Synagoge Ohel Jakob

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Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob

Synagoge Ohel Jakob , Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann

Die Neue Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob ist zusammen mit dem Jüdischen Museum und der Israelitischen Kultusgemeinde Teil des Jüdischen Zentrums in München. Sie wurde 2006 feierlich eingeweiht und liegt unübersehbar am neu gestalteten Sankt-Jakobs-Platz, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Münchner Stadtmuseum.

Das freistehende Gotteshaus mitten auf dem Platz setzt ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Judentum wieder in der Mitte der Stadt und der Gesellschaft angekommen ist. So war der Umzug der jüdischen Gemeinde aus der Hinterhofsynagoge in der Reichenbachstraße ins Herz Münchens ein symbolträchtiger Meilenstein.

Moderner Tempel der Erinnerung

, Foto: Ulrike Grothe
Foto: Ulrike Grothe

Zunächst fällt der mächtige Sockel der Synagoge ins Auge, der an die Klagemauer in Jerusalem erinnert. Der 28 Meter hohe Bau verjüngt sich dann in einer luftigen Metall-Glas-Struktur. Das sechs Meter hohe Hauptportal, in das zum Gedenken an die Zehn Gebote die ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets gearbeitet sind, dient entgegen der weitläufigen Meinung nicht als Eingang in den Innenraum.

Das Innere der Synagoge ist im Rahmen einer Führung über den Gang der Erinnerung erreichbar. Hinterleuchtete Glasplatten bilden dort die Namen von über 4500 Münchner Juden ab, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Unterirdisch führt der Gang auf 32 Meter Länge vom Jüdischen Gemeindezentrum in den Gebetsraum, der mit Zedernholz aus dem Libanon und hellem Jerusalem-Stein ausgekleidet ist und bei Sonneneinfall in warmen Farbtönen erstrahlt.

Mit der Neuen Hauptsynagoge Ohel Jakob hat die Jüdische Gemeinde in München wieder ein repräsentatives Domizil in der Altstadt gefunden. Die Alte Hauptsynagoge, die im Juni 1938 als eine der ersten Synagogen in Deutschland von den Nationalsozialisten zerstört wurde, stand an der Herzog-Max-Straße nahe des Stachus. Heute erinnert dort nur noch ein massiver Gedenkstein an den ehemaligen Monumentalbau.

Öffentliche Führungen in der Synagoge

Regelmäßig organisiert die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern Führungen durch die Synagoge am Sankt-Jakobs-Platz.

Kontakt:
Telefon +49 (0)89 20 24 00-100
E-Mail: anmeldung@ikg-m.de

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5 Bewertungen zu Synagoge Ohel Jakob

4
5 Bewertungen
  • von am

    Ich habe vor ein paar Monaten eine Führung gemacht und war ziemlich bewegt. Der Rabbiner hat eine unheimlich schöne Einführung in das Judentum gegeben und hat einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Die Synagoge ist innen sehr hell und lichtvoll, ein wirklich schöner und berührender Bau!

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