Warnstreiks im öffentlichen Dienst am 10. Februar und Nahverkehr am 11. Februar
Streik in München: Erneuter Warnstreik bei der MVG am Mittwoch
Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, den 11. Februar, einen erneuten Warnstreik im Münchner Nahverkehr angekündigt. Es ist ganztägig mit Einschränkungen bei U-Bahn, Tram und Bussen der MVG zu rechnen. Außerdem ruft die Gewerkschaft für den Dienstag, 10. Februar zu einem bundesweiten Großstreik im Öffentlichen Dienst auf - in München gibt es Arbeitsniederlegungen bei Unis, Kliniken und staatlichen Theatern.
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Die MVG informiert zum Streik am Mittwoch
Am Mittwoch, 11. Februar 2026, kommt es zu einem Warnstreik bei der MVG. Betroffen sind im Streikfall U-Bahn, Tram und Bus bis zur Liniennummer 199, die Auswirkungen auf den Betrieb hängen von der Streikbereitschaft des Personals ab. S-Bahn und Regionalbusse sind nicht betroffen.
- Die U-Bahn bleibt aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob sie überhaupt fahren kann, ist davon abhängig, ob genug Personal in der Leitstelle zur Verfügung steht. Außerdem braucht es genug Fahrpersonal, um zumindest eine Linie in Betrieb nehmen zu können.
- Auch bei der Tram hängt das Angebot von der Personalverfügbarkeit ab. Falls Fahrzeuge besetzt werden können, werden diese zunächst auf der am stärksten nachgefragten Linie 20 in der Dachauer Straße eingesetzt.
- Beim Bus ist ein stark eingeschränkter Betrieb möglich, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann.
- Kundencenter und Fundbüro können ebenfalls bestreikt werden.
Die MVG empfiehlt am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Home Office einzuplanen, wenn möglich.
Ver.di hatte bereits am Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik im kommunalen ÖPNV aufgerufen. In München kam es dabei zu massiven Einschränkungen bei U-Bahn, Tram sowie den Buslinien bis einschließlich Linie 199 der MVG. An diesem Tag fuhren keine U-Bahnen, lediglich die Tramlinie 20 sowie Busse waren mit eingeschränktem Angebot unterwegs.
Infos der MVG auf mvg.de und in der MVGO-App
Damit ihr trotz Warnstreiks gut planen könnt, informiert euch am Streiktag am besten kurz vor der Fahrt. Die zuverlässigsten Infos findet ihr unter „Aktuelle Störungen“ auf mvg.de sowie unter „Störungen“ in der App MVGO – dort wird laufend aktualisiert, welche Linien tatsächlich unterwegs sind.
In der Verbindungsabfrage auf mvg.de und in der App MVGO seht ihr anhand der farbigen Uhrzeiten, ob Fahrzeuge fahren (grün = pünktlich, rot = verspätet, schwarz = kein Einsatz). Bitte beachtet: Vorab-Abfragen sind nicht verbindlich, da sich der Fahrzeugeinsatz im Laufe des Tages ändern kann.
Was am 10. Februar bestreikt wird: Unis, Unikliniken und staatliche Theater
Am Großstreiktag findet eine zentrale Kundgebung und Demonstration am Vormittag am Odeonsplatz und im Universitätsviertel statt. Welche Auswirkungen der Warnstreik auf die Öffnungszeiten und das Angebot der Einrichtungen hat, ist noch nicht bekannt. Bitte informiert euch direkt bei den Institutionen.
Vom Streik betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft ver.di unter anderem:
- Münchner Universitätskliniken Klinikum rechts der Isar (TUM)
- Klinikum Großhadern (LMU)
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
- Technische Universität München (TUM)
- Hochschule für angewandte Wissenschaften München
- Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf
- Studierendenwerk München
- Deutsches Museum
- Bayerische Staatsbibliothek
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Hochschule für Fernsehen und Film (HFF)
Zudem sind zum Streik aufgerufen:
- Bayerisches Staatsschauspiel
- Bayerische Staatsoper
- Staatstheater am Gärtnerplatz
- Prinzregententheater/Theaterakademie
- Zentraler Dienst der Bayerischen Staatstheater
- Länder- und Autobahndienststellen
Hinweis zu den Universitätskliniken
Auch an den Münchner Universitätskliniken beteiligen sich Beschäftigte im Rahmen der Warnstreiks. Sie sind vom 09.02. bis 10.02.2026 zum Streik aufgerufen. (LMU-Uniklinik mit Standorten in Großhadern und am Sendlinger Tor sowie TU-Klinik Rechts der Isar) Dort ist mit Einschränkungen im Regelbetrieb zu rechnen; die Notfallversorgung bleibt jedoch jederzeit sichergestellt, entsprechende Notdienstvereinbarungen wurden abgeschlossen.
Warnstreiks im Öffentlichen Dienst bis Mitte Februar möglich
- Derzeit laufen die Tarifverhandlungen mit den Ländern im öffentlichen Dienst. Nach dem Scheitern der ersten Tarifrunde Mitte Januar haben die Gewerkschaften bundesweite Warnstreiks angekündigt, davon ist auch der Standort München in verschiedenen Branchen betroffen.
- Die nächsten Verhandlungen für den öffentlichen Dienst finden am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam statt. Bis dahin ist mit weiteren Warnstreiks in einzelnen Branchen zu rechnen.
- Die Tarifverhandlungen für den ÖPNV in Bayern werden am Freitag, 13. Februar, fortgesetzt. Mit dem Warnstreik am 11. Februar 2026, der neben München auch Nürnberg erfasst, wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.