Zerwirkgewölbe

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Bauwerke und Denkmäler | Altstadt, Zentrum

Zerwirkgewölbe

Das historische Zerwirkgebäude in der Altstadt ist mit seinen rund 750 Jahren das zweitälteste Bauwerk der Stadt. Es diente früher als Ort zur Verarbeitung des erlegten Wilds der Hofjagden.

Der Name des Bauwerks stammt von seiner ursprünglichen Funktion: da in dem Gewölbebau Tiere „zerwirkt“ (Jägersprache für „zerlegen, zubereiten“) wurden. Der Bau mit dem eindrucksvollen Kreuzgratgewölbe und den Fresken an Ost- und Südseite gehörte vermutlich ursprünglich zum herzoglichen Falkenhaus in der Burgstraße, wurde jedoch um 1590 ausgegliedert und befand sich bis 1733 im Besitz der Familie Schlichtinger.

Ein Zuhause für Münchner Lebenskultur

In der Gründungsurkunde des Hofbräuhauses wird das Gebäude als "Herzog Ludwigs Haus" bezeichnet, weshalb Historiker die Erbauungszeit auf das letzte Drittel des 13. Jahrhunderts schätzen. Über die Jahrhunderte wurde das Zerwirkgewölbe für verschiedene Zwecke (unter anderem als Nebengebäude des Hofbräuhauses) genutzt.

Zuletzt waren im Zerwirkgebäude, nach einem Spezialgeschäft für Wild, Studiobühnen des Gärtnerplatztheaters (ab 1989) und der Bayerischen Theaterakademie (ab 2001) untergebracht. Inzwischen werden die verwinkelten Räumlichkeiten für die Gastronomie genutzt.

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