175.000 feiern in München beim Christopher Street Day

Christopher Street Day 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Parade mit 134 Gruppen und 160.000 Zuschauern

(14.7.2018) Unter dem Motto "Bunt ist das neue Weiß-Blau" zog heute die Politparade zum Christopher Street Day (CSD) durch die Innenstadt und das Glockenbachviertel. 134 Gruppen nahmen teil und rund 160.000 Menschen schauten zu - ein Rekord!

Fotos vom CSD 2018 in München

OB Reiter: "Ein tolles Signal aus München"

Eindruck vom Christopher Street Day 2018 in München, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Die Parade zum CSD hat laut Angaben der Veranstalter in diesem Jahr einen Rekord gebrochen. Bei strahlendem Sonnenschein und einem nur kurzen Regenguss gingen 15.000 Teilnehmer bei der Politparade an den Start - dazu zählte die Polizei rund 160.000 Zuschauer. Insgesamt ließen sich also 175.000 Menschen den CSD nicht entgehen.

Los ging es am Marienplatz, dann 4,5 Kilometer durch die Innenstadt und wieder zurück zum Marienplatz, wo ein rauschendes Straßenfest folgt. An der Parade nahmen über 130 Gruppen und mehrere Tausend Menschen teil; viele davon bunt kostümiert. Die Polizei verzichtete wie in den Vorjahren auf die Durchsetzung des eigentlich geltenden Vermummungsverbots, doch waren die Teilnehmer aufgefordert, sich auf Anfrage jederzeit vor der Polizei auszuweisen. Eine noch weitaus größere Zahl an Menschen verfolgte die Kundgebung vom Straßenrand aus. An Kostümen war alles vertreten, vom Sadomaso-Look in Lack und Leder über Paradiesvögel bis zur Volkstanzgruppe "Schwuhplattler" in bayerischer Tracht.

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter war bei der Parade dabei und sagte gegenüber muenchen.de: „Das ist ein tolles Signal, das hier aus München immer ausgeht: Dass wir das einfach sehr gern machen, dass wir mit der Community eins sind, dass wir das Thema Normalität einfach hier leben und das gleichzeitig mit einem Riesen-Event für die Münchnerinnen und Münchner verbinden. Das zeigt, dass es hier keine Barrieren, keine Schranken gibt und dass wir in München das Thema Weltoffenheit und ein buntes München unterstützen.“

Bürgermeister Josef Schmid war bei dem Event ebenfalls mit von der Partie: „Der Christopher Street Day ist schon eine Traditionsveranstaltung und zeigt, dass München und Bayern immer schon bunt war“, so Bürgermeister Josef Schmid gegenüber muenchen.de.

Dass der CSD auch in diesem Jahr eine klare politische Botschaft hatte, erklärte Thomas Niederbühl, Politischer Sprecher des CSD München.: „Eine Parole der Gewalt dürfen wir auf gar keinen Fall dulden. Wir wollen eine bunte Gesellschaft. Ich wünsche uns allen einen gewaltfreien, einen lebensbejahenden und einen lebensfrohen CSD!“

Wofür der CSD weltweit steht

Zur Landtagswahl am 14.10. hat der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern einen Vielfaltscheck gestartet: 25 Fragen gingen an die Parteien, etwa wie sie Homophobie im Freistaat bekämpfen wollen. Eine Auswertung will der LSVD im September vorlegen.

Die Münchner Christoper Street Day-Parade ist die größte Demonstration von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Süddeutschland. Weltweit steht der CSD für das Selbstbewusstsein Homosexueller und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. Die Veranstaltungen erinnern an Vorfälle um den 28.6.1969 in New York, wo es nach einer Polizeirazzia in einer Bar zum Aufstand von Schwulen und Lesben mit Straßenschlachten in der Christopher Street kam.

Mehr zum Christopher Street Day und zur Politparade.

(muenchen.de/dpa)

Eindrücke und Stimmen von der CSD-Parade im Video

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