Corneliusbrücke

Bauwerke und Denkmäler | Haidhausen

Corneliusbrücke

Corneliusbrücke im Herbst, Foto: Melina Pfeffer
Foto: Melina Pfeffer

Ein Hotspot zwischen Isarvorstadt und Au: Die Corneliusbrücke dient nicht nur als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern auch als Zugang zur Museumsinsel und attraktiver Veranstaltungsort. Ob ihr Architekt Theodor Fischer beim Bau im Jahre 1902 gedacht hätte, dass sie sich mit Highlights wie dem Kulturstrand und dem Isarbalkon zu einem Szene-Treffpunkt und Ort des urbanen Lernens mausert?

Bindeglied zwischen Museen, Szene und Grünfläche

Isar , Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Zwischen den Stadtteilen Isarvorstadt und Au gelegen, verbindet die Corneliusbrücke ein buntes Kneipen- und Szeneviertel links der Isar und ein quirliges Wohnviertel rechts der Isar. Außerdem bietet sie den öffentlichen Zugang zum südlichen Ende der im Sommer begrünten Museumsinsel. Von hier aus kann man das Deutsche Museum bewundern, dessen Eingang über die Bosch- oder Ludwigsbrücke erreichbar ist. Die Namensgeber der Corneliusbrücke sind der Maler Peter von Cornelius (1783-1867), der im 19. Jahrhundert von König Ludwig I. nach München berufen wurde und dessen Neffe, der Komponist und Dichter Peter Cornelius (1824-1874).

Verkehrsknotenpunkt und Veranstaltungsort

Kulturstrand Corneliusbrücke, Foto: Kulturstrand
Foto: Kulturstrand

Die Corneliusbrücke verbindet die Corneliusstraße - vom Gärtnerplatz abgehend - mit der Schweigerstraße. Neben ihrer Funktion als wichtiger Verkehrsknotenpunkt wird die Brücke auch als Veranstaltungsort genutzt. Dabei verwandelt sie sich zum Beispiel in einen Urlaubsort direkt vor der Haustür: am Kulturstrand, der hier bereits mehrmals stattgefunden hat, gab es auf dem Isarbalkon Live-Musik mir täglich wechselndem Programm und After-Work-Cocktails, die man im eigens dafür herangeschafften Sand genießen konnte. 2014 wird der Kulturstrand nicht auf der Corneliusbrücke stattfinden.

Geschichte und Architektur

Die Corneliusbrücke, heute ein hipper Treffpunkt, ist bereits über hundert Jahre alt und wurde nach dem zerstörerischen Hochwasser 1899 im Zuge der Isarregulierung errichtet. Im Jahr 1902 begann die Firma Sager & Woerner mit dem Bau der Brücke und gab sie ein Jahr später für den Verkehr frei. Gestaltet wurde sie vom Architekten Theodor Fischer, dessen Entwürfe das Münchner Stadtbild bis heute prägen. Bestehend aus einem Dreigelenkbogen überspannt der 44 Meter lange Teil aus Muschelkalksteinquadern den Hauptarm der Isar, die beiden weiteren Betonbögen sind jeweils 38,5 Meter lang. Erst 1910 wurde das Standbild Ludwigs II. auf dem Vorsprung zwischen dem großen und den beiden kleineren Brückenbogen enthüllt, das der Bauingenieur Oskar von Miller kreierte.

Urbanes Lernen mit dem Isarbalkon

Kulturstrand, Foto: Melina Pfeffer
Foto: Melina Pfeffer

Im Sommer 2014 wurde der Isarbalkon der Brücke als attraktive Versuchsfläche für ein Gartenprojekt genutzt: Kinder und benachbarte Schulen konnten hier den Kreislauf der Natur hautnah miterleben. Ein Bienengarten mit duftendem, heimischen Thymian, Feuerbohnen und Storchenschnabel lockten dabei wichtige Blütenbestäuber an. Von März bis Ende Juli luden zudem spannende Mitmachaktionen zum Bauen, Bepflanzen und Pflegen der Hochbeete ein. Zwischen Bienen, Hummeln, echten Tagpfauenaugen und Zitronenfaltern konnten die Kinder lernen, wie die Natur unser tägliches Leben beeinflusst und von den selbst angepflanzten Radieserln kosten.

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