Sendling-Westpark

Thai Sala im Westpark mit rosa Bäumen, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Der Westpark prägt den gesamten Stadtteil

Sendling-Westpark ist – wie der Stadtteilname schon erahnen lässt – vor allem für eines bekannt: Der Westpark gehört zu den schönsten Grünanlagen in München. Seit 2017 gibt es mit dem Heckenstallerpark eine weitere große Grünfläche im Viertel. Mit dem Audi Dome befindet sich die Heimspielstätte der FC-Bayern-Basketballer in Sendling-Westpark.

Bildergalerie: Ein Spaziergang durch Sendling-Westpark

Westpark: Eine der schönsten Grünanlagen Münchens

Der Westpark in München-Sendling, Foto: Katy Spichal

Baumalleen, mehrere Seen, japanische und chinesische Gärten und ein thailändischer Tempel: Der Westpark hat viel zu bieten und gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Erholungsgebieten in München. Er wurde anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung 1983 angelegt. Zu den Highlights der Anlage gehört die Seebühne mit ungefähr 1.200 Plätzen. Besonders beliebt ist das dort stattfindende Kino-Open-Air im Sommer.

Doch in den weitläufigen Grünflächen des Westparks kommen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten - zum Beispiel bei den städtischen Spielenachmittagen im Sommer. Im Winter kann man auf insgesamt fünf Hügeln Rodeln. Und bei schönem Wetter wird der Grillbereich des Parks gerne genutzt.

Noch mehr Grün fürs Viertel: Der Heckenstallerpark

Heckenstallerpark, Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Seit August 2017 können sich die Bewohner von Sendling-Westpark über einen weiteren Park in ihrem Stadtteil freuen: Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Heckenstallerpark offiziell eröffnet. Er liegt auf dem "Dach" des 2015 fertig gestellten Heckenstallertunnels und bietet auf rund 27.500 Quadratmetern Fläche jede Menge Platz für die verschiedensten Freizeitnutzungen.

Erholung bietet den Stadtteil-Bewohnern darüber hinaus auch eine Kleingartenanlage, die den schönen Namen „Land in Sonne“ trägt.

Shopping, Essen und Übernachten

Service in Sendling-Westpark

Wohnen in Sendling-Westpark

Heckenstallertunnel, Foto: Katy Spichal
Seit 2015 sind die neuen Straßentunnel in Betrieb

Sendling-Westpark hat, anders als der benachbarte Stadtteil Sendling, keinen historischen Ortskern. Das Viertel wurde überwiegend nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut, um die Wohnungsnot zu lindern. Vor allem entlang der Hauptverkehrsadern wie der Garmischer Straße dominieren die großen Wohnblöcke. Daneben gibt es aber auch Siedlungen mit Ein- oder Zweifamilienhäusern.

Jahrelang herrschte rund um den Luise-Kiesselbach-Platz ein hohes Verkehrsaufkommen, da hier die Autobahnen München-Lindau und München-Garmisch enden. Seit Juli 2015 fließt der Verkehr aber hauptsächlich unter der Erde im Luise-Kiesselbach- und Heckenstallertunnel.

Sitz zahlreicher wichtiger Einrichtungen

ADAC Zentrale in München Sendling-Westpark, Foto: ADAC

In Sendling-Westpark haben einige wichtige Einrichtungen ihren Sitz. So befindet sich hier das Integrationszentrum für Cerebralparesen, in dem ebenfalls ein Berufsbildungswerk und eine Rehabilitionsschule integriert ist. Zudem sind hier das Altenheim St. Josef, die Lebenshilfe Werkstatt für Menschen mit Behinderung und die Bayerische Landesschule für Gehörlose. Auch für Autofahrer ist der Stadtteil von Bedeutung: Der Automobilverband ADAC und der TÜV Süd haben in Sendling-Westpark ihren Hauptsitz. Ein wichtiger Faktor für das kulturelle Leben ist der Verein Feierwerk, der im gleichnamigen Veranstaltungsort zahlreiche Events ausrichtet wie Konzerte und Workshops.

Insidertipps für Sendling-Westpark

  • Für Turnbegeisterte finden in der Regel von Mai bis September kostenlose Gymnastikstunden im Westpark statt. Einfach die Turnmatte mitbringen und los geht's.
  • Im süd-westlichen Teil des Westparks gibt es einen Blindengarten. Hier finden sich viele Pflanzen mit besonders charakteristischen Duftnoten und mit ausgeprägter Blätteroberflächen- und Blütenstruktur.

Sehenswürdigkeiten in Sendling-Westpark

Luise-Kiesselbach-Platz, Foto: Katy Spichal
Das Altenheim St. Josef

Historische Sehenswürdigkeiten gibt es – anders als am Marien- oder Königsplatz – in Sendling-Westpark nicht. Wenn man aber einmal im Stadtteil ist, kann man sich etwa die Gethsemanekirche in der Ettalstraße ansehen. Vor allem ihr Scheibenturm ist ein interessanter Anblick. Ein schönes Gebäude ist auch das Städtische Altenheim St. Josef. Im barockisierenden Stil erbaut, ist vor allem die innen liegende Anstaltskirche mit ihren zwei Türmen einen Blick wert. Nicht unbedingt spektakulär, aber von historischer Relevanz ist die sogenannte „Kriegersiedlung“, die sich am nördlichen Ende der Albert-Roßhaupter-Straße befindet. Sie wurde Ende des Ersten Weltkriegs angelegt, um für die Kriegsversehrten günstigen Wohnraum zu schaffen. Das Ensemble aus mehreren Häusern, das heute um die 100 Haushalte beherbergt, steht unter Denkmalschutz.

Audi Dome: Heimat der FCB-Basketballer

Audi Dome, Foto: FC Bayern Basketball

Der Audi Dome an der Siegenburger Straße ist heute die Heimat der Basketballabteilung des FC Bayern München. Ursprünglich hieß das Gebäude Olympische Basketballhalle und wurde für die Spiele 1972 in München erbaut. 1974 wurde es dann in Rudi-Sedlmayer-Halle, nach dem früheren Präsidenten des Bayerischen Landessportverbands, umbenannt. Die Halle diente unter anderem für Konzerte, Queen und Bruce Springsteen sind hier bereits aufgetreten, und für Boxkämpfe, wobei etwa Vitali und Wladimir Klitschko hier schon in den Ring gestiegen sind. Seit 2011 fungiert die Halle nach der Renovierung unter dem Namen Audi Dome offiziell als Heimspielstätte der FCB-Basketballer – und mancher Besucher behauptet sogar, dass die Stimmung hier besser ist als bei der „großen Schwester“ Allianz Arena.

Südbad: Wasserspaß mit Aussicht

Südbad, Foto: Robert Goetzfried

Gut zu erreichen von Sendling-Westpark aus ist das Südbad im benachbarten Stadtteil Sendling. Es verbindet das charmante Flair der 50er Jahre mit moderner Badelandschaft. Das Bad besitzt ein Wellnessbecken mit Strömungskanal und hat ein “Freibad mit Dach“. Vom Inneren aus haben die Besucher einen herrlichen Blick auf die grüne Oase mit seinem alten Baumbestand. Ein besonderer Genuss ist es, mit dieser Aussicht durch das 25-Meter-Becken zu schwimmen.
Mehr Informationen zum Südbad

Sendling-Westpark kurios

Ursprünglich war geplant, einen Großteil der beliebten Häuser und Orte im Westpark nach der Internationalen Gartenbauaustellung 1983 wieder abzubauen. Nur die Seebühne und das Restaurant Rosengarten sollten erhalten bleiben. Hier regte sich allerdings Protest bei den Bürgern und so wurde beschlossen, dass auch Teile der ostasiatischen Gärten, das Sarden- und das Bayerwaldhaus sowie die Terrassen der Mittelmeergärten nicht abgebaut werden. Hierzu waren allerdings Umbaumaßnahmen notwendig, da die Lokalitäten – ja eigentlich nur für die Frühlings- und Sommermonate gedacht – nicht winterfest waren. Die letzten Umbaumaßnahmen in diesem Zusammenhang wurden erst im Dezember 1984, also ein Jahr nach dem Ende der Gartenbauausstellung, abgeschlossen.

Historisches: Wohnraum und Gartenbauaustellung

Historisch betrachtet ist der Stadtteil noch recht jung. Nach 1945 entstanden viele Sozialwohnungen für die vom Krieg ausgebombten und evakuierten Münchner. Zwischen 1950 und 1995 hat sich die Einwohnerzahl im Stadtteil verdoppelt. Im Rampenlicht stand der Stadtteil Sendling-Westpark erstmals 1983, als dort die bereits erwähnte Internationale Gartenbauausstellung (IGA) stattfand.

Abgrenzung Sendling-Westpark

Der südwestlich in München gelegene Stadtteil Sendling-Westpark erstreckt sich von der Schwanthalerhöhe (Westend) und Laim im Norden bis nach Obersendling im Süden. Die Ostgrenze bildet die S-Bahn-Linie nach Wolfratshausen. Im Westen wird der Stadtteil durch die Fürstenriederstraße von Hadern abgegrenzt. Sendling-Westpark ist direkt über die U6 an das städtische Verkehrsnetz angebunden.

Sendling-Westpark in Zahlen

ADAC Zentrale in München Sendling-Westpark, Foto: ADAC

Sendling-Westpark ist Münchens Stadtbezirk 7.

- Einwohner des Stadtbezirks: 59.175
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 76
- Fläche in Hektar: 781,45
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)

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