Maximilian II. Emanuel: Das war der "blaue König" und Kurfürst Bayerns

Nymphenburger Schloss und Park
Das Nymphenburger Schloss nutzte der Kurfürst als Sommerresidenz

Münchner Bauherr und Kurfürst von Bayern: Das war Max ll. Emanuel

Kriegsherr und Kunstförderer: Maximilian II. von Bayern initiierte den Bau mehrerer Schlösser und legte den Grundstock für die Münchner Kunstsammlungen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Geburtstag: 11.7.1662 München als Thronfolger des Wittelsbacher Kurfürsten Ferdinand Maria
  • Todestag: 26.2.1726 München
  • Maximilian ll. Emanuel war Kurfürst von Bayern (seit 1679) und Generalstatthalter der Spanischen Niederlande (1691–1714)
  • Dank ihm wurden das Schloss Nymphenburg, Schloss Schleißheim und die Theatinerkirche gebaut
  • Begraben ist Max ll. Emanuel in der Gruft der Theatinerkirche St. Kajetan am Odeonsplatz

Kriegsherr und Kunstschätzer: Das Leben von Max ll. Emanuel

Als ältester Sohn des Wittelsbacher Kurfürstenpaares Ferdinand Maria und Henriette Adelheid kam er 1662 in München zur Welt. Er wurde vor allem als Feldherr und im Kampf gegen die vor Wien stehenden Türken 1683 bekannt. Dort bekam er von ihnen seinen Titel "blauer König": Seine farbige Rüstung war weit über die Schlachtfelder zu sehen.

Nach den Kriegen steckte der Herrscher seine Energien in die Kunstförderung: So gehen die Errichtung der Schlösser Schleißheim und Fürstenried auf seine Initiative zurück. Als Kunstsammler legte er unter anderem mit 12 Gemälden von Peter Paul Rubens den Grundstock für die Alte Pinakothek.

Spuren in München: Schloss Nymphenburg, Theatinerkirche und Co.

Impressionen vom Odeonsplatz und Hofgarten, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Mehrere Prachtbauten und andere Denkmäler erinnern noch heute an den König:

Schloss Nymphenburg: Seine Mutter erhielt als Dankesbeweis und Geschenk für die lang ersehnte Geburt des Thronfolgers die Mittel zur Errichtung von Schloss Nymphenburg. Ihr Sohn erweiterte das Schloss und nutzte es später vor allem als Sommerresidenz.

Theatinerkirche: Die Kirche am Odeonsplatz wurde ebenfalls zur Geburt des Kurfürsten gebaut. 

Kurfürstenplatz: Der Platz in Schwabing wurde 1915 nach Max Emanuel benannt.

Standbild und Skulptur: Als „Belgrads Eroberer“ kann man sein Standbild am Promenadeplatz sehen, eine weitere Skulptur aus dem frühen 18. Jahrhundert befindet sich im Bayerischen Nationalmuseum.

Gemälde: Im Residenzmuseum hängt ein Gemälde von Joseph Vivien aus dem 18. Jahrhundert, das den Kurfürsten in Kriegsrüstung und mit "blauer Schärpe" zeigt.

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