Das alte Rathaus begenzt den Marienplatz in Richtung Osten. Es war bis 1874 Sitz des Münchner Stadtrats.
Der Marienplatz im Zentrum
Der Marienplatz ist das Zentrum und das Herz der Stadt. Hier treffen sich Touristen und Geschäftsleute, U-Bahnen und S-Bahnen, Radler und Fußgänger. Manche stehen gar mitten auf dem Platz und stieren in den Münchner Himmel - muenchen.de weiß warum.
Blick vom Alten Peter auf den Platz
Den besten Überblick auf den Marienplatz bekommt man von ganz oben: vom Turm des Alten Peters. 306 Stufen führen durch das enge Treppenhaus hinauf auf 50 Meter Höhe. Die Anstrengung lohnt sich. Von der Turmspitze hat man nicht nur einen perfekten Rundumblick auf die ganze Altstadt. Bei schönem Wetter und Föhn sieht man sogar die Alpen, vom Königssee im Osten bis zum Bodensee im Westen Bayerns. Die Menschen unten auf dem Marienplatz erscheinen klein wie Ameisen und das Neue Rathaus wie eine Puppenstube.
Die zwei Rathäuser
Lange Zeit gab es am Marienplatz nur ein Rathaus. Heute sind es zwei, und darüber, welches denn nun das alte und welches das neue Rathaus ist, herrscht immer wieder Verwirrung. Schuld daran hat der Architekt Georg von Hauberisser. Er ließ das Neue Rathaus, welches den Marienplatz dominiert, um 1900 im älter wirkenden neugotischen Stil erbauen. Das Alte Rathaus, das den Marienplatz im Osten Richtung Tal abschließt, ist jedoch knapp 400 Jahre älter.
Das Neue Rathaus ist seit seiner Fertigstellung Sitz des Oberbürgermeisters, des Stadtrats und der Stadtverwaltung. Das kleinere Alte Rathaus dient noch als Repräsentationsgebäude, der große gotische Festsaal wird für Festakte wie Symposien, Gedenkfeiern oder Preisverleihungen genutzt. Im Turm gleich daneben befindet sich das Münchner Spielzeugmuseum mit alten Modelleisenbahnen, Plüschtieren, Puppen, Puppenstuben und Blechspielzeug.
Insider-Tipps
- München im Dunkeln erkunden: Jeden Abend startet am Marienplatz die Nachtwächtertour
- Ob schwul, lesbisch, transgender oder hetero - beim Christopher Street Day können alle ihren Spaß haben. Zwei Tage im Jahr wird am Marienplatz gefeiert
- In der Adventszeit wird der ganze Platz zum Weihnachtsmarkt
- Kostenloses W-LAN am Marienplatz: Eine Kooperation von muenchen.de und den SWM, M-Net
Immer was los
Der Marienplatz ist einer jener Orte, an denen immer was los ist. Viele Traditionshäuser rühmen sich mit der Topadresse mitten in der Innenstadt. Bei Hugendubel gibt es auf fünf Etagen fast jedes Buch, das auf dem Markt erhältlich ist. Bäckerfamilie Rischart verkauft in fünfter Generation Brot, Semmeln und Süßes. Und Ludwig Beck am Rathauseck gibt es auch schon seit über 150 Jahren – dort findet man gehobene Mode, Kosmetik, Accessoires und eine sehr gut sortierte, preisgekrönte Musikabteilung für Klassik, Jazz und Weltmusik.
Es gibt Zeiten, da ist auf dem Marienplatz so viel los, dass der Trubel vielleicht nicht jedem bekommt. Oft ist der Platz Ort für Kundgebungen oder Demonstrationen. Wenn der FC Bayern München Erfolge feiert, macht er das traditionell auf dem Rathaus- balkon des Neuen Rathauses. Straßenkünstler sorgen ebenso für Menschentrauben wie auch die vielen Stadtführungen, die auf dem Platz ihren Ausgang finden. Mit am engsten wird es in der Weihnachtszeit, wenn der Marienplatz wieder zum Marktplatz wird und der riesengroße Christbaum aufgestellt ist.
Idealer Ausgangspunkt
Der Marienplatz ist idealer Ausgangspunkt für viele verschiedene Aktivitäten. Denn vom ihm aus liegt einem ganz München zu Füßen. Shoppen, Essen, Kneipen, Sightseeing, Kino, Theater, Oper, man hat die Qual der Wahl. Der Platz ist das urbane Herz der Stadt, aus allen Himmelsrichtungen schnell und unkompliziert erreichbar. Vorausgesetzt, man verzichtet aufs Auto und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel.
Das Glockenspiel
Die Münchner Stadtgeschichte ist eng mit dem Marienplatz verbunden, für das Rathaus gäbe es keinen besseren Platz in der ganzen Stadt. Und in eben jenem Rathaus, in luftiger Höhe, gibt es tagtäglich ein besonderes Ereignis: Ein Figuren- und Glockenspiel zeigt Episoden und Sagen aus der bewegten Münchner Geschichte, die 1158 begann. Seit 1908 drehen sich hier mehrmals täglich auf zwei Etagen die Spielfiguren und Motive. Spielzeiten: 11.00 Uhr, 12.00 Uhr und März bis Oktober 17 Uhr; Nachtspiel um 21.00 Uhr
Seit Jahrhunderten der Mittelpunkt der Stadt
Zu Zeiten der Stadtgründung war der Marienplatz noch nicht sehr viel mehr als eine Straßenkreuzung. Hier traf die für die Stadtgründung ausschlaggebende Salzstraße auf den Weg, der zwischen den viel älteren Dörfern Schwabing und Sendling bestand. Genau an dieser Stelle, am Petersbergl, siedelten Mönche und gaben so dem jungen Dorf seinen Namen: apud munichen - bei den Mönchen - München.
Vom beschaulichen Marktplatz zur quirligen Fußgängerzone
Viele Jahrhunderte befand sich auf dem Marienplatz der Marktplatz Münchens. Händler boten dort ihre Waren feil: Eier, Mehl, Wein. Und auch Fische. Deswegen trägt der Brunnen am Eck vom Kaufhaus Beck auch den Namen Fischbrunnen. Er ist ein beliebter Treffpunkt für Verabredungen aller Art, weshalb es dort manchmal zugeht wie am Stachus.
Die das Zentrum des Platzes prägende Mariensäule entstand 1638, im Gedenken an die Schonung der Stadt während der Schwedenbelagerung im Dreissigjährigen Krieg. Sehr spät, erst 1854 nach dem Umzug des Marktes an die Blumenstraße erhielt der Platz übrigens den Namen Marienplatz. Vorher nannte man ihn einfach nur Markt, Platz oder Schrannenplatz.
Bis in die Wirtschaftswunderjahre hinein wurde der Marienplatz mehr und mehr zu einem überforderten Verkehrsknotenpunkt. Die Fußgängerzone gab es noch nicht, außerdem gingen vom Platz noch Trambahnen in alle Himmelsrichtungen ab. Sie teilten sich die engen Straßen der Altstadt auch noch mit Autos, Bussen, Fahrradfahrern und Fußgängern.
Ohne den Bau der Fußgängerzone im Zuge der Umgestaltung der Innenstadt in den späten 60er und frühen 70er Jahren hätte der Marienplatz nicht den Charakter, der ihn heute prägt: Eine (fast) autofreie Piazza, mit vielen Läden und Gastronomiebetrieben, ein Ort zum Verweilen und Flanieren.
Der Geburtsort der Weißwurst
Foto: Harald Lueder/shutterstock.com
Am Faschingssonntag des Jahres 1857, so die Legende, gehen dem Wirtsmetzger der Gaststätte Zum Ewigen Licht mitten auf dem Marienplatz die Schafsdärme für die Bratwürste aus. Er muss auf Schweinedärme zurückgreifen, die allerdings zu zäh und zu groß für Bratwürste sind. In der Not füllt er sie trotzdem mit der fertigen Wurstmasse. Doch brät er die Würste nicht, sondern brüht sie in heißem Wasser, weil er meint, dass die falschen Därme beim Braten platzen könnten.
So sei die Münchner Weißwurst entstanden, heißt es. Nur: Legenden haben es auf sich, dass die Wahrheit irgendwo zwischen den Zeilen oder gleich ganz woanders liegt. Das macht aber nichts. Die Weißwurst ist und bleibt trotzdem eine der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten Münchens und Bayerns.
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Signalstarke Haltestelle
Grafik: MVG
Das U-Bahn-Zwischengeschoss der Haltestelle "Marienplatz" erhält derzeit ein neues Gesicht. Das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner und der Lichtplaner Ingo Maurer setzen bei der Gestaltung der Decke auf signalkräftiges Orangerot.
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Bewertungen zu Marienplatz
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von anonym am 16.11.2011
eine gute übersicht
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von anonym am 24.12.2011
Super aufgezogen, viel Platz um schauen und laufen zu können. Ist, wie jedes Jahr, mehrfachen Besuch wert! merry chrismas
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von anonym am 15.08.2012
Heute ist der Münchener Christkindlmarkt ohne Verkaufstand "Kiew grüßt seine Partnerstadt München" im Prunkhof nicht mehr wegzudenken. Wir tun immer unser Bestes den Verkaufstand mit charakteristischen ukrainischen und russischen kunsgewerblichen Erzeugnissen zu füllen und Weinachtsfreude Müncherinnen und Münchenern zu schenken. Der Verkaufstand ist ein krasser Beweis der 20-jahriger Freunschaft und Kooperazion von Kiew und München. Kim Gukov Hauptberater für int. Beziehungen der Stadt
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von anonym am 07.11.2012
Ich finde den Weihnachts Markt nicht schlecht
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von anonym am 19.12.2012
Da gibt es die besten Mandeln mit Auszeichnungen!!! Rosenstr. vor Sport Schuster in einer richtigen Kutsche aus Holz.