Fuß- und Radfahrerbrücke über Bahn-Stammstrecke
Edith-Haberland-Wagner-Brücke (ehemals Arnulfsteg)
Von der Edith-Haberland-Wagner-Brücke habt ihr einen Blick auf Innenstadt und Stammstrecke - ganz ohne Verkehrstrubel. Die Überführung wurde 2020 als Arnulfsteg für den Fuß- und Radverkehr freigegeben und im Januar 2026 umbenannt.
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Alle Infos zur Edith-Haberland-Wagner-Brücke: Länge, Entwurf, Barrierefreiheit
- Die Brücke quert in einem leicht gewölbten Bogen auf etwa 240 Metern Länge insgesamt 37 Gleise.
- Die Gestaltung basiert auf einem Entwurf des Planungsteams SSF Ingenieure und Lang Hugger Rampp Architekten, das als Sieger aus einem vom Baureferat durchgeführten europaweiten Wettbewerbsverfahren hervorging.
- Die nutzbare Breite variiert zwischen fünf und sechs Metern.
- Getragen wird der Arnulfsteg von zwei schlanken Stützen im Gleisbereich.
- Das Bauwerk ist ein privater Steg der Landeshauptstadt München (LHM) in der Zuständigkeit des Baureferats und verläuft von der Philipp-Loewenfeld-Straße in nördliche Richtung über die Bahngleise der Stammstrecke zur Erika-Mann-Straße.
- Der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats hat am 15. Januar 2026 die Umbennung des Arnulfstegs in Edith-Haberland-Wagner-Brücke beschlossen. Vorgeschlagen hatten die Namensehrung die Bezirksausschüsse Maxvorstadt, Neuhausen-Nymphenburg und Schwanthalerhöhe.
- Edith Haberland-Wagner (1899–1996) war Erbin der Augustiner-Brauerei und eine prägende Persönlichkeit des Münchner Kultur- und Wirtschaftslebens. Als Malerin stand sie der Künstlergruppe „Murnauer Kreis“ nahe und war zugleich eng mit ihrer Heimatstadt verbunden. 1981 erbte sie 50 Prozent der Anteile an der Augustiner-Brauerei und prägte deren Entwicklung bis zu ihrem Tod entscheidend mit.
- Mit der Gründung der gemeinnützigen Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, der sie ihren Mehrheitsanteil vermachte, sicherte sie den Fortbestand der Augustiner-Brauerei und schuf die Grundlage für zahlreiche gemeinnützige Projekte in München und darüber hinaus.
Edith-Haberland-Wagner-Brücke als Brückenschlag über die Stammstrecke
Am 23.12.2020 hatte das Baureferat München den damaligen Arnulfsteg für den Fuß- und Radverkehr geöffnet. Die Brücke verbindet die Schwanthalerhöhe im Süden mit dem Arnulfpark im Norden.
Die seitliche Verglasung dient der Sicherheit, als Windschutz und ermöglicht eine gute Aussicht auf die Stadt. Es gibt einen direkten Treppenzugang zur S-Bahnstation Donnersbergerbrücke. Am Nordzugang gibt es 90 größtenteils überdachte und am Südzugang weitere zirka 100 witterungsgeschützte Fahrradabstellplätze.
Barrierefreiheit:
- An der Philipp-Loewenfeld-Straße steht die südliche Zugangsrampe für den Arnulfsteg mit Treppenanlage und Aufzug.
- Am nördlichen Brückenende, das sich an der Erika-Mann-Straße befindet, entstand eine oval geschwungene Rampe.
So spektakulär verliefen die Bauarbeiten
Der Stadtrat hatte im Dezember 2017 die Ausführungsgenehmigung für den Bau erteilt. Der stählerne Brückenüberbau musste zunächst auf einem Montagegerüst am nördlichen Zugangsbereich aus Einzelteilen zusammengeschweißt werden. Die fertigen Brückenteile wurden dann abschnittsweise in einem aufwendigen Taktschiebeverfahren Meter für Meter über die Gleisanlagen der Bahn geschoben.
Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte zur Fertigstellung: „Ein wichtiger Brückenschlag ist hier gelungen und wir freuen uns alle über dieses eindrucksvolle Bauwerk. Zu Fuß und mit dem Rad kann man jetzt sicher, barrierefrei und unbehelligt vom motorisierten Verkehr, der über die Nachbarbrücken verläuft, die Bahngleise überqueren. Zugleich verbindet diese Brücke die Wohn- und Gewerbequartiere auf beiden Seiten der Bahnachse.“
Auf einen Blick
Edith-Haberland-Wagner-Brücke
Edith-Haberland-Wagner-Brücke
80636
München