Synagoge Ohel Jakob

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Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob auf dem St. Jakobsplatz

Synagoge in München ist Mittelpunkt des Jüdischen Zentrums

Die Neue Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob ist zusammen mit dem Jüdischen Museum ein Teil des Jüdischen Zentrums der Israelitischen Kultusgemeinde in München.

Projektion zum Holocaust-Gedenktag am 7.4.

Namensprojektion an der Synagoge am St. Jakobs-Platz am 7.4.2021, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages Jom Haschoah gab es am Abend des 7. April 2021 eine bewegende Projektion an der Fassade der Synagoge am St.-Jakobs-Platz zu sehen. Zwischen 20 und 22 Uhr wurden die Namen von 4.500 ermordeten jüdischen Münchner*innen auf die Mauer projiziert. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, erklärte dazu: "Jeder der projizierten Namen erinnert daran, was Menschen Menschen antun können. Es sind 4.500 Namen von sechs Millionen, und jeder erzählt die Geschichte eines Lebens, das zu früh endete."

Die Synagoge Ohel Jakob im Überblick

  • Lage: Die Synagoge Ohel Jakob steht seit 2006 auf dem St. Jakob-Platz mitten in der Münchner Altstadt als Teil des neuen Jüdischen Zentrums.
  • Sehenswertes: Sockel im Stil der Klagemauer, Hauptportal, Innenraum aus Zedernholz.
  • Besonderheit: Zugang erfolgt über unterirdischen Gang vom Haus des Jüdischen Gemeindezentrums.
  • Öffnungszeiten: Die Jüdische Gemeinde bietet regelmäßig Führungen an.

Mehr Infos zum Sankt-Jakobs-Platz

Architektur: Gebäude erinnert an die Klagemauer in Jerusalem

, Foto: Ulrike Grothe
Foto: Ulrike Grothe

Zunächst fällt der mächtige Sockel der Synagoge ins Auge, der an die Klagemauer in Jerusalem erinnert. Der 28 Meter hohe Bau verjüngt sich dann in einer luftigen Metall-Glas-Struktur.

Das sechs Meter hohe Hauptportal, in das zum Gedenken an die Zehn Gebote die ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets gearbeitet sind, dient entgegen der weitläufigen Meinung nicht als Eingang in den Innenraum.

Das Innere der Synagoge ist im Rahmen einer Führung über den Gang der Erinnerung erreichbar. Hinterleuchtete Glasplatten bilden dort die Namen von über 4500 Münchner Juden ab, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden.

Unterirdisch führt der Gang auf 32 Meter Länge vom Jüdischen Gemeindezentrum in den Gebetsraum, der mit Zedernholz aus dem Libanon und hellem Jerusalem-Stein ausgekleidet ist und bei Sonneneinfall in warmen Farbtönen erstrahlt.

Synagoge ist bedeutend für die jüdische Gemeinde in München

Die Münchner Synagoge im Sommer , Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Die Neue Hauptsynagoge Ohel Jakob wurde am 9. November 2006 eingeweiht und liegt unübersehbar auf dem Sankt-Jakobs-Platz als Teil des Ensembles mit Jüdischem Museum und Jüdischem Gemeindezentrum.

Das freistehende Gotteshaus mitten auf dem Platz setzt ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Judentum wieder in der Mitte der Stadt und der Gesellschaft angekommen ist. So war der Umzug der jüdischen Gemeinde aus der Hinterhofsynagoge in der Reichenbachstraße ins Herz Münchens ein symbolträchtiger Meilenstein.

Die Alte Hauptsynagoge, die im Juni 1938 als eine der ersten Synagogen in Deutschland von den Nationalsozialisten zerstört wurde, stand an der Herzog-Max-Straße nahe des Stachus. Heute erinnert dort nur noch ein massiver Gedenkstein an den ehemaligen Monumentalbau.

Öffentliche Führungen in der Synagoge

Regelmäßig organisiert die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern Führungen durch die Synagoge am Sankt-Jakobs-Platz.

Kontakt:
Telefon +49 (0)89 20 24 00-100
E-Mail: anmeldung@ikg-m.de

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5 Bewertungen zu Synagoge Ohel Jakob

4
5 Bewertungen
  • von am

    Ich habe vor ein paar Monaten eine Führung gemacht und war ziemlich bewegt. Der Rabbiner hat eine unheimlich schöne Einführung in das Judentum gegeben und hat einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Die Synagoge ist innen sehr hell und lichtvoll, ein wirklich schöner und berührender Bau!

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