Stadtrat beschließt Bebauungsplan für neues Quartier
PaketPost-Areal: Zwei hohe Türme, 1200 Wohnungen, 3000 Arbeitsplätze
(19.1.2026) Der Münchner Stadtrat hat am 26. November 2025 in seiner Vollversammlung beschlossen, dass auf dem PaketPost-Areal zwei 155 Meter hohe Türme, rund 1.200 neue Wohnungen und 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Umsetzung stand noch unter juristischem Vorbehalt - doch am 19. Januar 2026 erklärte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das gegen den Bau gerichtete Münchner Bürgerbegehren „HochhausSTOP“ endgültig als unzulässig. Der Bebauungsplan kann in Kraft treten.
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OB Dieter Reiter zur Entscheidung des BayVGH
„Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs bestätigt das Handeln der Landeshauptstadt München: Dieses Bürgerbegehren war rechtlich nicht zulässig. Das ist keine Frage der politischen Haltung. Wer einen Bürgerentscheid will, muss eine klare, eindeutige und vollziehbare Frage stellen. Genau daran hat es hier gefehlt. Ebenso wichtig ist mir klarzustellen: Diese Entscheidung ist kein Grundsatzurteil gegen Bürgerbeteiligung – und sie ist erst recht kein Hochhausentscheid für ganz München. Es ging um ein einzelnes, laufendes Bebauungsplanverfahren auf dem PaketPost-Areal. Wer anderes behauptet, führt die Münchnerinnen und Münchner bewusst in die Irre."
Die Stadt hatte im Mai 2025 das Bürgerbegehren als unzulässig zurückgewiesen und entschieden, den beantragten Bürgerentscheid nicht durchzuführen. Nach der Entscheidung des BayVGH und dem Abschluss der noch laufenden Nachtragsverhandlungen zum geförderten Wohnungsbau kann der Bebauungsplan mit Grünordnung für das Paketpostareal sowie die Änderung des Flächennutzungsplans im Amtsblatt bekanntgegeben und damit in Kraft gesetzt werden.
Was für das neue PaketPost Quartier geplant ist
Auf dem PaketPost-Areal zwischen Arnulfstraße, Wilhelm-Hale-Straße und Birketweg soll in den nächsten Jahren einiges passieren, wie der Münchner Stadtrat beschlossen hat: Insgesamt sollen für das neue „PaketPost Quartier“ rund 1.200 neue Wohnungen und über 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Eingebettet in 8.500 Quadratmeter Grünanlagen werden laut dem beschlossenen Bebauungsplan Flächen für den Einzelhandel, Gewerbe, Hotels, Kultur, Soziales und auch eine Altenpflegeeinrichtung geschaffen. Die denkmalgeschützte Paketposthalle steht dabei im Zentrum und ihr Erdgeschoss wird im Rahmen der Sanierung für Veranstaltungen und Aktivitäten umgebaut. Die Halle wird in den nächsten Jahren übrigens unter dem Namen „Pineapple Park“ bereits für abwechslungsreiche Events genutzt.
Bau von zwei 155-Meter-Hochhäusern geplant
Zum neuen Quartier gehören auch zwei Hochhäuser, die dann nahe der Friedenheimer Brücke aufragen würden. Mit ihren 155 Metern wären sie die höchsten Gebäude der Stadt. „Die beiden geplanten Hochhäuser werden das Stadtbild neu prägen und in wiederum zehn Jahren wahrscheinlich kaum wegzudenken sein“, so die Münchner Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk, die sich auf das neue Stadtquartier freut: „Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass die Paketposthalle einmal für alle Münchnerinnen und Münchner zugänglich sein wird? Man darf gespannt sein, welche Angebote es dort künftig geben wird. Persönlich freue ich mich am meisten über die große Zahl an bezahlbaren Wohnungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf dem Gebiet.“