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Gedenken an NSU-Opfer: Max-Joseph-Platz symbolisch umbenannt

Max-Joseph-Platz in München Altstadt, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Aktionen in ganz Deutschland

(4.11.2014) Am Dienstagabend wurde der Max-Joseph-Platz zum Gedenken an die Opfer des NSU symbolisch für wenige Minuten in Ismail-Yasar-Platz umbenannt. Aufgerufen zu der Aktion hatten mehrere Bündnisse, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.

Auch in Berlin, Bremen, Göttingen, Kassel, Wuppertal, Köln, Frankfurt, Nürnberg und Jena wurden zeitgleich Plätze und Straßen umbenannt. Ismail Yasar wurde 2005 in Nürnberg mutmaßlich von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mit fünf Schüssen ermordet.

Die Kölner Initiative „Keupstraße ist überall“ schrieb auf ihrer Website, dass man drei Jahre nach Enttarnung des NSU mit dieser Aktion den Fokus eben nicht nur auf die Täter-, sondern genauso auf die Opferseite lenken wolle. „Um die Opfer wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, werden zeitgleich um 17.30 Uhr an diesem Tag in ganz Deutschland Straßen nach den Opfern dieser rassistischen Mordserie und den Orten der Bombenanschläge benannt“, hieß es dort: „Dies wäre ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen.“

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