Nymphenburger Kanal und andere Eisflächen: Betreten lebensgefährlich

Hinweisschild am Nymphenburger Kanal, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Das Eis auf dem Nymphenburger Schlosskanal ist derzeit zu dünn zum Betreten

Schlosskanal: Eis zu dünn - Hinweise der Feuerwehr beachten

(9.1.2021) Der Nymphenburger Schlosskanal ist im Winter beliebt zum Schlittschuhfahren und Eisstockschießen. Doch dafür ist die Eisdecke derzeit noch zu dünn – ebenso an anderen Eisflächen im Stadtgebiet. Zum Teil besteht Lebensgefahr. Die Feuerwehr erklärt, was zu tun ist, wenn man eine Person ins Eis einbrechen sieht.

Lebensgefahr insbesondere am Waisenhauskessel

So schön der Nymphenburger Schlosskanal gerade im verschneiten Winter auch ist: Eissport ist darauf derzeit noch brandgefährlich.

Die Eisdecke auf dem Kanal ist derzeit zu dünn und trägt nicht. Durch die Schneedecke sind vorhandene Risse im Eis allerdings nicht sichtbar, warnt die Bayerische Schlösserverwaltung, Trägerin des Nymphenburger Kanals. Insbesondere im Waisenhauskessel mit seinen bis zu fünf Metern Wassertiefe ist ein Betreten der Eisfläche lebensgefährlich.

Am vergangenen Sonntag, 10.1.,  musste die Polizei den Kanal zwischenzeitlich räumen lassen.

Münchner Feuerwehr: Was zu tun ist, wenn jemand ins Eis einbricht

Warnschild Hinterbühler See, Foto: Gunnar Jans
Foto: Gunnar Jans Warnschild am Hinterbühler See

Auch die Münchner Feuerwehr weist darauf hin, dass man die Warnschilder und Hinweise in den Medien unbedingt beachten soll - was natürlich nicht nur für den Nymphenburger Kanal, sondern auch für die weiteren Gewässer im Stadtgebiet gilt, wie die Feuerwehr München am Samstag erklärte. Wasserflecken und Verfärbungen sind ein Hinweis darauf, dass die Gefahr des Einbrechens in das Eis erhöht ist.

Was zu tun ist, wenn man eine Person ins Eis einbrechen sieht:

  • Sofort den Notruf der Feuerwehr 112 wählen
  • Sich dem Eingebrochenen liegend, mit möglichst großer Auflagefläche nähern
  • Im Idealfall benutzt man ein Brett oder eine Leiter, an einigen Münchner Gewässern stehen für den Notfall entsprechende Gerätschaften bereit
  • Die eingebrochene Person herausziehen, am besten mithilfe eines Gegenstands wie einer Kleidungsstücken, einer Stange oder einem Abschleppseil

Bereits eine Person durch Eisdecke gebrochen

Bereits am Dienstag teilte die Münchner Polizei mit, dass eine Person durch die Eisfläche gebrochen sei. Das Unglück verlief glimpflich: Ihr gehe es wieder gut.

Übrigens: Allgemein gilt bei künstlichen Gewässern wie etwa im Englischen Garten oder im Schlosspark Nymphenburg ein Betretungsverbot. Wer dennoch das Eis betritt, handelt auf eigene Gefahr. Bei den verpachteten Flächen etwa im Nymphenburger Kanal, obliegt die Verkehrssicherungspflicht dem Pächter.

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