Surfen mitten in München: Die stehende Welle am Eisbach
Eisbachwelle am Englischen Garten - die aktuelle Situation
Die Eisbachwelle ist bei Surfern weit über Münchens Stadtgrenzen hinaus bekannt: Das macht die stehende Welle am Englischen Garten direkt neben dem Haus der Kunst aus. Momentan kann dort aber nicht gesurft werden, da sich die Welle nicht aufbaut.
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OB Reiter vereinbart Projektversuch mit Surfer*innen
(9.1.2026) In einem konstruktiven und lösungsorientierten Gespräch hat Oberbürgermeister Dieter Reiter heute gemeinsam mit Vertreter*innen der Münchner Surfer-Community wichtige Fortschritte zur Zukunft der Eisbachwelle erzielt. Ziel des Treffens im Rathaus war es, die zuletzt festgefahrene Situation aufzulösen und eine konkrete Perspektive für eine baldige Wiederherstellung der Welle zu schaffen.
Teilgenommen haben neben Oberbürgermeister Reiter, Vertreter der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), des Münchner Surfclubs sowie Vertreter*innen des Wasserwirtschaftsamts und der zuständigen städtischen Fachreferate.
Folgende nächste Schritte konnten im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart werden:
- In einem Projektversuch wird getestet, wie die Welle am Eisbach wiederhergestellt werden kann.
Während des Versuchs wird das Surfen unter folgenden Vorgaben erlaubt:
- Die IGSM und der Surfclub München übernehmen die Verantwortung und damit auch die Haftung für den Versuch. Die Details dazu werden noch bilateral geklärt.
- Die Stadt übernimmt die technische, bzw. statische Untersuchung für die Bauwerke des Versuchs
- Die 24/7-Erreichbarkeit in Notfällen übernehmen die städtischen Leitstellen
Ziel des Projektversuchs ist es, die Eisbachwelle als dauerhaft surfbare Welle wiederherzustellen und zu erhalten. In diesem Kontext wurde – allerdings noch nicht abschließend - diskutiert, ob die Welle nach einem erfolgreichen Projektversuch in städtischer Verantwortung betrieben wird. Weitere konkrete Details werden noch ausgearbeitet, ein Folgetreffen wurde für Februar vereinbart.
Momentan kein Surfen an der Eisbachwelle möglich
Derzeit kann an der Eisbachwelle nicht gesurft werden, da sich nach der üblichen Bachauskehr im Herbst 2025 keine neue Welle aufgebaut hat. Expert*innen und Stadtverwaltung arbeiten derzeit an einer Lösung.
Die Surf-Regeln für die Eisbachwelle
- Sollte es wieder eine genehmigte Welle geben, ist Surfen in der Zeit von 5:30 bis 22:00 Uhr erlaubt. Dies entspricht sowohl den Vorgaben aus dem LStVG (Landesstraf- und Verordnungsgesetz) als auch den Empfehlungen der Münchner Feuerwehr, die die Rettung von Menschen bei Dunkelheit als erheblich gefährlich und damit weniger erfolgversprechend einschätzen.
- Das Brettsurfen ist verboten, wenn sich im Verbotsbereich Einbauten/Gegenstände befinden oder dort angebracht oder befestigt werden, es sei denn das Brettsurfen wird per Verwaltungsakt ausdrücklich erlaubt.
- Es darf ausschließlich mit einer selbstöffnenden Leash gesurft werden. Dies soll sicherstellen, dass sich Surfer im Gefahrenfall von ihrem Brett lösen können, um nicht unter Wasser zu geraten.
- Die Welle darf nur von erfahrenen und körperlich fitten Personen genutzt werden.
- Surfen ist grundsätzlich nur mit Begleitung erlaubt. Die Begleitung passt vom Ufer aus auf, dass nichts passiert und alarmiert im Notfall die Rettungskräfte (Buddy-Prinzip).
Für die Nutzung der Eisbachwelle wurde am 16.12.2025 eine neue Allgemeinverfügung (PDF) erlassen, die das Surfen umfassend regelt.
Eisbachwelle München: Was euch erwartet
- Die Eisbachwelle gilt als beliebter Hotspot für Surfer, Zuschauer und Fotografen.
- Sie liegt am südlichen Rand des Englischen Gartens in der Nähe des Museums Haus der Kunst, an der Prinzregentenbrücke.
- Diese Stelle des Eisbachs gilt als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt und ist seit über 40 Jahren besurfbar.
Eisbachwelle München: Nichts für Surf-Anfänger
Ins Wasser wagen sollten sich hier nur absolute Profis, denn das Surfen ist weder leicht noch ungefährlich und daher nicht für Anfänger geeignet. Im Frühjahr 2025 kam es hier zu einem tödlichen Unglück, darum wurden neue Sicherheitsregeln eingeführt.
Baden und Schwimmen ist hier nicht erlaubt. Aber keine Sorge, auch zum Rumhängen im Englischen Garten ist der Spot ideal.
Die Eisbachwelle ist kaum zu übersehen: Von der Bushaltestelle Nationalmuseum aus seid ihr gleich am Ufer und könnt die Surfer bei ihren Stunts sehen. Oder Ihr folgt einfach einem der Menschen, die ihr Surfbrett durch den Englischen Garten tragen.
Nach einem Abstecher ins Museum Haus der Kunst könnt Ihr auf dem Heimweg an einem lauen Sommerabend, aber genauso auch im tiefsten Winter die Eisbach-Surfer beim Wellenreiten beobachten.
Surf-Legende Robby Naish reitet die Eisbachwelle
Eine absolute Surf-Legende schaute im Sommer 2021 am Eisbach vorbei: Der vielfache Weltmeister Robby Naish gab sich an der Welle im Englischen Garten die Ehre und nutzte die Gelegenheit, mitten in der Stadt zu surfen. Für die übrigen Surfer und das Publikum die Chance, der amerikanischen Ikone einmal ganz nahe zu kommen.
Auch das Münchner Tatort-Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ermittelte im Fall "Die ewige Welle" bereits am Eisbach.