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Mit Drohnen sicher durch die Luft

Drohne vor Bergpanorama, Foto: Ricardo Gomez Angel, pexels.com

Hoch hinaus! Drohnen machen Spaß. Aber zu hoch sollte man sie nicht fliegen lassen – vor allem nicht überall. Immer häufiger schlagen nämlich Piloten Alarm, weil die kleinen Flugobjekte den Passagierflugzeugen in die Quere kommen. Die neuen Regeln.

Gefährliche Nähe: Im Oktober 2016 kam eine Drohne einem Flugzeug bis auf 30 bis 50 Meter nahe – mitten im Landeanflug auf den Flughafen München. Ein paar Wochen vorher wagte sich eine Drohne auf 1,7 Kilometer Höhe vor und begegnete in nur zehn Metern Entfernung einem mit mehr als hundert Menschen besetzten Flieger.

64 solcher Vorkommnisse gab es insgesamt im Jahr 2016, sechs davon in der Kontrollzone des Flughafen München. Aus einer harmlosen Drohnen-Spielerei kann also schnell eine große Gefahr werden. Aktuell gibt es deutschlandweit bereits über 600.000 Drohnen – und es werden immer mehr. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet bis zum Jahr 2020 mit mehr als einer Million Drohnen.

Strengere Regeln: Was ist erlaubt und was nicht?

Drohne, Foto: Flughafen München

Um die Gefahr durch privat genutzte Drohnen einzugrenzen, hat die Bundesregierung nun die Regeln verschärft. Beispielsweise gibt es nun innerhalb des Airports sowie in einem Umkreis von 1,5 Kilometern um den Flughafenzaun ein absolutes Flugverbot für Drohnen. Darunter fallen auch die Orte Schwaig, Attaching und Teile von Hallbergmoos. Außerdem dürfen Drohnen nur bei guten Wetterbedingungen in die Luft. 

Wo darf ich fliegen? Kostenlose Drohnen-App!

Seit Ende Juli ist die kostenfreie Drohnen-App der Deutschen Flugsicherung (DFS) im Apple Store und im Google Play Store erhältlich. Die App beantwortet die Frage "Wo kann ich fliegen?" und hat Flug-Infos, Regeln und interaktives Kartenmaterial für jeden Standort in Deutschland parat. Cooles Feature: Seine bisherigen Flüge kann man mit der Logbuch-Funktion dokumentieren. Weitere Infos zur DFS-DrohnenApp. Sofort loslegen? Hier entlang zum kostenlosen Download für iOS oder Android.

Grundsätzlich gilt Folgendes:

Drohne, Foto: Flughafen München
  • Kennzeichnungspflicht: Ab einem Gewicht von 250 Gramm muss eine Plakette mit Name und Adresse des Eigentümers angebracht werden – auch bei Flügen auf Modellfluggeländen. Der Eigentümer kann sie selbst anbringen. Die Plakette muss feuerfest sein (gültig ab 1.10.2017).
  • Kenntnisnachweis: Ab zwei Kilogramm müssen zusätzlich besondere Kenntnisse nachgewiesen werden, eine Art "Drohnenführerschein" (gültig ab 1.10.2017).
  • Erlaubnispflicht: Ab fünf Kilogramm wird außerdem eine spezielle Aufstiegserlaubnis der Luftfahrtbehörde benötigt

 

Verboten ist außerdem das Fliegen über und in der Nähe von

  • Menschenansammlungen
  • Einsatzorten der Polizei und Rettungskräfte sowie Krankenhäusern
  • Wohngrundstücken
  • Naturschutzgebieten
  • Industrieanlagen, Flugplätzen und Bundesfernstraßen
  • Verfassungsorganen, Bundes- und Landesbehörden

Verstöße werden als gefährlicher Eingriff in den Flugverkehr gewertet und können bis zu fünf Jahre Haft nach sich ziehen.

Wo darf ich meine Drohne steigen lassen? Die Legende zum Plan:

Wo dürfen Drohnen fliegen? Eine Übersicht., Foto: Flughafen München

Drohnenflugzone: Dort ist es okay, seine Drohne steigen zu lassen – aber maximal bis 100 Meter hoch.
DFS-Kontrollzone: Hier sind Flieger im Start- oder Landeanflug. Drohnen dürfen fliegen, aber nur bis zu 50 Meter hoch (innerhalb der Sichtweite).
Radio Mandatory Zone (RMZ): Vor dem Einflug muss man sich per Funk beim Flugplatz-Fluginformationsdienst anmelden. Wer kein Funkgerät dabei hat und kein Funksprechzeugnis vorweisen kann, hat Flugverbot.
Flugverbotszonen: Beispielsweise über oder in der Nähe von Krankenhäusern, Flugplätzen oder Autobahnen und Bundesstraßen darf nicht geflogen werden. Vor allem in der Nähe des Airports oder des Forschungsreaktors in Garching gilt strengstes Flugverbot.  

Der Plan vergrößert zum anklicken

Bitte informieren Sie sich vor einem Drohnenflug unbedingt unter www.sicherer-drohnenflug.de.

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