Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Schloss Nymphenburg

Top-Sehenswürdigkeiten | Neuhausen-Nymphenburg
Do geöffnet 09:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
April bis 15.10.: täglich 9 bis 18 Uhr / 16.10. bis März: täglich 10 bis 16 Uhr. Letzter Einlass: ca. 20 min. vor Schließung. Geschlossen: Faschingsdienstag, 24./25./31.12., 1.1.

Schloss Nymphenburg

Eine Reise in die Zeit der bayerischen Monarchie: Über 300.000 Besucher zieht das Schloss Nymphenburg jährlich an – nicht zuletzt wegen des wunderschönen Schlossparks.

Zeitreise ins höfische München

Schloss Nymphenburg, Foto: Samot / Shutterstock.com
Foto: Samot / Shutterstock.com

Der Trip in die Vergangenheit beginnt eindrucksvoll: Zwei schattige Auffahrtsalleen weisen den Weg zum Schloss, dazwischen liegt der Nymphenburger Kanal. Im Sommer gehört er den Schwänen, im Winter liefern sich bei knackigen Minustemperaturen Eisschützen ihre Partien. Keine schlechte Einfahrt für das Schloss, das sich am Ende einen halben Kilometer breit erhebt. Vor hunderten Jahren staunten darüber fürstliche Gäste, heute sind es Touristen aus der ganzen Welt.

Gondelfahrten auf dem Schlosskanal

Gondelfahrt auf dem Kanal im Schlosspark Nymphenburg, Foto: Nicolas Gradicsky
Foto: Nicolas Gradicsky

Als wäre der Schlosspark nicht schon schön genug, können Besucher auch heuer wieder italienisches Flair auf dem Wasser erleben. Von April bis Mitte Oktober fährt eine original venezianische Gondel über den Nymphenburger Kanal. Täglich von 11 bis 18 Uhr nimmt Gondoliere Maximilian Koch bis zu acht Personen je Fahrt mit. Er gondelt natürlich nur bei schönem Wetter.

Die halbstündige Fahrt kostet 15 Euro pro Person, Kinder unter 7 Jahren fahren kostenlos. Es ist auch möglich, die Gondel exklusiv zu mieten.

Der Innenausbau von Schloss Nymphenburg

Ludwig II. Geburt Nymphenburg, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de Das Geburtszimmer von Ludwig II.

Für den Innenausbau waren die meistgefragten Bildhauer, Stuckateure und Maler ihrer Zeit zuständig. Unter François de Cuvilliés und Johann Baptist Zimmermann entstand ein Hauptwerk des höfischen Münchens. Am bekanntesten sind der über drei Geschosse reichende Steinerne Saal, die Schönheitengalerie von König Ludwig I., u.a. mit einem Bildnis seiner verhängnisvollen Affäre Lola Montez, und das Geburtszimmer von König Ludwig II., ganz in grüner Seide gehalten.

Für Gäste mit wenig Zeit: Nymphenburg im Schnelldurchlauf

Was es im und ums Schloss Nymphenburg zu sehen gibt, reicht locker für mehr als nur einen Tag. Das ist schade für all jene, die nur kurz zu Gast sein können. Von innen sollte man das Schloss auf jeden Fall gesehen haben. Pflicht ist auch der Blick von der Freitreppe auf die Brunnen und Fontänen. Und vielleicht reicht es ja noch für einen kurzen Spaziergang in der weitläufigen Parkanlage.

Bitte beachten: Die Gebäude sind teilweise nur in der Sommersaison zu besichtigen. Im Winter hängt die Tragfähigkeit der Eisfläche von der Wetterlage ab. Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigene Gefahr!

Die Museen im Schloss Nymphenburg

"Problem"- Bär Bruno beim Honigklau, Foto: München Tourismus
Foto: München Tourismus "Problem"- Bär Bruno beim Honigklau
  • Das Naturkundemuseum Mensch und Natur vermittelt anschaulich die Geschichte und Vielfalt der Erde und des Lebens. Kinder haben hier ihre Freude an Mitmach-Exponaten, Dioramen, Schautafeln und ausgestopften Tieren.
  • Das Marstallmuseum zeigt Prunkschlitten, Pferdewägen und Sattelzeug aus der Zeit der bayerischen Kurfürsten und Könige. Vor allem die Fahrzeuge von Ludwig II. ziehen die Besucher an.
Nymarputtenschlitten, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung Nymarputtenschlitten im Marstallmuseum
  • Das Porzellanmuseum umspannt mit über 1000 Exponaten knapp 200 Jahre Geschichte der weltweit renommierten Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Paradestücke sind die Figuren der Commedia dell‘arte von Franz Anton Bustelli und die feinen Arbeiten von Dominik Auliczek von 1770.
  • Im Erwin von Kreibig-Museum finden neben Arbeiten des namensgebenden Schwabingers auch Werke von regionalen Künstlern ihren Platz.

Baugeschichte

Ein ganzes Schloss als Geschenk? Kurfürst Ferdinand Maria muss wirklich überglücklich über die Geburt seines langersehnten Thronfolgers Max Emanuel gewesen sein. Denn Schloss Nymphenburg gab er allein deshalb 1664 als Präsent an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag.

Der ursprüngliche Entwurf eines schmucken Barockschlosses stammt von Agostino Barelli. Später wurde der Bau im Stil von Rokoko und Klassizismus verändert. Vor allem Ferdinand Marias Sohn, Max Emanuel, wurde zum Erweiterer und Umgestalter: Er beauftragte bekannte Architekten wie Enrico Zuccalli, Giovanni Antonio Viscardi und Joseph Effner mit umfangreichen Umbauarbeiten.

Max Emanuels Sohn, Kurfürst Karl Albrecht, gab die Rondellbebauung vor dem Haupttrakt in Auftrag. Sie galt zu ihrer Zeit als architektonische Sensation. Zusammen mit den Auffahrtsalleen, dem Kanal und der Brunnenanlage ergibt sich ein symmetrisch-harmonisches Gesamtbild, das nicht nur in Bayern seinesgleichen sucht. Der Innenausbau der Wittelsbachischen Sommerresidenz - weit abseits des Innenstadttrubels um die Residenz am Max-Joseph-Platz - ist nicht minder spektakulär.

Ein Schlosspark voller Geheimnisse

Herbst im Nymphenburger Schlosspark, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

1792 wurde nicht nur der Englische Garten in München eröffnet: auch der Nympenburger Schlosspark außerhalb der Stadtmauern durfte ab diesem Jahr vom ganzen Volk besucht werden. Ein Zugeständnis von Kurfürst Karl Theodor angesichts der Revolution in Frankreich; ähnliche Zustände wollte er so verhindern. Der Park beginnt mit einer Anlage im strengen, symmetrischen französischen Stil, direkt unterhalb der prunkvollen Freitreppe. Hier fanden 1972 die Olympia-Wettbewerbe im Dressurreiten statt.

Der Rest des 229 Hektar großen Areals ist ein englischer Landschaftspark. Mit seinen kleinen Bachläufen, Kanälen, Kaskaden und Brücken, seinen verzweigten Wegen, den künstlichen Seen, etlichen Figuren und Statuen und teilweise sehr versteckt liegenden kleineren Parkburgen und Schlösschen wirkt er an manchen Stellen wie ein Märchenwald.

Parkburgen, Schlösschen und Apollotempel

Schloss Nymphenburg Badenburg, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Die Badenburg im Schlosspark

Die Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg sind kleine Lustschlösschen mit erstaunlich komfortablen Räumlichkeiten. Die festliche Badenburg am Großen See im südlichen Parkteil und die exotische Pagodenburg am kleineren See im nördlichen Parkteil, sind architektonische Schmuckstücke. Größer und prunkvoller ist die Amalienburg mit ihrem an Pracht kaum zu überbietenden Spiegelsaal. Das Jagdschlösschen findet man gleich in der Nähe des großen Schlosses.

Herbst im Nymphenburger Schlosspark, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Apollotempel am Badenburger See

Erwähnenswert sind noch die Marienklause, eine als heruntergekommene Ruine gestaltete Eremitage, und der Apollotempel - ein Monopteros mit zehn Säulen am Badenburger See, der ein wunderschönes Fotomotiv abgibt. Will man den ganzen Park mitsamt all seiner Burgen und Schlösschen besuchen, kann man getrost einen ganzen Tag damit verbringen - sollte aber gut zu Fuß sein.

Bildergalerie: Winterspaß am Schlosskanal

Wenn es längere Zeit kalt genug ist, wird der Nymphenburger Schlosskanal zu einem Hotspot für Wintersportfreunde: Ob Eislaufen, Eishockeyspielen oder Eisstockschießen.

Aktuelle Hinweise

Wegen Restaurierungsarbeiten ist das sog. Südliche Salettl (Raum 10) im Mittelbau von Schloss Nymphenburg bis auf Weiteres leider nur eingeschränkt zu besichtigen.

Eintrittspreise

Gesamtkarte "Nymphenburg"

1. April bis Mitte Oktober: 11,50 Euro / 9 Euro ermäßigt
Mitte Oktober bis 31. März: 8,50 Euro / 6,50 Euro ermäßigt
(berechtigt zum Besuch des Schlosses, des Marstallmuseums mit Museum "Nymphenburger Porzellan" und der Parkburgen (Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause).

In der Wintersaison sind die Parkburgen geschlossen.

Einzeltickets

Schloss Nymphenburg: 6 Euro / 5 Euro ermäßigt
Marstallmuseum mit Museum "Nymphenburger Porzellan": 4,50 Euro / 3,50 Euro ermäßigt
Parkburgen: 4,50 Euro / 3,50 Euro ermäßigt

Weitere Informationen zu Schloss Nymphenburg

Die Top Sehenswürdigkeiten in München

Die schönsten Schlösser, die beeindruckendsten Museen, die besten Plätze. Das müssen Sie unbedingt gesehen haben. Die Top Sehenswürdigkeiten in München

Das könnte Sie auch interessieren

22 Bewertungen zu Schloss Nymphenburg

5
22 Bewertungen
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am
  • von am

    Ein Traum innen und aussen absolut Sehenswert man fühlt sich im Schloss beim bestaunen der Räumlichkeiten in diese Zeit versetzt . Wunderschöne Parkanlage zum spazieren relaxen bewundern

  • von am

    Das Schloss ist absolut sehenswert und hat eine tolle Grünanlage. Hier hat sich im Sommer schon das ein oder andere Brautpaar zum Fotoshooting blicken lassen. Für einen Spaziergang oder auch zum Joggen genau das richtige. Für Kulturliebhaber gibt es Schlossführungen oder Museen. Ich persönlich war bisher nur im Porzellanmuseum und war wirklich begeistert! Also auf jeden Fall einen Besuch Wert! :)

  • von am

    Eine andere Welt in der Stadt München

  • von am

    Wir waren vergangene Woche da , es war ein herrlicher Sonnenschein, mit etwas Schnee und allem was dazu gehörte zum Park Spaziergang. Die Schwäne, Enten, Gänse hatten auch ihren Spass, wir werden das nächste mal länger dort verweilen und im inneren uns um schauen, sehr empfehlenswert!!!

  • von am
  • von am

    Eines meiner absoluten Lieblingsschlösser weltweit. Man kann hier vieles bewundern wie den goldenen Spiegelsaal, das Geburtszimmer des Ludwig II. von Bayern sowie das Marstall- und Porzellanmuseum, welche sehr beeindruckend sind. Umgeben wird das Schloss von einem sehr verwunschenen Schlossgarten mit wunderschönen Parkburgen, die nur im Sommer besichtigt werden können.

  • von am
  • von am
  • von am

    Sehenswertes Schloss. Leider fand ich das Personal an der Kasse und bei der Ausgabe der Audioguides äußerst ignorant (5.7.2014) - andere Mitarbeiter hingegen waren sehr freundlich.

  • von am

    Ich war letztes Wochenende mit meinem Mann mal wieder im Schloss Nymphenburg und muss einfach nur sagen: WOW. Traumhaft schönes Schloss und ein mindestens genauso schöner Schlosspark. Der Park ist sehr gepflegt und weitläufig. Perfekt für einen Spaziergang. Im Winter ist dann auf den Kanälen Eisstockschießen oder Schlittschuhlaufen angesagt. Hier gibt es so viel zu sehen: Das Schloss, das Museum Mensch und Natur, das Marstall und vieles mehr. Ich verbinde viel mit diesem Ort, da mein Mann und ich unsere Hochzeitsfotos vor dieser schönen Kulisse machen lassen haben.

  • von am

    Ein wunderschönes Schloss mitten in München. In der Parkanlage kann man lange und schön spazieren gehen. Für Kinder ist außerdem das Mensch und Natur Museum direkt am Schloss ein tolles Ausflugsziel.

  • von am

    Ich wohne in unmittelbarer Nähe und gehe dort unheimlich gerne joggen. Für Hunde gilt Leinenpflicht, Fahrräder müssen draußen bleiben, entspannter kann ich mir meine Joggingrunde nicht vorstellen. Außerdem ist der Schlosspark schön verwinkelt. Man entdeckt also immer neue Strecken und Langeweile kommt so schnell nicht auf. 5 Sterne für meinen Lieblingspark!!

  • von am

    Wirklich schön! Im Frühling ist der Garten ein Traum! Ruhig, entspannt, perfekt zum Spazieren gehen. Man muss auch gar nicht das Innere anschauen, allein der Garten und die Außenansicht reichen vollkommen!

  • von am

    Wirklich eine tolle Anlage - besonders der hintere, wilde Teil des Schlossgartens... da sind nicht so viele Leute und man findet tolle Fotokulissen...

  • von am

    richtig tolles Museum

  • von am

    Kulturell ein tolles Ziel und zum Entspannen und Erholen ideal

  • von am

    Der klassische Sonntagsspaziergang der Münchner Familien.

  • von am

    wunderschön!

X
Event-Highlights und Freizeit-Tipps

muenchen.de als Newsletter!

Mit aktuellen Event-Highlights und Freizeit-Tipps:
Die Einwilligung zum Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen
Top