ANZEIGE

Vorsorge zu Lebzeiten

, Foto: RGU-SFM
Foto: RGU-SFM

Friedhöfe, Beerdigungen und die eigene Sterblichkeit: Wir von den ​Städtischen Friedhöfen München​ haben die Münchnerinnen und Münchner gefragt, welche Fragen sie zu diesen Themen haben.

Hilft mir jemand, das für mich richtige Grab zu finden?

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Friedhöfen beraten Sie gerne und zeigen Ihnen vor Ort, welche Grabarten und Möglichkeiten es gibt. Am besten machen Sie einen Termin aus, damit auch wirklich Zeit vorhanden ist. Wir wissen, welche Fragen für den Graberwerb wichtig sind. Oft sind es auch Kleinigkeiten, wie die Entfernung zum bevorzugten Eingang, die Nähe einer Ruhebank oder eines Brunnens oder ein besonders schön gestalteter Friedhofsteil.

Wer hat bei einer Beerdigung das letzte Wort?

Wenn die verstorbene Person nicht schon zu Lebzeiten selbst festgelegt hat, wie die Beerdigung einmal ablaufen soll, beispielsweise in einem Vorsorgevertrag, bestimmen die Angehörigen die Einzelheiten. Die Städtischen Friedhöfe München nehmen die Aufträge als Dienstleister in der Regel von den beauftragten Bestattungsunternehmen entgegen. Soweit es möglich ist, führen wir jede einzelne Trauerfeier und Beerdigung in München entsprechend den individuellen Wünschen durch.

Gibt es Vorschriften, wie ein Grab auszusehen hat?

Ja, es gibt Vorgaben, aber auch viel Freiraum. In München gibt es einige Friedhofsbereiche, in denen Sie Ihr Grab und Ihr Grabmal gestalten können, wie Sie möchten. Sie müssen nur die Grabgröße einhalten. Sie sollten aber bedenken, dass nicht nur Sie, sondern auch alle Grabnachbarn hier das gleiche Recht haben, sich zu entfalten. Daneben gibt es in den Friedhöfen Bereiche mit Gestaltungsvorgaben, die je nach Ort eine mehr oder weniger strenge Struktur vorgeben. Wichtig ist, dass Sie sich beim Graberwerb für einen für Sie passenden Bereich entscheiden. Vielen Menschen gefallen beispielsweise die Bereiche, in denen es ausschließlich handwerklich bearbeitete Grabsteine gibt.

Was passiert, wenn die Angehörigen kein Geld für ein Begräbnis haben?

Eine schlichte Bestattung und eine einfache Grabstätte können sehr würdevoll sein. Wenn es dennoch nicht reicht, lassen Sie sich bitte beraten, ob und wie weit das Sozialamt für die Kosten aufkommt.

Was ist, wenn es niemanden gibt, der sich um meine Beerdigung kümmert?

Nach der Bayerischen Verfassung hat jeder Einwohner Bayerns das Recht auf eine “schickliche”- also ortsübliche - Bestattung und Grabstätte. Dieses Recht wird in München besonders hoch gehalten. Wenn niemand eine Bestattung in Auftrag gibt, übernimmt die Stadt zunächst die Durchführung und auch die Kosten. Da dies aber das Geld der “Allgemeinheit” ist, wird nachher genau geschaut, ob es nicht doch bestattungspflichtige Angehörige gibt, die für die Kosten aufkommen müssen.

Wer erweist mir die letzte Ehre, wenn keiner mehr da ist?

Uns ist es wichtig, dass jeder Mensch würdevoll beigesetzt wird – unabhängig davon, ob Angehörige anwesend sind. Wenn die verstorbene Person einer religiösen Gemeinschaft angehört, begleitet ein entsprechender Geistlicher die Zeremonie. Manchmal ist außer unseren Mitarbeitern wirklich niemand sonst dabei, das sind auch für uns traurige und bewegende Momente. Für Würde, Wertschätzung und das Mitgefühl sorgen dann unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, soweit es eben geht.

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top