käse und Brot - Paradies für Feinschmecker

Stand Witte Viktualienmarkt

Auch die Metzgerzunft wird ihrer Historie auf dem Viktualienmarkt gerecht. Neben der Metzgerzeile am Fuße des „Petersbergl“ bietet der Markt zahlreiche Geschäfte mit Fleisch- und Wurstwaren, allen voran den einzigen Pferdemetzger Münchens. Käse und Milchprodukte sowie Brot und Backwaren komplettieren das sortenreiche Angebot auf dem Viktualienmarkt. An rund 10 Ständen widmet man sich den Köstlichkeiten rund um die Milch während die „Bäckerliesl“, die mit über 80 Jahren älteste Händlerin am Markt, sowie neun weitere Stände für feines Backwerk sorgen.

Schlemmen und Wein verkosten

Wein und Käse am Viktualienmarkt

Vervollständigt wird die kulinarische Vielfalt des Marktes von mehreren Fischgeschäften, zahlreichen Feinkostadressen, Tee- und Honigläden sowie einem ebenso umfangreichen wie vielfältigen Angebot an Weinen und Spirituosen. Überkommt den Marktbesucher spontan der Hunger, so hat er die Möglichkeit an einem von über 20 Ständen einen Imbiss einzunehmen oder sich im idyllischen „Biergarten am Viktualienmarkt“ niederzulassen.

Diese Angebotsvielfalt machen sich selbstverständlich auch die Münchner Sterneköche zunutze, die neben den Feinschmeckern aus aller Welt häufige und gerne gesehene Kunden auf Münchens Gourmet-Markt Nummer Eins sind.

Biergarten am Viktualienmarkt

Biergarten Viktualienmarkt

Der Biergarten am Viktualienmarkt kann sich rühmen, der zentralste Biergarten Münchens zu sein. Mitten im Herzen der Stadt, umgeben von den bunten Ständen des weltbekannten Marktes treffen sich hier Menschen aus aller Welt und allen Schichten zu einer erfrischenden Maß. Ob Bayer oder Preuße, Deutscher oder Japaner, Bauarbeiter oder Bürgermeister - hier sitzen sie alle friedlich beisammen.

Zu den eben gekauften Bratwurstsemmel kann man dann abwechselnd die Biere der großen Münchner Brauereien trinken und dem geschäftigen Treiben auf dem Viktualienmarkt zusehen - bayerische Gemütlichkeit direkt am Puls der Millionenstadt.

Viktualienmarkt aktuell

Viktualienmarkt wird als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Viktualienmarkt als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zeichnete mit der Enthüllung eines Messingschildes im Rahmen des Brunnenfests den Viktualienmarkt als immaterielles Kulturerbe aus.
Mehr zur Auszeichnung
 

Das ist für die Sanierung des Marktes geplant

Behutsam, sanft und liebevoll – so soll die Sanierung des Viktualienmarkts ablaufen. Kommunalreferent Axel Markwardt hat erste detaillierte Pläne für die Erneuerung des beliebten Münchner Marktes vorgestellt.
Mehr zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen

M-WLAN - Kostenloses WiFi auf Münchner Plätzen

M-WLAN HotspotAn zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann. Die "Free Wifi"-Standorte werden kontinuierlich ausgebaut. Derzeit gibt es M-WLAN hier: Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Karlsplatz Stachus, Gärtnerplatz, Mariahilfplatz, Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum. Auch am Coubertinplatz im Olympiapark, am Hauptbahnhof, Hohenzollernplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Mangfallplatz, Viktualienmarkt und am Willy-Brandt-Platz in der Messestadt West kann kostenlos im M-WLAN gesurft werden.

Wer sich in das drahtlose Netz einwählt, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen. M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.

Alljährliches Brunnenfest

Brunnenfest Viktualienmarkt 2013 Figur mit Blumen im Arm, Foto: Flo Osrainik

Farbenfroh und fröhlich geht es auf dem Brunnenfest am Viktualienmarkt zu. Am ersten Freitag im August werden die Brunnen der Volkssänger und Volksschauspieler mit Blumen dekoriert und von Musikern und Künstlern in traditionellem Gewand gefeiert. Künstler, Musikanten, Volksschauspieler und Kostümgruppen präsentieren auf dem Viktualienmarkt kostenlos ihr Können vor den Brunnen-Plastiken verstorbener Künstler.

So schön ist es beim Brunnenfest

Geschichte des Viktualienmarkts seit 1807

Bis zum 2. Mai 1807 diente der Marienplatz (damals noch Schrannenplatz) als Handelsort für Getreide und andere Agrarerzeugnisse. Mit der Zeit wurde dieser jedoch zu klein und deshalb beschloss König Max I. Joseph den Marktplatz um das Gebiet neben dem Heilig-Geist-Spital zu erweitern. Das Spital wurde 1885 abgerissen und die gleichnamige Kirche in Richtung Westen verlängert. Langsam näherte sich der Platz jener Struktur, wie sie auch heute noch besteht und wurde zur „guten Stube“ Münchens.

Wegweiser Viktualienmarkt

In den Folgejahren erlebte der Viktualienmarkt seinen Aufstieg, aber auch einen gravierenden Tiefpunkt durch seine Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Neue Verkaufshallen und „Standl“ (bayrisch für Stände) wurden errichtet: der Fischmarkt bekam 1855 seinen Standort in der Westenriederstraße. Später kamen noch die Bankmetzgerhalle, Brotläden, eine eigene Halle für Nordseefischerei und die Ladenbauten für den Obstverkauf dazu. Geflügel- und Wildbrethändler, die Petersberglmetzger und die Blumenfrauen nahmen ihre neuen Plätze ein. Während zuvor noch die Verkaufsstandorte jeden Tag neu vergeben wurden, gibt es auf dem Viktualienmarkt seit 1870 feste Stände.

Wiederaufbau und Entwicklung zum Schmankerlparadies

Koch Witte Viktualienmarkt

Während des zweiten Weltkrieges wurde der Viktualienmarkt bei Luftangriffen so schwer beschädigt, dass man kurzeitig sogar von einer Wiedererrichtung abkam, um in Bestlage Hochhäuser errichten zu können. Zum Glück wurde der Vorschlag von der Stadtverwaltung rechtzeitig abgelehnt. Der gute alte Viktualienmarkt konnte rekonstruiert und wieder aufgebaut werden. Auch die an den Viktualienmarkt angrenzende Schrannenhalle wurde 2005 wieder errichtet, nachdem sie bei einem Brand im Jahr 1932 fast völlig zerstört worden war.

Mit dem Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren entwickelte sich der Viktualienmarkt zum Münchner Schmankerlparadies. Feinkostwaren aus aller Welt reihten sich immer öfter in das einheimische Angebot von Holzofenbrot bis Leberkäs ein. Die Vielfalt erweiterte sich stets und so findet man heutzutage alles, was das Feinschmeckerherz begehrt und das Markttreiben bunter macht.

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Öffnungszeiten

Im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten findet der Markt montags bis samstags von 8 bis spätestens 20 Uhr statt, wobei Ausnahmeregelungen für Blumenhändler, Gastronomen und Bäcker gelten.

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Aktuelle Veranstaltungen

50 Bewertungen zu Viktualienmarkt

5
50 Bewertungen
  • von am

    Waren zum ersten Mal auf dem Markt. Einfach super...der Duft entlang an den Ständen, das Angebot, die Atmosphäre...super. Und vorallem die Preise...haben Obatzter und eine Senfcreme für zusammen mal 6 Euro gekauft, Brezel für 55ct !!! die super lecker waren, diverse leckere Speisen zu tollen Preisen. Ein schönes Erlebnis in München. Sollte man auf jeden Fall gesehen und erlebt haben. So is(s)t München und nicht wie im ältesten Brauhaus!

  • von am

    Ein Einkauf mit nettem Plausch und guten Tipps .Qualität und Frische in der Tasche. Dann eine Brotzeit nach Maas

  • von am

    Bis zum Kennenlernen des Viktualienmarktes war ich kein 'Marktgänger'. Seit diesem Jahr ist das ein Highlight für mich als neuer Wahl-Münchner, den Viktualienmarktbesuch mit einem Espresso zu starten und danach an den frisch duftenden Ständen vorbei zu spazieren und den Obst-, Gemüse und Blumeneinkauf für die nächsten Tage zu tätigen! Herrlich, mit welcher Hingebung die Marktbesitzer ihre Waren herrichten!

  • von am

    Ich bin begeisterter Besucher und Einkäufer beim Viktualienmarkt. Ich bin oft am Markt und geh dann,nach dem Biergartenbesuch oder Fischessen bei Witte zur Nordsee (kostenpflichtig) auf die Toilette. Wenn ich nur wüßte wo die öffentliche Toiletten ist. Wie wäre es mal mit vernünftiger Beschilderung

  • von am

    Muss man in München gesehen haben. Lecker Senf gekauft.

  • von am

    Ich hab den Biergarten am Viktualienmarkt schon mehrmals besucht. Bin jedesmal zufrieden!

  • von am

    Der beste Markt in Deutschland

  • von am

    Ich habe diesen wunderschönen Markt das erste Mail 1950 kennen und lieben gelernt und das ist bis heute so geblieben.

  • von am

    Frische Lebensmittel und angenehmes Flair, immer ein Besuch wert.

  • von am

    Eine Schlemmtour auf dem Viktualienmarkt kann ich nur empfehlen. Wir haben an den einzelnen Ständen angehalten und immer ein paar Dinge probiert. Dazu wurde die ein oder andere Geschichte erzählt. Auch so zum Einkaufen finde ich den Markt toll. Viele, frische Waren, die nur darauf warten vernascht zu werden. Meinen nächsten Wocheneinkauf werde ich wieder hier machen!

  • von am

    Sobald die Sonne München zur nördlichsten Stadt Italiens macht, muss es mindestens einmal im Monat sein: Dann nehm ich mir den Nachmittag frei, schlendere über den Viktualienmarkt, kaufe hier ein wenig Käse, dort a Wurscht, beim Nachbarstandl ein paar Aufstriche und eingelegtes Gemüse. Brot darf ich nicht vergessen, und die Rund-SMS an Sonnenhungrige Freunde und Bekannte. Perfekt ausgerüstet sitze ich dann im Biergarten an der Sonne, freue mich über jeden der eintrudelt und stelle ein ums andere Mal fest: München ist die schönste Stadt der Welt.

  • von am

    ein super Ort für Mittagspause vor allem im Sommer

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