München widmet Alt-OB Hans-Jochen Vogel einen Platz im Olympiapark

Coubertinplatz im Olympiapark, Foto: Olympiapark München
Foto: Olympiapark München Der westliche Teil des Coubertinplatzes (Bildmitte) wird in Hans-Jochen-Vogel-Platz umbenannt

Ehrung für ehemaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel

(4.2.2021) München benennt einen zentralen Platz im Olympiapark nach dem populären Alt-Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, der die Olympischen Spiele 1972 in die Stadt holte.

Münchner Stadtrat beschließt Umbenennung im Olympiapark

Der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats hat die Umbenennung des westlichen Teils des Coubertinplatzes in "Hans-Jochen-Vogel-Platz" beschlossen. Wenige Monate nach seinem Tod im Juli 2020 würdigt München damit die Lebensleistung des Ex-Oberbürgermeisters. Der spätere SPD-Chef war von 1960 bis 1972 Stadtoberhaupt.

Ab dem 26. Juli 2021 gilt die Umwidmung des zentralen Platzes im Olympiapark: Künftig ist die Freifläche zwischen Olympiastadion im Westen, der Olympiahalle im Norden und im Süden bis zum Rudolf-Harbig-Weg der neue Hans-Jochen-Vogel-Platz. Der östliche Teil bis zur Olympiaschwimmhalle bleibt als Coubertinplatz bestehen.

Olympiapark: Vogel ein "Vater" der Olympischen Spiele 1972

Hans-Jochen Vogel: Oberbürgermeister, Minister und SPD-Chef

Der frühere Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, Foto: picture alliance / dpa
Foto: picture alliance / dpa

Der Platz im Olympiapark ist nicht zufällig gewählt: Dr. Hans-Jochen Vogel (1926-2020) war zwölf Jahre lang von 1960 bis 1972 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und maßgeblich daran beteiligt, die Olympischen Spiele 1972 nach München zu holen und zu organisieren. Auch die Planung der Fußgängerzone in der Innenstadt und der Ausbau des Münchner U- und S-Bahn-Netzes zählen zu seinem Vermächtnis für München.

Der SPD-Politiker wurde 1926 in Göttingen geboren. Nach seiner Amtszeit in München übernahm der studierte Jurist verschiedene Posten in der Bundespolitik und der Partei: So als Bundesbauminister (1972-1974), Bundesminister für Justiz (1974-1981) und 1981 kurzzeitig als Regierender Bürgermeister von West-Berlin. 1983 trat er für die SPD als Kanzlerkandidat an und war von 1987 bis 1991 deren Parteichef. Im Alter zog er zurück nach München und verstarb hier am 26. Juli 2020 im Alter von 94 Jahren.

OB Dieter Reiter: "Seine Münchner werden ihn nie vergessen"

Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte zur Entscheidung: „Auf vielfältige Weise hat Dr. Hans-Jochen Vogel München geprägt und zu der weltoffenen, visionären und beliebten Stadt gemacht, die sie heute ist. Ein Meilenstein auf dem Weg waren die Olympischen Spiele 1972, die er nach München geholt hat. Sie werden immer mit dem Namen Hans-Jochen Vogel verbunden bleiben. Seine Münchner werden ihn nie vergessen – und gewinnen jetzt noch einen ganz speziellen Ort der Erinnerung an ihren großen Alt-OB.“

Kommunalreferentin Kristina Frank über die Würdigung: „Dr. Hans-Jochen Vogel war nicht nur ein über die Parteigrenzen hinweg geschätzter Ausnahmepolitiker, er war auch der Vater der Olympischen Spiele in München. Um ihn zu würdigen, wurde nun im engen Austausch der perfekte Platz im Olympiapark gefunden, direkt neben dem Platz des Gründers der Olympischen Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin.“

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