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Perlach
Perlach besteht überwiegend aus Wohngebieten. Altperlach und Waldperlach sind historisch gewachsene Stadtteile. In den 60-er Jahren wurde mit Neuperlach ein völlig neues Stadtquartier auf der "grünen Wiese" geschaffen. Dort fehlt zwar eine zentrale Ortsmitte, dafür gibt es moderne Wohnungen.
Lage und Verkehrsanbindung
Perlach bildet im Süd-Osten die Stadtgrenze. Westlich davon schließen sich Ramersdorf und Obergiesing an. Im Norden liegen Trudering und Berg am Laim. Die S7 verbindet Perlach sowohl mit dem Stadtzentrum als auch mit der Region.
Beschreibung
Geschichte
Perlach wurde 780 beziehungsweise 808 als "Peralooh" erstmals erwähnt. Der Name bezeichnet einen Wald mit Bären oder Ebern. Um 600 gab es schon eine Kirche, im Jahre 1180 wurde die St.-Michaels-Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Sie ist das typische Beispiel einer alten Dorfkirche, die in der Epoche des Spätbarocks 1732 umgebaut wurde. Perlach wurde 1930 nach München eingemeindet.
Stadtteilbild
Das Bild Perlachs war bis in die 60-er Jahre hinein von seinem dörflichen Charakter geprägt. Die ehemaligen Bauernhäuser rund um den Pfanzeltplatz in Altperlach zeugen heute noch davon. Auf der Perlacher Flur gab es umfangreiche Flächenreserven, die früher landwirtschaftlich genutzt wurden. Dort wurde das neue Wohnviertel Neuperlach errichtet. Nach dem ersten Spatenstich 1967 entstanden im Lauf von 25 Jahren 22.700 Wohnungen für rund 55.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dazu wurden Gemeinschaftseinrichtungen geschaffen, mehrere kleinere Einkaufszentren und ein großes Einkaufs- und Dienstleistungszentrum, die Perlacher Einkaufspassage (PEP). Waldperlach dagegen ist eine vorstädtische Gartensiedlung. Mit dem Perlach-Park, dem Truderinger Wald und dem Ostpark inklusive Eislaufstadion und Michaelibad stehen Erholungs- und Freizeitflächen zur Verfügung.
Zahlen und Fakten
Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf den gesamten Stadtbezirk 16 Ramersdorf-Perlach und nicht nur auf den Stadtteil Perlach. Mit freundlicher Unterstützung des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt München (Stand - wenn nicht anders angegeben: 31.12.2011, Angaben ohne Gewähr).
- Fläche: Der Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach erstreckt sich über eine Fläche von rund 1.988,07 Hektar.
- Bevölkerung: Ramersdorf-Perlach hat 105.900 Einwohnerinnen und Einwohner, darunter 9.108 Senioren und 11.852 Seniorinnen über 65 Jahren sowie 7.077 weibliche und 7.450 männliche Kinder und Jugendliche bis unter 15 Jahren.
- Sozialstruktur: Entsprechend seiner Größe sind im Stadtbezirk breite soziale Schichten anzutreffen
- Arbeitslosigkeit: Arbeitslose (Dezember 2011): insgesamt 3.355 Personen, davon: 1.711 Frauen und 1.644 Männer.
- Ausländeranteil: Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger beläuft sich mit 30.494 Einwohnern auf 28,8 Prozent.
- Industrie & Gewerbe: Von den Arbeitsplätzen entfallen etwas weniger als die Hälfte allein auf Neuperlach, und dort vor allem auf den Dienstleistungsbereich, den öffentlichen Sektor und den Handel. Insgesamt ist die Mehrzahl der Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe angesiedelt.
- Gesundheits- und Sozialwesen:
- 136 Ärzte bzw. Therapeuten, davon 47 Allgemeinärzte / Praktische Ärzte
- 51 Zahnärzte, davon fünf Kieferorthopäden
- 20 Apotheken
- Vier Krankenhäuser mit 731 Betten
- Sechs Altenheime mit 756 Plätzen (15.12.2010)
- 95 Kindertageseinrichtungen mit 5.655 Betreuungsplätzen, davon: 726 Krippenplätze, 3.298 Kindergartenplätze, 1.631 Hortplätze - Bildung & Kultur:
- 27 Schulen (Schuljahr 2010/11), davon:
16 Volksschulen mit 4.283 Schülern
Eine sonderpädagogische Volksschule mit 211 Schülern
Vier Realschulen mit 2.359 Schülern
Zwei Gymnasien mit 1.987 Schülern
Zwei Sonstige Allgemeinbildende Schulen mit 2.408 Schülern
Zwei Berufliche Schulen mit 335 Schülern
- Ein Museum
- Sieben öffentliche Bibliotheken, davon drei städtische (Stadtteilbibliotheken)
- Zwei Theater - Erholung & Sport:
- Rund 263,38 Hektar unbebaute Erholungsflächen, davon 61,14 Hektar Sportflächen - Fremdenverkehr:
- Elf Betriebe mit 1.968 Betten
- Gäste im Jahr 2011: 189.610
- Übernachtungen im Jahr 2011: 367.436
Weiterführende Informationen finden Sie beim Statistischen Amt.
Michaelibad
Foto: Robert Goetzfried
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