Monaco Franze: Der ewige Stenz mit Helmut Fischer

Denkmal für Monaco Franze vor dem Café Münchner Freiheit, Foto: muenchen.de / Michael Hofmann
Foto: muenchen.de / Michael Hofmann

Helmut Fischer als Kommissar Franz Münchinger in Monaco Franze

Unschuldiger Hundeblick und doch ein ausgebufftes Schlitzohr, wenn es um heimliche Kapriolen geht. Das ist der Monaco Franze - die Serienfigur, mit der Helmut Fischer berühmt wurde.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Infos zum Monaco Franze

  • Der Monaco Franze ist eine zehnteilige bayerische Fernsehserie.
  • Die Hauptfigur, Kriminalkommissar Franz Münchinger, gilt als Paraderolle des bayerischen Volksschauspielers Helmut Fischer.
  • Viele der Sprüche des Monaco Franze sind durch den großen Erfolg der Serie in den Münchner Sprachgebrauch eingegangen.
  • Zudem ist die Kultfigur heute als Statue an der Münchner Freiheit zu bewundern.

Monaco Franze: Seine besten Sprüche und Zitate

Berühmt geworden ist die Figur des Monaco Franze nicht zuletzt für ihre kultigen Sprüche. Zitate wie folgende sind heute aus dem Münchner Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken:

  • "A bissel was geht immer"
  • "Aus is und gar is, und schad is, dass's wahr is!"
  • "Geh Spatzl, schau wie I schau! Recht viel treuer schaut auch kein Schaf."
  • "Ein rechter Scheißdreck war's! Altmodisch bis provinziell war's! Des war's!"

Was bedeutet die Statue an der Münchner Freiheit?

Statue Monaco Franze an der Münchner Freiheit, Foto: Stefan Strasser
Foto: Stefan Strasser

Nicht nur die besten Sprüche des Monaco Franze leben noch heute in München weiter. Seit 1997 ist Schauspieler Helmut Fischer auch in Form einer Statue in seiner Heimatstadtin der Landeshauptstadt verewigt.

Das Bronze-Denkmal, das der Künstler Nicolai Tregor jr. gestaltet hat, steht (bzw. sitzt) dabei nicht zufällig an der Münchner Freiheit. Vom Lieblingsplatz seines Stammcafés aus blickt Monaco Franze hier wie früher über den Platz.

Der "ewige Stenz": Wovon handelt die Fernsehserie?

Helmut Fischer und Ruth Maria Kubitschek in "Monaco Franze", Foto: BR / balance-film
Foto: BR / balance-film

Der „Monaco Franze“, gebürtig im damals kleinbürgerlichen Münchner Westend, ist verheiratet mit Annette von Soettingen (gespielt von Ruth-Maria Kubitschek), die er liebevoll „Spazl“ nennt.

Beide sind zwei grundverschiedene Menschen, sie eine Dame von Welt, er ein sogenannter "Stenz", also ein ewiger Frauenheld, der gerne auch nach Feierabend „ermittelt“ und immer wieder neue Ausreden erfindet, um seiner Leidenschaft nachzugehen.

Doch obwohl sein Freund und Kollege Manfred „Manni“ Kopfeck beim Verschleiern der Affären hilft und sein „Spatzl“ dem Wiederholungstäter oft genug gütig verzeiht, ist die Ehe am Ende nur von begrenzter Dauer.

Helmut Fischer: Karriere und weitere Rollen

Der Mann hinter der Rolle, Helmut Fischer, wurde am 15.11.1926 in München geboren. Nach dem Krieg trat er 1961 in Ludwig thomas Komödie "die Lokalbahn" zum ersten Mal im Bayerischen Fernsehen auf.

  • Von 1972 bis 2987 spielte er im Tatort des Bayerischen Rundfunks zunächst einen Assistenten und später selbst  den Kriminalkommissar.
  • 1983 gelang ihm der Durchbruch als Schauspieler mit seiner Paraderolle als "charmanter Hallodri" der Serie Monaco Franze. Dessen Charaktereigenschaften prägten viele von Fischers weiteren Rollen.
  • In den 1980ern war Fischer gemeinsam mit Thomas Gottschalk in den Filmen "zärtliche Chaoten" zu sehen.
  • Von 1987 bis 1992 spielte er in der Reihe "die Hausmeisterin" mit.
  • Zudem trat er von 1990 bis 1992 in Serie "ein Schloß am Wörthersee" auf.

Drei Jahre nach seiner Krebserkrankung starb der Volksschauspieler 1997 im Alter von 70 Jahren im Chiemgau und liegt heute auf dem Bogenhausener Friedhof begraben.

Das könnte Sie auch interessieren

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top