Münchens historischer Platz an der Ludwigstraße

Odeonsplatz München: Feldherrnhalle, Theatinerkirche und Residenz

Der Odeonsplatz am südlichen Ende der Ludwigstraße gehört zu den bekanntesten Plätzen Münchens. Theatinerkirche, Feldherrnhalle, Residenz und Hofgarten bilden eine eindrucksvolle Kulisse zwischen Altstadt und Maxvorstadt.

Aktuell ist die Feldherrnhalle wegen einer umfassenden Sanierung eingerüstet und nur eingeschränkt zu sehen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2028. Der Odeonsplatz, die Theatinerkirche, der Hofgarten und die umliegenden Straßen bleiben grundsätzlich erreichbar.

Adresse und Öffnungszeiten

Odeonsplatz 1 , 80539 München

Luftaufnahme vom Odeonsplatz im Morgenlicht mit Theatinerkirche und Feldherrnhalle
Intrepix / Shutterstock.com

Das Wichtigste zum Odeonsplatz im Überblick

  • Wo? Odeonsplatz, 80539 München
  • Stadtbezirk: Altstadt-Lehel, an der Grenze zur Maxvorstadt
  • Bekannt für: Theatinerkirche, Feldherrnhalle, Residenz, Hofgarten und Ludwigstraße
  • Eintritt: Der Platz ist frei zugänglich
  • Aktuelle Einschränkung: Die Feldherrnhalle wird voraussichtlich bis 2028 saniert und ist eingerüstet
  • Anfahrt: U3, U4, U5 und U6 bis Odeonsplatz, Bus 100
  • Gut zu wissen: Bei Großveranstaltungen kommt es regelmäßig zu Sperrungen und geänderten Zugängen
  • Barrierefreiheit: Der Platz ist weitgehend stufenlos; die Feldherrnhalle ist nur über Treppen erreichbar

Italienisches Flair zwischen Altstadt und Ludwigstraße

Der Odeonsplatz bildet den Übergang zwischen der historischen Altstadt und der Ludwigstraße. Sein besonderes Erscheinungsbild entsteht aus dem Zusammenspiel von italienisch geprägtem Barock und Münchner Klassizismus.

Die Feldherrnhalle folgt dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz, die Theatinerkirche orientiert sich am römischen Hochbarock und der Hofgarten an italienischen Renaissancegärten. Auch das ehemalige Odeon und das Palais Leuchtenberg greifen Motive italienischer Palastarchitektur auf. Die Arkaden des Bazargebäudes verstärken den Eindruck einer südlichen Piazza.

Diese architektonische Nähe zu Italien geht maßgeblich auf König Ludwig I. zurück. Seine Begeisterung für italienische Kunst prägte den Odeonsplatz, die Ludwigstraße und weitere Teile der klassizistischen Stadterweiterung. Auch während der Sanierung der Feldherrnhalle lohnt sich der Besuch wegen der Theatinerkirche, der Residenz und des direkt anschließenden Hofgartens.

👉 Am Odeonsplatz liegen mehrere der wichtigsten Münchner Sehenswürdigkeiten in einer von Florenz und Rom inspirierten Platzkulisse nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Theatinerkirche: Das Wahrzeichen des Odeonsplatzes

Weiß-blauer Himmel über der Theatinerkirche am Odeonsplatz
Michael Hofmann

Mit ihrer gelben Fassade, den beiden Türmen und der mächtigen Kuppel prägt die Theatinerkirche St. Kajetan den Odeonsplatz.

Kurfürst Ferdinand Maria und seine Frau Henriette Adelheid von Savoyen ließen die Kirche als Dank für die Geburt des lange erwarteten Thronfolgers Max Emanuel errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte 1663. Als erster Baumeister wurde Agostino Barelli aus Bologna verpflichtet.

Barelli orientierte sich an der römischen Theatinerkirche Sant’Andrea della Valle. Später übernahm Enrico Zuccalli die künstlerische Leitung und prägte die Kuppel und die beiden Türme. Die heutige Fassade entstand im 18. Jahrhundert nach Entwürfen von François de Cuvilliés dem Älteren.

Der helle Innenraum ist von weißem Stuck, hohen Arkaden und einer rund 70 Meter hohen Kuppel geprägt. In der Fürstengruft ruhen zahlreiche Angehörige des Hauses Wittelsbach. Während Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen kann die Besichtigung eingeschränkt sein.

👉 Die barocke Theatinerkirche mit ihrer gelben Fassade und der rund 70 Meter hohen Kuppel ist das prägende Wahrzeichen des Münchner Odeonsplatzes.

Feldherrnhalle: Florentiner Vorbild und Münchner Geschichte

Die Feldherrnhalle bei Nacht
anshar / Shutterstock.com

Die Feldherrnhalle bildet den südlichen Abschluss des Odeonsplatzes. König Ludwig I. ließ sie von 1841 bis 1844 durch Friedrich von Gärtner errichten.

Historisches Hauptvorbild war die Loggia dei Lanzi an der Piazza della Signoria in Florenz. Die Münchner Feldherrnhalle ist jedoch keine reine Kopie. Ihre Proportionen und ihre Ausstattung wurden an die Münchner Platzsituation und die von Ludwig I. gewünschte Würdigung des bayerischen Heeres angepasst.

In den seitlichen Bögen stehen die Bronzestandbilder von Graf Tilly und Fürst Wrede. Das Bayerische Armeedenkmal in der Mitte kam Ende des 19. Jahrhunderts hinzu. Die beiden Löwen an der Treppe wurden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgestellt.

Die Feldherrnhalle wird derzeit umfassend saniert. Dabei werden Naturstein- und Putzflächen restauriert, Gewölbe und Pfeiler gesichert sowie die Bronzen und Löwen instand gesetzt. Auch die technischen Anlagen werden modernisiert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2028.

👉 Die Münchner Feldherrnhalle entstand nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz und wird voraussichtlich bis 2028 umfassend saniert.

Blick über die Ludwigstraße bis zum Siegestor

Vom südlichen Platzbereich öffnet sich der Blick über das Reiterstandbild Ludwigs I. und die Ludwigstraße bis zum Siegestor. Die Feldherrnhalle und das Siegestor bilden die beiden monumentalen Abschlüsse der Prachtstraße.

Die Ludwigstraße entstand im 19. Jahrhundert nach Planungen von Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner. An ihr liegen unter anderem die Bayerische Staatsbibliothek, die Ludwig-Maximilians-Universität und die Ludwigskirche. Hinter dem Siegestor geht sie in die Leopoldstraße über.

Die Sichtachse gehört zu den eindrucksvollsten Stadtansichten Münchens. Sie zeigt besonders deutlich den Übergang von der kleinteiligen Altstadt zur großzügig geplanten Maxvorstadt.

👉 Vom Odeonsplatz reicht der Blick entlang der Ludwigstraße über rund einen Kilometer bis zum Siegestor.

Residenz: Das ehemalige Stadtschloss der Wittelsbacher

Westfassade der Residenz München
Bayerische Schlösserverwaltung/Maria Scherf

An der Ostseite des Platzensembles erstreckt sich die Münchner Residenz. Sie war von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige.

Aus einer mittelalterlichen Burg entstand über mehrere Jahrhunderte eine weitläufige Schlossanlage. Zu den bekanntesten Innenräumen gehören das Antiquarium, die Kaiserzimmer und die Reichen Zimmer. Besichtigt werden können außerdem die Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater.

Für eine ausführliche Besichtigung der Residenz sollte deutlich mehr Zeit als für einen Rundgang über den Odeonsplatz eingeplant werden. Öffnungszeiten und Eintrittspreise richten sich nach den jeweiligen Museumsbereichen.

👉 Die Münchner Residenz am Odeonsplatz war über vier Jahrhunderte der Wohn- und Regierungssitz der Wittelsbacher.

Hofgarten: Renaissancegarten neben dem Odeonsplatz

Blick auf den Hofgarten mit Pavillon und die Theatinerkirche
Michael Hofmann
Hofgarten-Pavillon

Durch das Hofgartentor gelangt ihr vom Odeonsplatz direkt in den Hofgarten. Der Garten entstand ab 1613 unter Herzog Maximilian I. nach dem Vorbild italienischer Renaissancegärten.

Im Mittelpunkt steht der Dianatempel, von dem acht Wege strahlenförmig durch den Garten führen. Kieswege, Brunnen, Blumenbeete und zahlreiche Bänke machen den Hofgarten zu einem beliebten Aufenthaltsort in der Innenstadt.

Im Sommer treten rund um den Dianatempel gelegentlich Musiker*innen auf. Auch Tanzgruppen nutzen den Pavillon und seine Umgebung. Vom Hofgarten führen Wege weiter zur Bayerischen Staatskanzlei, zum Haus der Kunst und zum Englischen Garten.

👉 Der Hofgarten verbindet den Odeonsplatz mit der Residenz und dem südlichen Teil des Englischen Gartens.

Bazargebäude und Hofgartentor

muenchen.de/Florian Künzler
Blick vom Café Tambosi im Bazargebäude

Das von Leo von Klenze entworfene Bazargebäude begrenzt den eigentlichen Odeonsplatz im Osten. Es entstand an der Stelle der früheren Hofreitschule.

Seine lang gestreckten Arkaden verbinden den Platz optisch mit dem Hofgartentor und verstärken den Eindruck einer italienischen Piazza. Im Gebäude befindet sich unter anderem das traditionsreiche Café Tambosi.

Das Hofgartentor wurde 1816 errichtet und gehört zu den frühen Münchner Arbeiten Leo von Klenzes. Es bildet den direkten Übergang zwischen Odeonsplatz und Hofgarten.

Geografisch gehört das Bazargebäude eindeutig zum eigentlichen Odeonsplatz. Für das Besuchserlebnis stehen jedoch Theatinerkirche, Feldherrnhalle, Residenz und Hofgarten im Vordergrund.

👉 Das Bazargebäude mit seinen Arkaden bildet die östliche Platzwand des eigentlichen Odeonsplatzes und den Übergang zum Hofgarten.

Ehemaliges Odeon und Palais Leuchtenberg

Das Odeon, Sitz des Bayerischen Innenministeriums.
Katy Spichal

Der Platz ist nach dem ehemaligen Konzerthaus Odeon benannt, das Leo von Klenze von 1826 bis 1828 errichtete. Der Konzert- und Ballsaal war von außen kaum zu erkennen, weil Klenze die Fassade spiegelbildlich zum benachbarten Palais Leuchtenberg gestaltete.

Das Odeon wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau wurde der historische Konzertsaal nicht wiederhergestellt. Heute nutzt das Bayerische Innenministerium das Gebäude.

Das benachbarte Palais Leuchtenberg entstand ursprünglich für Eugène de Beauharnais, den Stiefsohn Napoleons und Schwiegersohn des bayerischen Königs Max I. Joseph. Heute befindet sich darin das Bayerische Finanzministerium.

Die Fassaden beider Gebäude orientieren sich an der italienischen Renaissance und greifen Motive des Palazzo Farnese in Rom auf.

👉 Der Odeonsplatz trägt den Namen eines ehemaligen Konzerthauses, dessen Gebäude heute das Bayerische Innenministerium beherbergt.

Die beiden monumentalen Fahnenmasten

Das Münchner Kindl am Flaggenmast
Michael Hofmann

Vor der Feldherrnhalle stehen zwei rund 26 Meter hohe, reich verzierte Fahnenmasten. Sie erinnern an den 100. Geburtstag König Ludwigs I. und den 70. Geburtstag Prinzregent Luitpolds.

Bekrönt werden die Masten von einem Bayerischen Löwen und einem Münchner Kindl. Entsprechend tragen sie üblicherweise die weiß-blauen Landesfarben und die schwarz-goldenen Münchner Stadtfarben.

Die Fahnenmasten stammen aus dem späten 19. Jahrhundert und entstanden damit lange vor der Zeit des Nationalsozialismus. Sie gehören zur denkmalgeschützten Ausstattung des Platzensembles.

👉 Die beiden 26 Meter hohen Fahnenmasten vor der Feldherrnhalle stehen mit Bayerischem Löwen und Münchner Kindl für Bayern und seine Landeshauptstadt.

Reiterstandbild für König Ludwig I.

Odeonsplatz mit Reiterstandbild
Michael Hofmann

Auf dem nördlichen Teil des Platzes steht das Reiterstandbild König Ludwigs I. Die Stadt München ließ es 1862 zu Ehren des Königs aufstellen, der die Entwicklung des Odeonsplatzes und der Ludwigstraße maßgeblich vorangetrieben hatte.

Ludwig I. ist zu Pferd mit Krone und Zepter dargestellt. Die Nebenfiguren stehen für Gerechtigkeit und Beharrlichkeit. Weitere Allegorien verweisen auf Religion, Poesie, Industrie und Architektur.

Für das Reiterstandbild wurden zwei zuvor am Odeonsplatz aufgestellte Komponistendenkmäler versetzt. Die Standbilder von Christoph Willibald Gluck und Orlando di Lasso befinden sich seitdem auf dem Promenadeplatz.

👉 Das 1862 aufgestellte Reiterstandbild erinnert an König Ludwig I. als wichtigsten Förderer des Odeonsplatzes und der Ludwigstraße.

Hitlerputsch und „Drückebergergassl“

Die Viscardigasse nahe der Feldherrnhalle, auch Drückeberger-Gassl genannt
Anette Göttlicher
Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle

Am 9. November 1923 endete der nationalsozialistische Putschversuch an der Feldherrnhalle. Bayerische Landespolizisten stellten sich dem Aufmarsch entgegen. Beim anschließenden Schusswechsel wurden unter anderem die vier Polizisten Friedrich Fink, Nikolaus Hollweg, Max Schoberth und Rudolf Schraut getötet.

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurde die Feldherrnhalle zu einem Propaganda- und Kultort umgedeutet. Passant*innen sollten ein dort angebrachtes NS-Ehrenmal mit dem Hitlergruß ehren. Wer dies vermeiden wollte, wich durch die Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle aus. Daher erhielt sie den Beinamen „Drückebergergassl“. Heute erinnert die Bronzespur „Argumente“ in der Viscardigasse an diese Form der Verweigerung.

Eine Bronzetafel an der Westfassade der Residenz neben dem Durchgang zum Kaiserhof erinnert an die vier 1923 getöteten Polizisten.

Eine 1994 vor der Feldherrnhalle eingelassene Bodenplatte wurde 2011 entfernt und dem Münchner Stadtmuseum übergeben. Sie ist heute nicht mehr auf dem Odeonsplatz zu sehen.

👉 Die Viscardigasse und die Gedenktafel an der Residenz erinnern am Odeonsplatz an den Widerstand gegen den Hitlerputsch und die spätere NS-Inszenierung der Feldherrnhalle.

Geschichte und frühere Namen des Odeonsplatzes

Historische Aufnahme: Odeonsplatz - Blick zur Feldherrnhalle und zur Theatinerkirche am Odeonsplatz, um 1854.
Franz Hanfstaengl / Stadtarchiv München CC BY-SA 4.0
Franz Hanfstaengl, Die Theatinerkirche und die Feldherrnhalle, München, um 1854, Salzpapier, 30 cm x 37,8 cm, Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Sammlung Dietmar Siegert

An der Stelle des heutigen Odeonsplatzes befanden sich ursprünglich Teile der Münchner Stadtbefestigung, das Schwabinger Tor, Gräben, Wälle und eine Hofreitschule.

Das Schwabinger Tor wurde 1817 abgebrochen, als München nach Norden erweitert wurde. Kronprinz Ludwig hatte Leo von Klenze bereits 1816 mit der Planung der Ludwigstraße und des angrenzenden Platzes beauftragt.

Vor seiner heutigen Benennung war das Areal als Fürstenplatz beziehungsweise Reitschulplatz bekannt. Der Name Reitschulplatz bezog sich auf die frühere Hofreitschule an der Ostseite des heutigen Platzes.

Seit 1827 heißt der Platz Odeonsplatz – nach dem damals neu errichteten Konzerthaus Odeon. Im engeren geografischen Sinn bezeichnet der Name den Platz nördlich von Theatinerkirche und Feldherrnhalle. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch der südliche Vorplatz zwischen Theatinerkirche, Residenz und Feldherrnhalle dazugerechnet.

👉 Der Odeonsplatz heißt seit 1827 nach dem ehemaligen Konzerthaus Odeon und wurde zuvor Fürstenplatz oder Reitschulplatz genannt.

Fotolizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Veranstaltungen auf dem Odeonsplatz

Klassik am Odeonsplatz 2025
Marcus Schlaf
Klassik am Odeonsplatz

Klassik am Odeonsplatz

Zu den bekanntesten Terminen gehört das zweitägige sommerliche Open-Air-Festival „Klassik am Odeonsplatz“ mit Konzerten der Münchner Philharmoniker, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und internationalen Stargästen.

Nächster Termin ist am 10. und 11. Juli 2027.

Münchner Stadtgeburtstag

Beim jährlichen Münchner Stadtgeburtstag wird der Odeonsplatz Teil einer großen Festmeile durch die Altstadt. Zu den Angeboten gehören traditionell das Handwerkerdorf mit Schauwerkstätten und Mitmachaktionen sowie Fahrgeschäfte, Gastronomie und weitere Volksfestangebote.

Zamanand Festival

Das kostenlose Zamanand Festival verwandelt die Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor in eine autofreie Festivalfläche. Auf dem Programm stehen Musik, Kultur, Wissenschaft, Mitmachaktionen und Angebote zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Der nächste angekündigte Termin ist am 12. und 13. September 2026.

St. Patrick’s Day

Beim Münchner St. Patrick’s Day zieht die Parade von der Münchner Freiheit über die Ludwigstraße zum Odeonsplatz. Vor der Feldherrnhalle finden eine Pre-Party, Konzerte, Tanz, Gastronomie und ein Open-Air-Festival statt. Für 2027 sind die Feierlichkeiten am 13. und 14. März angekündigt.

Ander Art Festival

Das Ander Art Festival steht für die kulturelle Vielfalt Münchens. Das kostenlose Open-Air-Festival bringt Musik, Tanz, Kunst, Mitmachaktionen und internationale Münchner Kultur auf den Odeonsplatz. Ander Art findet traditionell am zweiten Wiesn-Samstag statt. Für 2026 ist der Termin der 26. September.

Trachten- und Schützenzug

Auch der Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest nutzt traditionell die repräsentative Route durch die Münchner Innenstadt. Der Festzug führt durch die Ludwigstraße und über den Odeonsplatz weiter in Richtung Altstadt und Theresienwiese.

👉 Mit Klassik am Odeonsplatz, Münchner Stadtgeburtstag, Zamanand Festival, St. Patrick’s Day und Ander Art gehört der Odeonsplatz zu den wichtigsten Veranstaltungsorten der Münchner Innenstadt.

Welche Straßen schließen an den Odeonsplatz an?

Nach Norden geht der Odeonsplatz in die Ludwigstraße über. Sie führt über die Universität und das Siegestor weiter in Richtung Leopoldstraße und Schwabing.

Nach Westen führen die Brienner Straße und die Franz-Xaver-Schweyer-Straße in Richtung Wittelsbacherplatz. Östlich schließen Galeriestraße und Hofgartenstraße an.

Im südlichen Platzbereich beginnen die Theatinerstraße und die Residenzstraße. Beide führen als Fußgängerzonen weiter in die Altstadt. Hinter der Feldherrnhalle verbindet die Viscardigasse die beiden Straßen.

👉 Am Odeonsplatz treffen Ludwigstraße, Brienner Straße, Hofgarten und die Fußgängerzonen der Münchner Altstadt aufeinander.

Tipps für euren Besuch

Für einen ersten Rundgang solltet ihr etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Wer zusätzlich die Theatinerkirche, den Hofgarten oder die Residenz besichtigen möchte, benötigt entsprechend mehr Zeit.

Der Platz wirkt am frühen Vormittag meist ruhiger. Am späten Nachmittag fällt das Licht besonders schön auf die gelbe Fassade der Theatinerkirche. Wegen der Sanierung ist die Feldherrnhalle derzeit eingerüstet und als Fotomotiv nur eingeschränkt geeignet.

Eine mögliche Route führt vom Marienplatz über die Theatinerstraße zum Odeonsplatz. Von dort könnt ihr durch den Hofgarten weiter zum Englischen Garten gehen oder der Ludwigstraße bis zum Siegestor folgen.

👉 Der Odeonsplatz lässt sich gut zu Fuß mit Marienplatz, Residenz, Hofgarten, Ludwigstraße und Englischem Garten verbinden.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Direkt unter dem Platz liegt der U-Bahnhof Odeonsplatz. Hier halten die Linien U3, U4, U5 und U6. Außerdem erreicht ihr den Platz mit dem Bus 100.

Vom Marienplatz ist der Odeonsplatz auch zu Fuß über die Weinstraße und Theatinerstraße oder über die Residenzstraße erreichbar.

Parkmöglichkeiten sind rund um den Odeonsplatz begrenzt. Wegen der zentralen Lage und regelmäßiger Straßensperrungen empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

👉 Der U-Bahnhof Odeonsplatz verbindet die Linien U3, U4, U5 und U6 direkt unter dem Platz.

Eintritt und Barrierefreiheit

Der Odeonsplatz ist ein öffentlicher Platz und frei zugänglich. Für die Residenz und ihre Sammlungen gelten eigene Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

Die Platzfläche ist weitgehend stufenlos. Die Feldherrnhalle ist nur über eine Treppe erreichbar. Bei Kirchen, Museen und historischen Gebäuden können einzelne Bereiche nur eingeschränkt barrierefrei zugänglich sein.

Bei Großveranstaltungen können gewohnte Wege, Zugänge und U-Bahn-Aufgänge zeitweise gesperrt oder umgeleitet werden.

👉 Der Odeonsplatz selbst ist weitgehend stufenlos zugänglich, während die Feldherrnhalle nur über Treppen erreicht werden kann.

Schon gewusst? Wissenswertes zum Odeonsplatz

  • Das Gebäude, nach dem der Odeonsplatz benannt ist, beherbergt heute das Bayerische Innenministerium.
  • Der eigentliche Odeonsplatz liegt nördlich von Theatinerkirche und Feldherrnhalle. Der südliche Vorplatz wird im allgemeinen Sprachgebrauch mit dazugezählt.
  • An der Stelle der Feldherrnhalle stand bis 1817 das mittelalterliche Schwabinger Tor.
  • Vor dem ehemaligen Odeon standen ursprünglich Denkmäler der Komponisten Christoph Willibald Gluck und Orlando di Lasso.
  • Für das 1862 aufgestellte Reiterstandbild Ludwigs I. wurden beide Komponistendenkmäler auf den Promenadeplatz versetzt.
  • Die beiden Fahnenmasten vor der Feldherrnhalle sind jeweils rund 26 Meter hoch.
  • Feldherrnhalle und Siegestor bilden die südlichen und nördlichen Monumentalabschlüsse der Ludwigstraße.
  • Das Bazargebäude gehört zum eigentlichen Odeonsplatz, während Theatinerkirche und Feldherrnhalle geografisch zum Platzbereich im weiteren Sinn gezählt werden.
  • Der südliche Bereich des Odeonsplatzes gehört seit 1972 zur Münchner Fußgängerzone.
  • Die Viscardigasse erhielt den Beinamen „Drückebergergassl“, weil hier Menschen während der NS-Zeit dem vorgeschriebenen Hitlergruß an der Feldherrnhalle auswichen.

👉 Der Odeonsplatz verbindet auf engem Raum mittelalterliche Stadtgeschichte, königliche Stadtplanung, italienische Architekturvorbilder und Münchner Erinnerungskultur.

FAQ: Häufige Fragen zum Odeonsplatz

Was kann man am Odeonsplatz sehen?

Direkt am Odeonsplatz liegen die Feldherrnhalle, die Theatinerkirche, die Münchner Residenz und der Hofgarten. Hinter der Feldherrnhalle befindet sich außerdem die als „Drückebergergassl“ bekannte Viscardigasse.

Wie lange wird die Feldherrnhalle saniert?

Die Sanierung dauert nach aktueller Planung voraussichtlich bis 2028. Die Feldherrnhalle ist während der Arbeiten eingerüstet und nur eingeschränkt zu sehen.

Warum heißt der Odeonsplatz so?

Der Platz ist nach dem ehemaligen Konzerthaus Odeon benannt. Es wurde von Leo von Klenze errichtet und beherbergt heute das Bayerische Innenministerium.

Hatte der Odeonsplatz früher einen anderen Namen?

Ja. Vor der Benennung als Odeonsplatz im Jahr 1827 wurde das Areal Fürstenplatz beziehungsweise Reitschulplatz genannt.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Odeonsplatz?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Theatinerkirche, die Feldherrnhalle, die Residenz und der Hofgarten. Hinzu kommen das Reiterstandbild Ludwigs I., die Fahnenmasten, das ehemalige Odeon, das Palais Leuchtenberg und das Bazargebäude.

Woher kommt das italienische Flair des Odeonsplatzes?

Mehrere Bauwerke folgen italienischen Vorbildern. Die Feldherrnhalle orientiert sich an der Loggia dei Lanzi in Florenz, die Theatinerkirche am römischen Barock und die Palastfassaden an Vorbildern wie dem Palazzo Farnese.

Gehört das Bazargebäude zum Odeonsplatz?

Ja. Das Bazargebäude bildet die östliche Platzwand des eigentlichen Odeonsplatzes. Seine Arkaden führen zum Hofgartentor und zum Hofgarten.

Was bedeuten die beiden Fahnenmasten?

Die Fahnenmasten erinnern an König Ludwig I. und Prinzregent Luitpold. Sie werden von einem Bayerischen Löwen und einem Münchner Kindl bekrönt und tragen die Landes- beziehungsweise Stadtfarben.

Gibt es die eingelassene Denkmalplatte noch?

Nein. Die 1994 vor der Feldherrnhalle eingelassene Gedenkplatte für vier 1923 getötete Polizisten wurde 2011 entfernt und dem Münchner Stadtmuseum übergeben. Heute erinnert eine Bronzetafel an der Residenz an die vier Männer.

Kann man vom Odeonsplatz das Siegestor sehen?

Ja. Vom südlichen Platzbereich reicht der Blick über die Ludwigstraße bis zum Siegestor.

Welche Straßen führen vom Odeonsplatz weiter?

Nach Norden führt die Ludwigstraße, nach Westen die Brienner Straße. Östlich schließen Galeriestraße und Hofgartenstraße an. Im Süden führen Theatinerstraße und Residenzstraße in die Altstadt.

Welche U-Bahn fährt zum Odeonsplatz?

Den U-Bahnhof Odeonsplatz bedienen die Linien U3, U4, U5 und U6. Damit ist der Platz unter anderem direkt vom Hauptbahnhof, vom Stachus, vom Marienplatz und von der Universität erreichbar.

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Auf einen Blick

Odeonsplatz

Odeonsplatz 1
80539 München