Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher

Schloss Nymphenburg

Top-Sehenswürdigkeiten | Neuhausen-Nymphenburg
Do geöffnet 09:00 - 18:00 (Bitte Hinweise beachten)
April bis 15.10.: täglich 9 bis 18 Uhr / 16.10. bis März: täglich 10 bis 16 Uhr. Letzter Einlass: ca. 20 min. vor Schließung. Geschlossen: Faschingsdienstag, 24./25./31.12., 1.1.

Schloss Nymphenburg München: Infos und Tipps zu Schlossmuseum und Park

Schloss, Schlosspark, Kanal: Das müsst ihr in Nymphenburg sehen

Über 300.000 Besucher*innen zieht es jedes Jahr nach Nymphenburg. Das Schloss und seine wunderschöne Parkanlage bilden ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

++ Nach einer Verschärfung der Coronamaßnahmen gilt für Museen derzeit die 2G-plus-Regel. Bitte informiert euch vor dem Besuch direkt beim Museum über die aktuellen Corona-Regeln. ++

Warum lohnt sich ein Besuch in Schloss Nymphenburg?

Winter Schloss Nymphenburg , Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann Schloss Nymphenburg und sein Park im Winter

Schloss Nymphenburg nimmt euch mit in die Welt der Könige und Prinzessinnen. Es war nicht nur die Sommerresidenz, sondern auch ein Lieblingsschloss der Wittelsbacher.

Was ist geboten? Die weitläufige Anlage umfasst das prunkvolle Schlossmuseum, das Marstallmuseum mit seinem Kutschenfuhrpark und dem Museum „Nymphenburger Porzellan“ sowie den Schlosspark und die Parkburgen (Amalienburg, Badenburg, Magdalenenklause, Pagodenburg).

Was ist das Besondere? Ein riesiger Palast, der als Hauptwerk des höfischen Münchens gilt. Berühmt sind die Schönheitengalerie, u.a. mit der Geliebten des Königs, Lola Montez, das Geburtszimmer von Ludwig II. und die weltbekannte Nymphenburger Porzellansammlung. Auf keinen Fall auslassen sollte man die idyllische Parkanlage mit Eichhörnchen, Rehen und Käuzen, mit Kanälen, Brücken, Seen, verwunschenen Bächen und viel Natur. Nymphenburg bietet beides – nur 20 Minuten vom Münchner Stadtzentrum entfernt.

Schloss Nymphenburg: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: In Neuhausen-Nymphenburg
  • Museums-Kategorie: Schloss und Park
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: ca. 1 Stunde für Schloss und Marstallmuseum, 1-2 Stunden für den Park
  • Kinderprogramm: Spezieller Audio-Guide für 6- bis 12-Jährige
  • Anfahrt: U1 Rotkreuzplatz oder S-Bahn Laim. Dann weiter mit Tram oder Bus zur Haltestelle Schloss Nymphenburg
  • Parken: ca. 450 kostenlose Parkplätze für PKW
  • Geburtszimmer, Schönheitengalerie, Festsaal: Nymphenburg von innen

    , Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
    Foto: Bayerische Schlösserverwaltung Der Steinerne Saal auf Schloss Nymphenburg blieb seit 1758 völlig authentisch als Rokokoraum erhalten

    Für den Innenausbau waren die besten Bildhauer, Stuckateure und Maler ihrer Zeit zuständig. Die Räume zeigen Ausstattungen und Kunstwerke von Barock bis Klassizismus. Diese Highlights müsst ihr bei eurem Schlossrundgang unbedingt sehen:

    • Steinerner Saal: Der zentrale Raum im Schloss – und somit auch der Ausgangspunkt jeder Besichtigung – ist der opulente Festsaal (auch als „Steinerner Saal“ bekannt). Er reicht über drei Stockwerke und wird von üppigen Rokokostuckaturen und einem beeindruckenden Deckenfresko von Johann Baptist Zimmermann gekrönt.
    • Geburtszimmer: Am 25. August 1845 brachte Prinzessin Marie von Preußen in ihrem Schlafgemach auf Schloss Nymphenburg den künftigen Thronfolger Ludwig II. zur Welt. Der Schlossrundgang erlaubt einen Blick in das Geburtszimmer, das ganz in grüner Seide gehalten ist. Zwei Kinderbüsten auf dem Schreibschrank erinnern an Kronprinz Ludwig und seinen Bruder Otto.
    • Schönheitengalerie: Ein weiterer Höhepunkt der Besichtigung ist die weltweit bekannte Schönheitengalerie Ludwigs I., u.a. mit einem Bildnis seiner verhängnisvollen Affäre Lola Montez. Das Besondere: Im Auftrag des Königs malte Joseph Stieler nicht nur Hofdamen, sondern schöne Frauen aus allen Gesellschaftsschichten. Die berühmte Bildserie ist heute im ersten Stock des südlichen Schloss-Pavillons zu bewundern.

    Museen im Schloss: Marstall, Porzellan, Mensch und Natur

    Der neue Ausstellungsraum für Schlitten im Marstallmuseum, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
    Foto: Bayerische Schlösserverwaltung Prunkschlitten, Pferdewägen und viele königliche Fahrzeuge mehr erwarten euch im Marstallmuseum.

    Das Marstallmuseum im Südflügel des Schlosses zeigt Prunkschlitten, Pferdewägen und Sattelzeug aus der Zeit der bayerischen Kurfürsten und Könige. Über vierzig repräsentative Kutschen und Schlitten sind hier ausgestellt, unter anderem die Fahrzeuge von Ludwig II.. Im Obergeschoss ist zudem eine einzigartige Privatsammlung Nymphenburger Porzellane vom 18. bis 20. Jahrhundert zu sehen.

    Mehr zum Marstallmuseum »»

    Seit 1990 ist das von der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) geführte Naturkundemuseum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg untergebracht.

    Mehr zum Museum Mensch und Natur »»

    Schlosspark und Parkburgen: Die Highlights

    Der Nymphenburger Schlosspark ist eines der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands. Er steht unter Denkmalschutz und ist Landschaftsschutzgebiet. Zu den Highlights zählen:

    • Der Schlossgarten im symmetrischen französischen Stil unterhalb der prunkvollen Freitreppe. Von Ostern bis Mitte Oktober gibt es hier täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr Wasserspiele zu sehen.
    • Der Rest des 229 Hektar großen Areals, ein englischer Landschaftspark, der mit seinen kleinen Bachläufen, Kanälen, Kaskaden, Brücken, verzweigten Wegen, künstlichen Seen und etlichen Statuen an manchen Stellen wirkt wie ein Märchenwald.
    Die grüne Wohlfühloase in München
    Frühstück, Brunch, Lunch, Snacks, Kaffee & Kuchen, Eis – entspannen und genießen Sie in königlichem Ambiente unter Palmen.
    Schlosscafé im Palmenhaus
    • Die zahlreichen Parkburgen und Schlösschen wie die prunkvolle Amalienburg mit ihrem Spiegelsaal, das Jagdschlösschen in der Nähe des großen Schlosses, die festliche Badenburg am Großen See und die exotische Pagodenburg im nördlichen Parkteil.
    • Erwähnenswert sind noch die Magdalenenklause, eine als Ruine gestaltete Eremitage, und der Apollotempel – ein Monopteros mit zehn Säulen am Badenburger See.

    Mehr zum Nymphenburger Schlosspark »»

    Nymphenburger Kanal: Gondelfahren, Eislaufen, Eisstockschießen

    Schloss Nymphenburg
    Der Schlosskanal lädt euch im Sommer zu romantischen Gondelfahrten ein

    Eingebettet zwischen den zwei schattigen Auffahrtsalleen zum Schloss liegt der insgesamt ca. 3 Kilometer lange Nymphenburger Kanal. Im Sommer gehört er den Schwänen und Tourist*innen, von April bis Mitte Oktober werden bei schönem Wetter täglich Gondelfahrten auf dem Schlossgartenkanal angeboten, dem Teil des Kanals im Nymphenburger Park.

    Wenn es längere Zeit kalt genug ist, wird der Schlosskanal zwischen Hubertusbrunnen bis zum Schlossrondell zu einem Hotspot für Wintersportler*innen: Eislaufen, Eishockeyspielen oder Eisstockschießen – das alles ist hier mitten in der Stadt möglich.

    Museumsshop und Gastronomie

    • Direkt bei der Ticketkasse befindet sich ein kleiner Museumsshop für Souvenirs.
    • Wen die Besichtigung hungrig gemacht hat, kann im Seitenflügel des Schlosses in der Schlosswirtschaft Schwaige einkehren.
    • Jenseits von Stadtlärm und Hektik könnt ihr euch auch im Schlosscafé im Palmenhaus mitten im Nymphenburger Schlosspark mit einem Imbiss, Kaffee oder den berühmten Windbeuteln stärken.

    Führungen und Veranstaltungen

    • Die Schlossanlage Nymphenburg bietet keine regelmäßigen Führungen an. Die Räume können selbständig besichtigt werden, gegen Gebühr sind ein mehrsprachiger Audioguide und ein spezieller Audioguide für Kinder von 6 bis 12 Jahren erhältlich.
    • Öffentliche Themenführungen (feste Termine) sowie private Gruppenführungen können bei der bayerischen Schlösserverwaltung gebucht werden.
    • Das ganze Jahr über finden zahleiche Konzerte, Vorträge und kulturelle Events statt.

    Tickets und Eintrittspreise

    Gesamtkarte „Nymphenburg“ (Schloss, Marstallmuseum und Parkburgen):

    • April bis Mitte Oktober: 15 Euro regulär, 13 Euro ermäßigt
    • Mitte Oktober bis März: 12 Euro regulär, 10 Euro ermäßigt
      (Bitte beachtet, dass einige Parkburgen nur in der Sommersaison zu besichtigen sind).

    Einzelkarten nach Attraktion:

    • Schloss Nymphenburg: 8 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt
    • Marstallmuseum mit Museum „Nymphenburger Porzellan“: 6 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt
    • Karte „Parkburgen“: 4 Euro
    • Schlosspark Nymphenburg: Eintritt frei

    Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt in alle Museen.

    Video: Ein Rundgang durch das Nymphenburger Schloss

    Online-Angebot Schloss Nymphenburg

    • Die kostenlose App „Schlosspark Nymphenburg“ begleitet euch mit spannenden Informationen, Tourenvorschlägen und weiteren Features bei der Entdeckung der weitläufigen Parkabschnitte und der versteckten Burgen. Sie ist bei Google Play und im App Store verfügbar.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Die wichtigen Bereiche im Schloss- und Marstallmuseum, sowie die Amalienburg sind stufenlos oder per Aufzug erreichbar. An der Kasse ist ein Übersichtsplan der gesamten Schlossanlage mit Wegekategorien für Rollstuhlfahrer*innen erhältlich.

    • Behindertengerechte Parkplätze stehen vor dem Schloss zur Verfügung.
    • Rollstuhlgerechte Toiletten befinden sich im Schloss und auf der Rückseite des Schlossgebäudes.

    Geschichte und Architektur: Vom Geschenk zur Sehenswürdigkeit

    Schlosspark Nymphenburg Parterre, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal Schloss- und Parkanlage sind in ihrer Verbindung ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang

    Kurfürst Ferdinand Maria muss überglücklich über die Geburt seines Thronfolgers Max Emanuel gewesen sein. Denn Schloss Nymphenburg gab er allein deshalb 1664 als Geschenk an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag.

    Der ursprüngliche Entwurf eines schmucken Barockschlosses stammt von Agostino Barelli. Später wurde der Bau im Stil von Rokoko und Klassizismus verändert.

    • Während der Regierungszeit des Kurfürsten Max Emanuel (1680 bis 1726) wurde das Schloss umgestaltet und erhielt seine heutigen Dimensionen. Dies umfasste auch die barocke Neugestaltung und Erweiterung des Gartens in der heutigen Größe.
    • Max Emanuels Sohn, Kurfürst Karl Albrecht (reg. 1726 bis 1745), gab die Rondellbebauung vor dem Haupttrakt in Auftrag. Sie galt zu ihrer Zeit als architektonische Sensation.
    • Kurfürst Max III. Joseph (reg. 1745 bis 1777) verlieh dem Festsaal seine heutige pompöse Dekoration.
    • Kurfürst Karl Theodor (reg. 1777 bis 1799) öffnete den Nymphenburger Schlosspark für das Volk.
    • Unter König Max I. Joseph (reg. 1799 bis 1825) erhielt ein Teil der Räume eine noble, klassizistische Ausstattung.

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