Ruhmeshalle mit Bavaria
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Auf einer Anhöhe am westlichen Ende der Theresienwiese thront die Bavaria, eine rund 18 Meter hohe Bronzestatue. Im Kopf der weiblichen Symbolgestalt und weltlichen Patronin Bayerns befindet sich eine kleine Aussichtsplattform mit zwei Sitzbänken.
Nicht nur während des Oktoberfests zählt die Bavaria zu Münchens beliebten Treffpunkten.
Am Rande der Theresienwiese thront die Bavaria, die weltliche Patronin Bayerns.
Die fast 20 Meter hohe Bronzestatue wurde 1837 von König Ludwig I. in Auftrag gegeben.
Bildhauer Ludwig Schwanthaler und Erzgießer Johann B. Stiglmaier stellten die imposante Skulpur nach Entwürfen von Leo von Klenze her.
Zwischen 1843 und 1853 entstand die Ruhmeshalle des Hofbaumeisters Leo von Klenze.
Insgesamt 98 Büsten von Persönlichkeiten, die sich um Bayern verdient gemacht haben, zieren das Innere der Ruhmeshalle.
Auch der Baumeister selbst ist hier verewigt.
Blick auf die Bavaria von der Ruhmeshalle
Für 3,50 Euro kann die Statue über eine Wendeltreppe im Inneren der Figur bestiegen werden. Aus mehreren Luken bietet sich von dort die Sicht über die Theresienwiese und die angrenzenden Stadtviertel. Besonders wenn auf der Festwiese im Herbst das zweiwöchige Oktoberfest aufgebaut ist, bietet die Aussichtsplattform in der Bavaria einen einzigartigen Blick über die ganze Festwiese – natürlich muss zu dieser Zeit aber auch mit Schlangestehen gerechnet werden.
Die Bavaria gilt als Symbolgestalt und weltliche Patronin Bayerns. Somit gibt es in der Kunstgeschichte viele Darstellungen der kämpferischen Frauenfigur. Die riesige Statue an der Theresienwiese ist jedoch die bekannteste. Sie wurde zwischen 1943 und 1850 im Auftrag Ludwigs I. errichtet. Besondere Beachtung wurde damals dem Bronzeguss geschenkt, da dieses Projekt als technische Meisterleistung galt. Die Statue wurde vom Münchner Künstler Ludwig Schwanthaler, nach dem das angrenzende Stadtviertel Schwanthalerhöhe benannt ist, entworfen.
Auch Kolossalbau der Ruhmeshalle, die direkt hinter der Bavaria-Statue liegt, bietet einen Ausblick über die Thereisenwiese. Sie lädt zudem ein zu einem Bummel durch die bayerische Geschichte. Denn in der 1853 fertig gestellten, dreiflügeligen Säulenhalle befinden sich die Büsten bedeutender Bayern der letzten Jahrhunderte. So enthält der von Leo von Klenze entworfene Ehrentempel etwa die steinernen Häupter des Schriftstellers Ludwid Thoma, des Komponisten Carl Orff, des Malers Albrecht Dürers oder des Brauers Joseph Pschorr.
Die Bavaria - Bayerns weltliche Patronin
Auf einer Anhöhe am westlichen Ende der Theresienwiese thront die Bavaria, eine rund 18 Meter hohe Bronzestatue, umrahmt von der säulengetragenen Ruhmeshalle. Im Kopf der Symbolgestalt und weltlichen Patronin Bayerns befindet sich eine Aussichtsplattform mit Sichtluken und zwei Sitzbänken.
Der Aufsteig Nachdem man die rund 20 Stufen innerhalb des steinernen Sockel bestiegen hat, führt eine Wendeltreppe bis in den Kopf der Statue.
Im Inneren der Bavaria Beeindruckend: Auf halber Höhe lassen sich die riesigen Gesichtszüge und die wallende Mähne des Löwen, der neben der Bavaria hockt, erkennen.
Die Aussichtsplattform Hat man es ganz nach oben geschafft, so befindet man sich direkt im Kopf der Statue - auch hier sind Augen, Mund und Nase der Bavaria gut erkennbar. Kleine Sichtluken ermöglichen einen Ausblick aus rund 35 Metern Höhe über die nord-, süd- und östlich an die Theresienwiese angrenzenden Stadtteile. Gerade während des Oktoberfests lohnt sich der Aufstieg, denn von hier oben aus bietet sich den Besuchern ein atemberaubender Blick über das bunte Treiben - auch wenn es im Haupt der Bavaria recht eng zugeht und höchstens vier Personen gleichzeitig Platz haben.
Panoramablick Ost Wählt man die Sichtluke, in deren Richtung auch die Bavaria blickt, liegt dem Betrachter die Theresienwiese zu Füßen. Der 42 ha große Platz füllt sich jedes Jahr zum Oktoberfest für rund zwei Wochen mit millionen Besuchern aus aller Welt. In dieser Richtung befindet sich auch die U-Bahn-Haltestelle Goetheplatz, von der man die Wiesn bequem zu Fuß erreichen kann.
Blick nach Osten Die Bavaria blickt Richtung Osten auf den angrenzenden Stadtteil Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt. Markant erheben sich die massiven Türme der Maximilianskirche am westlichen Isarufer in den Himmel.
Blick nach Osten Mittig ragt der backsteinrote Kirchturm von St. Matthäus über die Dächer der Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt - rechts dahinter ist das ockerfarbene Gebäude des Bayerischen Landtags mit seinen Säulenhallen erkennbar, die blaue Kuppel daneben gehört zu St. Lukas.
Panoramablick Süd Von der Bavaria aus gesehen rechts ist Süden: hier sind im Stadtteil Sendling die schlanken Türme des Heizkraftwerks München Süd deutlich zu erkennen. Die Flächen auf der Theresienwiese im Vordergrund sind übrigens deshalb so grün, weil dieser Teil nur alle vier Jahre genutzt wird: Dann schlägt hier das Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) seine Zelte auf. Im Jahr 2010 findet kein ZLF statt, dafür können die Wiesnbesucher auf diesem Areal die historische Jubiläumsfeier "200 Jahre Oktoberfest" erleben.
Blick Richtung Süden Schaut man genauer hin, so lassen sich neben den Schloten des Heizkraftwerks auch der Zwiebelkirchturm von St. Achaz in Mittersendling und die beiden Türme der St. Korbinian Kirche erkennen.
Panoramablick Nord-Ost Die dritte und letzte Aussichtsluke lenkt den Blick Richtung Nordost über den Stadtteil Ludwigsvorstadt. Zu Oktoberfestzeiten befindet sich in dieser Richtung der Haupteingang der Wiesn und außerdem die U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese. Zur Orientierung trägt dabei der neugotische Monumentalbau der Paulskirche mit ihrem Doppelturm- Kirchenschiff und dem 97 Meter hohen Ost-Turm bei. Letzterer kann ebenfalls bestiegen werden.
Blick Richtung Nord-Ost Die Bavaria bietet auch einen ausgezeichneten Blick auf die „Skyline“ der Münchner Altstadt: Ganz links im Bild der turmlose Sakralbau der Michaelskirche, daneben die beiden Türme der Frauenkirche. Weiter links ist der sandsteinfarbene Turm des Neuen Rathauses zu sehen, beinahe verdeckt durch die Allerheiligenkirche. Ganz rechts im Bild ist der Alte Peter erkennbar.
Öffnungszeiten Die Aussichtsplattform in der Bavaria auf der Theresienhöhe kann von April bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr gegen eine geringe Gebühr besichtigt werden - während des Oktoberfestes sogar bis 20 Uhr. Die gleichen Öffnungszeiten gelten für die Ruhmeshalle - ausgenommen zur Wiesn, in dieser Zeit bleibt die Ruhmeshalle aus Sicherheitsgründen geschlossen.
An der Theresienwiese ist das ganze Jahr über was los: Im Winter werden die Hänge an der Ruhmeshalle zum Rodelzentrum mit herrlicher Aussicht auf die Dächer und Türme der Innenstadt umgewidmet. Die Abfahrten sind kurz, aber steil und deshalb durchaus rasant. Zwar sind Hindernisse mit Strohballen abgesichert, Rodeln erfolgt hier jedoch auf eigene Gefahr.
Die Theresienwiese ist Veranstaltungsort für zahlreiche Festivals. Das bekannteste ist natürlich das Oktoberfest, das stets am zweiten Septemberwochenende beginnt und etwas über zwei Wochen dauert. Zur selben Zeit findet alle vier Jahre das Zentral-Landwirtschaftsfest auf dem Südteil der Theresienwiese statt. Im Mai wird hier das Frühlingsfest gefeiert. Im Winter sind die Zelte und Buden des Tollwoods aufgebaut, einem einmonatigen Kulturfestival. Auch ein großer Flohmarkt lädt regelmäßig zum Bummel ein.
Der Bavariapark befindet sich hinter der Bavaria und der Ruhmeshalle auf der Schwanthalerhöhe. Gerade Familien mit Kindern gehen hier gerne spazieren, auch Jogger trifft man auf den Wegen. Mit einem Biergarten lädt der Park an sonnigen Tagen zum Relaxen unter den Kastanienbäumen bei einer deftigen, bayerischen Brotzeit ein.
1. April bis 15. Oktober: täglich 9.00-18.00 Uhr
während des Oktoberfestes bis 20.00 Uhr
16. Oktober bis 31. März geschlossen
Regulär: 3,50 Euro
Ermäßigt: 2,50 Euro
Lage:
Die Bavaria liegt an der Westseite der Theresienwiese im Stadtteil Ludwigvorstadt. Oberhalb der Bavaria beginnt der Stadtteil Schwanthalerhöhe.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Die Bavaria erreicht man über die U4 und U5, indem man entweder an der Theresienwiese oder an der Schwanthalerhöhe aussteigt und jeweils etwa 5 Minuten läuft. An der Schwanthalerhöhe hält auch der Bus 53.
Parken:
Unter dem Ladenkomplex auf der Theresienhöhe (Saturn, XXXLutz) befindet sich eine Tiefgarage. Ansonsten muss man sich beim Parken in den umliegenden Straßen auf eine längere Suchzeit einstellen. Besonders während der Oktoberfestzeit empfiehlt es sich, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen.
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